Mir geht es nicht gut, was soll ich tun?

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Support

Liebe/r Stella270,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine andere Vertrauensperson sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüße

Eva vom gutefrage.net-Support

8 Antworten

Guten Morgen liebe Stella,

zunächst möchte ich dir sagen, dass ich dich sehr wohl verstehen kann.

Ich litt auch mal an SVV - hatte dies aber (soweit man sich das eben einbildet) sehr gut unter Kontrolle und bin davon auch nun schon lange weg. Zum Glück.

Desweiteren hatte ich des öfteren Depressive Phasen, Schübe oder wie auch immer man das nennen mag. Bei einer Therapie war ich nie denn ich wollte und will mein Leben immer selbst in den Griff kriegen auch wenn ich damit oft überfordert war.

Ich fühlte mich oft hilflos und überfordert. Konnte meine Gefühle nie verarbeiten und dementsprechend auch mit Lappalien nie richtig umgehen.

Heute geht es mir schon etwas besser, denn ich habe verstanden das nicht nur eine Krankheit hinter der Depression bzw. diesen Phasen stecken kann sondern auch viele andere Faktoren.

Stella nimmst du eine Antibabypille? Wenn ja, hast du dir schon einmal die lange Liste an Nebenwirkungen angesehen?

Depression, Stimmungsschwankungen uvm sind nur einige davon.

Als ich das gelesen hatte war ich echt geschockt und überrascht. Das hatte ich nicht gedacht. Eigentlich doof von mir, denn jeder weiß doch das die Pille ein wahrer Hormoncocktail ist und wirklich massiv in deinen Hormonhaushalt eingreift.

Was ich damit sagen will?

Wenn du die Pille nimmst. Bitte setze sie ab. Auch ich werde dies bald tun und auf eine hormonfreie Verhütungsmethode umsteigen.

Ich bin echt gespannt ob diese Umstellung eine Besserung bringen wird.

Wenn du dich dafür interessierst kannst du mir gerne weitere Fragen stellen. Auch auf vielen Foren ist über eine wesentliche Stimmungsbesserung nach dem Absetzen der Pille zu lesen. Zufall? Ich glaube kaum.

(https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=depressionen+durch+pille durchforste mal ein paar Foren)

Ich hoffe wirklich das ich dir hier nicht unnötig einen vom Pferd erzählt habe. Wenn du die Pille gar nicht nimmst war das ja leider für die Katz ^^

Dennoch würde ich dir gerne ein offenes Ohr anbieten.

Desweiteren findest du dieses auch hier: https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Und ich rate dir auch dazu dir Hilfe zu holen. Ob dies nun zunächst bei der Nummer gegen Kummer ist oder bei einer Therapie bleibt dir überlassen, denn du musst es selbst wollen. Dennoch: hol dir Hilfe

Du bist nicht alleine und du bist stark! Vergiß das bitte nie!

Ich wünsche dir viel Kraft :-)

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Kommentar von Stella270
21.01.2016, 08:47

Guten Morgen LonelyBrain.
Ich nehme die Pille nicht. Trotzdem dankeschön für deine Antwort:) LG

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Hallo, natürlich gibt es Menschen die Dich und Deine Erkrankung verstehen. Ich muss Dir mitteilen, dass Du alleine aus einer Depression, die offenbar mittelschwer ist, nicht heraus kommen kannst. Du benötigst hierzu fachärztliche Hilfe von Psychologen und Psychiatern. Dass Du es nur drei Tage in einer Klinik ausgehalten hast ist bedauerlich, da es Monate dauern wird bis es zu einer Besserung Deiner Erkrankung kommen kann. Wichtig ist, damit Du diese Erkrankung besiegen kannst, Deine Mitarbeit. Das bedeutet, dass Du den Anweisungen der Therapeuten Folge leisten sollst und Dich nicht der Therapie verweigerst. Wenn Du es stationär nicht ausgehalten hast, gibt es auch die Möglichkeit eine Therapie in einer Tagesklinik umzusetzen. Dann wirst Du morgens abgeholt, in die Klinik gefahren, frühstückst gemeinsam mit den Mitpatienten die an der gleichen Erkrankung leiden, gekommst Einzel- und auch Gruppengespräche, Ergotherapie, Sport, Musiktherapie, Entspannungstherapie, Mittagessen, Mittagpause uund am nachmittag noch eine Tasse Kaffe und kuchen. Dann wirst Du wieder nach Hause gefahren.Es wäre sehr schön wenn Du zu Deinem Hausazrt gehst und Dich an einen FAcharzt überweisen lassen könntest und dort gleich bittest Dir einen Platz in der Tagesklinik zu reservieren.

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Bitte gehe wieder in Therapie, zumindest so schnell wie möglich zum Arzt ! 

Auch wenn es in einer Klinik nicht so angenehm ist, dort will und wird man Dir helfen. Es dauert vielleicht ein bisschen, aber dann WIRD es Dir besser gehen. Und es ist allemal besser in einem geschütztem Raum zu sein mit Mitpatienten, die Dich garantiert verstehen, als zu Hause alleine herum zu vegitieren

Du bist viel zu jung und hast noch so viel schönes vor Dir! Hey Du bist 17 !

Depression ist eine Krankheit die viele Menschen betrifft, doch sie ist in den Griff zu kriegen. Mit Therapie und div. Medikamenten wirst Du ein ganz normales Leben führen können.

'Alles Gute

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Liebe Stella,

ich selbst leide schon lange mehr oder weniger unter Panikattacken... Menschen mit Depressionen gibt es in meiner Familie auch. Ich weiss dass ich (z.B.) meiner Schwester nicht helfen kann wenn sie eine depressive Phase hat und ich kann nicht verstehen bzw. nachvollziehen wie sie sich fühlt aber ich möchte für sie da sein und jeden noch so abstrusen Gedankengang mit ihr diskutieren. Sie soll wissen dass ich jederzeit für sie da bin.

Und genau das ist wichtig - deine Familie wird dich nicht verstehen aber sie liebt dich und will für dich da sein. Sie versuchen es. Und um dir selbst zu helfen MUSST du reden. Sie müssen erfahren wie es dir geht um darauf reagieren zu können, vllt um mit anderen zu reden wie sie dir helfen können und wenn es nur die Tatsache ist dass sie dich manchmal in Ruhe lassen.

Bist du unter Therapie? Nimmst du Medikamente? Du musst ja nicht gleich stationär gehen, aber bleib dran und probiere so lange bis du den Therapeuten gefunden hast bei dem du dich wohlfühlst. Das ist ebenfalls wichtig. Ohne Hilfe wirst du sonst da nicht rauskommen.

Schreib mir ruhig wenn du jemanden suchst der einfach nur mit dir schreiben soll wenn du das Gefühl hast dass es leichter ist, einem Fremden deine Sorgen anzuvertrauen.

Glg

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Kurze Antwort, die du sicher auch selbst schon weißt: Therapie. Und die nicht abbrechen, sondern durchziehen. Es ist nie leicht, aber es ist immer zu schaffen, wenn man auch den Willen dazu hat.

Im übrigen ist es so, dass man seine Situation auch der Familie erklären kann. Auch wenn sie nicht alles verstehen, muss man sie nicht völlig ausschließen.

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Liebe Stella,

ich war letztes Jahr selber 17 Wochen in psychiatrischer Behandlung. Zwar hatte ich keine Selbstmordgedanken, aber eine mittelschwere Depression und eine Angst- und Panikstörung.
Am Anfang wollte ich mich auch entlassen, aber dann habe ich es durchgezogen und jetzt geht es mir wieder viel besser!
Es dauert wirklich, aber irgendwann schlägt die Behandlung an!

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Ich kann verstehen, dass es frustrierend ist wenn man merkt, man hat für nichts mehr die Motivation und die Kraft. Da ich selbst an Depressionen leide kann ich da vollkommen verstehen. Aber wie soll dich deine Schwester verstehen, wenn du ihr nicht die Chance dafür gibst. Meine Familie musste mit mir sehr viel durchleben, damit sie mich verstanden haben. Bei mir war es vielleicht nicht so das ich eine schwere Depression habe, aber ich war genug depressiv um Selbstmord-Aktivitäten zu verfolgen. Falls du noch nicht bei einem Psychiater warst, der dir deine Depression diagnostiziert hat, dann tu das. Klinikaufenthalts sind nicht immer das feinste, vor allem wenn man unfreiwillig reingesteckt wird. Versuche auch wenn jetzt alles komplett schwierig erscheint, nicht 100% aufzugeben. Du kannst much auch anschreiben, dann kann ich dir mehr Tipps geben.
Lg Youareme

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Ja ich versteh dich, ich bin 18 und auch seit einigen Jahren schwer depressiv, tue sozial nichts mehr und selbst zur Schule gehen ist extrem schwer für mich..Doch nachdem Ich aufgehört habe zu denken "Das versteht keiner" oder "die wollen mir was schlechtes" hat es sich etwas gebessert, denn jemand der depressiv ist erkennt nicht dass andere Menschen einem nichts böses wollen (sondern man interpretiert es rein) eben weil man depressionen hat. Du musst dir sagen dass die negativen dinge die du aufnimmst NICHT der wirklichkeit entsprechen ! Immer wenn du etwas negatives in soeiner situation denkst oder fühlst musst du dir das sagen, dass es NICHT stimmt was du denkst/fühlst sondern dass es die Krankheit ist die dich so fühlen lässt. Damit hab Ich mir das negative denken abgewöhnt und seitdem ist es etwas besser geworden, auch wenn es sehr schwer ist weil es unangenehm ist wenn man sich sowas eingestehen muss aber es wirkt auf dauer, irgendwann wirst du nichtmehr so fühlen !!

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