Anwalt möchte nach 3 1/2 Jahren Rechnung beglichen haben.

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7 Antworten

Warten? Ist am 01.01.2015 verjährt. Viel Glück und da je der Streit erledigt wurde, muß doch auch der Vermieter die Kosten tragen, oder?

Weshalb warten? Durch den jetzigen Brief und Rechnungsstellung ist die Verjährung unterbrochen.

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@dafee01

... aber doch nur, wenn die Dinger eingegangen sind, oder? Und eine Mahnung unterbricht? Seit wann?

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@schleudermaxe

Außergerichtliche Anwaltskosten muß in den seltensten Fällen die Gegenseite übernehmen. Nur die Beantragung eines gerichtlicher Mahnbescheid bis zum 31.12.2014 würde die Verjährung hemmen, aber bisher ist diese ja noch nicht eingetreten.

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@dafee01

Nein, die Verjährung ist dadurch nicht unterbrochen. Er muß vor dem 1.1.15 einen Mahnbescheid beantragen. Sonst verjährt es.

Wird er aber garantiert noch machen...

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Die Leistung hat im Februar 2011 stattgefunden und würde am 31.12.2014 verjähren. Wenn der Anwalt für Dich Beratungshilfe beantragt hat, fallen auch für diese Tätigkeit Gebühren an. Schlußendlich wäre es besser gewesen, wenn Du bereits vor der ersten Besprechung beim Anwalt beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragt hättest. Die Rechnung kannst Du trotzdem noch bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer überprüfen lassen.

http://fachanwaelte.de/kosten/beratungshilfe/

Danke schön für eure Antworten. Das Problem ist dass ich als Laie ja gar keine Ahnung hatte das es nicht geht dass er das mit dem Beratungsschein für mich erledigt. Der Anwalt hat es mir so gesagt und so haben wir es dann auch gemacht. Ich habe halt nie eine Rechnung erhalten oder je was von ihm wieder gehört. Damals hatte mein Vermieter den Mietvertrag fristlos gekündigt da mein Lebenspartner mit eingezogen ist was laut dem Anwalt rechtswidrig gewesen ist. Wegen dem Vermieter musste ich mich dann letztenendes an den Anwalt wenden. Kann ich die Kosten an den Vermieter weitergeben? Einen Prozess gab es nicht. es war einfach mit ein paar Briefen erledigt.

Dann finde ich dass es eine Schweinerei vom Anwalt ist mir einfach auf meine Frage ob ich den Beratungsschein beantragen soll, zu sagen dass er den beantragt. Er hat mich also einfach angelogen und mein Nichtwissen ausgenutzt. Und so wie es aussieht werde ich es nicht beweisen können und auch nichts mehr dagegen machen können.

Ist es dann überhaupt noch sinnvoll, was ich eigentlich vor hatte, meinen Fall von der Anwaltskammer prüfen zu lassen? Nein oder?

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Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre und beginnt zum Jahresende, in dem der Anspruch entstanden ist, an zu laufen. Verjähren würde die Forderung somit erst Ende Dezember 2014.

Für den Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts aus einer Rechtsberatung oder Vertretung seines Mandanten gilt die Regelverjährung aus § 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Demnach verjährt ein solcher Anspruch nach 3 Jahren, gerechnet ab dem Schluss des Kalenderjahres, in dem des Anspruchs entstanden ist (vgl. Sie hierzu bitte ebenfalls § 199 BGB).

Folglich musst du zahlen

Eine Rechnungsstellung ist bis zum Ende des 3. Jahres nach Entstehen der Forderung möglich. Also 2011 + 3 = 2014. Der Anwalt hat noch rechtzeitig seine alten Sachen durchgesehen.

Wenn Du Beratungshilfe bewilligt bekommen hättest, wäre damit sein Anspruch abgegolten gewesen. Aber mit der Auftragserteilung an den Rechtsanwalt bist DU einen Vertrag eingegangen, an den Du auch gebunden bist, wenn sie nicht bewilligt wird.

Du hättest zuerst die B-Hilfe beantragen und dann zu dem RA gehen sollen.

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