Anwalt / Gericht / Berufungsgericht Urteil Kosten Berufungsverfahren

3 Antworten

Da solltest Du Deinen Anwalt fragen. Die Formulierung mit "vermeidbar gewesen wären" erschliesst sich erst bei genauer Kenntnis der umstände. Aber dafür wurde Dein Anwalt ja bezahlt, darüber Bescheid zu wissen.

Nach dem Entscheidungstext wurde wohl zunächst eine Berufung gegen das gesamte ursprüngliche Urteil eingelegt. Später wurde die Berufung scheinbar auf einen Teilaspekt beschränkt. Der Betroffene trägt daher die Kosten soweit die Berufung "zurück genommen" bzw. nicht weiter verfolgt wurde, d.h. wurde die Berufung im Nachhinein auf 20% der ursprünglichen Berufung beschränkt, trägt der Betroffene 80% der Kosten.

Ich denke, dass du im Berufungsverfahren für die Anwaltskosten in Vorlage treten musst. In der ersten Instanz fiel das Urteil zu deinen Gunsten aus und die Staatskasse trägt die Kosten. So du im Berufugsverfahren auch obsiegen wirst, fallen für dich keine Kosten an. Da man aber nicht im voraus sagen kann, wie das Berufungsverfahren ausgeht, fallen Kosten für deinen Anwalt und das Gericht an. Der Anwalt wird wohl einen Teil seiner Honorarforderung bei dir geltend machen, die du zunächst auch begleichen musst. Die Gerichtskosten werden dir, falls du unterliegst, später mittels Kostenfestsetzungsbescheid bekanntgegeben. Wenn hier auf vermeidbare Kosten und Auslagen seitens des Gerichtes hingewiesen wird, solltest du das mit deinem Anwalt klären. Er vertritt dich und wenn er Fehler gemacht hat, die zu diesen Kosten und Auslagen führen, dann würde ich die Kostenübernahme ablehnen.

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In erster Distanz gab es ein Urteil auf eine Gefängnissstrafe,diese wurde im Berufungsurteil auf Bewährung umgeändert. Das ist ein Urteil zu meinem Gunsten,aber kein Freispruch. Alle Anwaltskosten habe ich bereits bezahlt,das Urteil wurde mir jetzt zugestellt. Ich habe oft gelesen das Anwälte auch gerne in solchen Fällen "doppelt" abkassieren möchten,weswegen ich mich erst hier informieren wollte. Da es ein Urteil gegen mich gibt,werde ich wohl keine Anwaltskosten geltend machen können ?

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@GeminiGrille

Habe offenbar deine Fragestellung nicht korrekt gelsen und dabei übersehen, dass bereits ein Berufungsverfahren stattfand. Bewährung ist kein Freispruch, da hast du Recht. Anwaltskosten kannst du gegen niemanden geltend machen, weil ein Urteil gegen dich vorliegt. Wogegen du dich allerdings wehren kannst, wären zu Unrecht erhobene oder doppelt in Rechnung gestellte Anwaltskosten. Ob dein Anwalt dir zuviel Honorar abverlangt hat, kann man als Aussenstehender,wie hier im Forum nicht beurteilen. Du bekommst von deinem Anwalt ja Rechnungen und in denen sollte genau aufgeführt sein, wie er seine Kosten gemäss der Gebührenordnung für Anwälte ermittelt hat. Wenn du Zweifel an der Rechnungsstellung hast, könntest du dich an die Anwaltskammer wenden und den Vorgang überprüfen lassen. Es mag zwar Anwälte geben die verkehrte Rechnungen stellen, was ich aber nicht jedem Anwalt unterstellen möchte. Die meisten rechnen korrekt ab.

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Wieviel wird mich ein Anwalt kosten wenn ich gegen den Ablehnungsbescheid der Polizei (Absage Polizei) klage??

Moin,

ich habe eine Frage bzgl. meines Ablehnungsbescheids der Polizei in Berlin.

Ich habe mir gerade Beistand gesucht in dem ich einen Anwalt konsultiert habe. Ich wurde von der Polizei Berlin meiner Meinung nach zu unrecht (gesundheitlich) abgelehnt. Wie dem auch sei, das hier steht jetzt nicht zu Debatte sondern eine andere Frage.

Wie hoch ist ein Anwaltshonorar ? Was wird mich das kosten Anwaltskosten + Gerichtskosten um eine Anklage gegen die Berliner Polizei zu erheben?

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Hatte nie irgendwelche Verfahren deswegen auch nie mit Rechtsbeiständen zutun. Entschuldigt meine Unerfahrenheit.

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PS: Falls jemand einen guten Anwalt noch kennt, kann er ihn gerne hierein posten.

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Kostenrechnung aus der Insolvenz gerechtfertigt?

Eine Bekannte hat eine Rechnung der Landesjustizkasse Rheinland-Pfalz erhalten.

Hier werden ihr die Kosten aus einem beendeten Insolvenzverfahren von 2009 in Rechnung gestellt.

Die Staatskasse macht die gestundeten Kosten i.H.v. 2904,31 Euro geltend und hat folgende Posten aufgelistet:

Schlüssel:

2310 Verfahren über den Antrag des Schuldners auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens 10,00 Euro

2320 Durchführung des Insolvenzverfahrens 10,00 Euro

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9017 An Insolvenzverwalter zu zahlende Beträge 2879,31 Euro

Können die Kosten in Höhe von 2879,31 Euro an den Insolvenzverwalter tatsächlich so hoch sein bzw. sind sie gerechtfertigt.

Bitte nur qualifizierte Antworten, wer sich bisschen mit der Thematik auskennt. Eine Erinnerung ist natürlich statthaft bei der Staatskasse, aber ich wollte erst mal hier eure Meinungen hören.

Danke

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