Antworten auf Fragen nach meinen Narben?

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6 Antworten

Die Entscheidung liegt schlussendlich immer bei einem selbst.

Wenn mich jemand darauf anspricht, ob nun in der Schule, in der Bahn oder wo auch immer ich mich eben gerade aufhalte, antworte ich grundsätzlich ehrlich - "Ich habe mich selbst verletzt." ist meist die Antwort. Im Prinzip sind Ausflüchte eh ein hoffnungsloses Unterfangen - man sieht den Unterschied zwischen einem Unfall und Selbstverletzungen. Selbst ein Laie ist in der Lage, diesen Unterschied auszumachen. Am Ende schürt man damit, gerade im Kontext der Schule, nur Gerüchte. Wehrt man sich gegen ein Gespräch, dann reden sie eben nicht mit einem selbst, sondern nur untereinander - eine unangenehme Situation.

Genau das wollte und möchte ich noch immer vermeiden.

Die meisten verstehen von der Thematik weniger bis gar nichts und das kann man ihnen auch nur schwer verübeln. Wer damit nie in Kontakt gekommen ist, ob durch eigene Erfahrungen oder im Umfeld, für den ist das eben fremd, was dort auf der Haut des anderen sichtbar ist.

Dementsprechend habe ich die Wahrheit gesagt und wenn daraufhin weitere Nachfragen kamen, also ein wirkliches Interesse gegeben war, bin ich auch darauf eingegangen. So konnte ich, zumindest in meiner Klasse und in meinen Kursen um einmal in der Schule zu bleiben, ein neues Verständnis für das Thema schaffen. Natürlich nicht bei jedem aber tatsächlich haben viele doch ein neuen Blickwinkel für sich entdeckt.

Im Prinzip ist das nicht weniger als Aufklärung.

Für mich wurde es dadurch angenehmer. Der offene Umgang hat es mir erspart, dass sich das "Maul hinter meinem Rücken zerrissen wurde". Grundsätzlich habe ich daraus allerdings auch nie eine große Sache gemacht. Sich normal zu bewegen, zu verhalten und zu reden schafft ein selbstbewusstes Auftreten - ebenfalls ein nicht zu verachtender Pluspunkt.

Natürlich steht es dir auch frei abzulehnen. "Ich möchte nicht darüber reden" wäre zum Beispiel eine Möglichkeit aber aus genannten Gründen würde ich das nicht raten. Gerade die ersten Tage sind ein wenig stressig - mehre Fragen vielleicht, es ist für eine kurze Zeit ein Thema. Gibt man sich allerdings offen, nimmt sich die Zeit ein wenig etwas zu erklären, dann verläuft es sich im Sand. Wo keine offenen Fragen mehr bleiben, geht das Interesse schnell verloren. Am Ende ging es mir so, dass es für das schulische Umfeld so selbstverständlich wurde, wie die gefärbten Haare meiner Sitznachbarin. 

Das Kapitel war geschlossen.

Kurzum - Wie man sich verhält ist immer eine freie Entscheidung. Ich rate jedoch immer, sich dem für eine kurze Zeit, auch wenn es stressig ist, zu stellen. Ehrlich sein, die Fragen beantworten, sofern sie nicht zu weit in die Privatsphäre eindringen und damit dann die Wissbegierde des Umfelds befriedigen. Das verschafft dir Ruhe, gleichzeitig kannst du manche evtl. für das Thema sensibilisieren und hast eine gute Chance auf Ruhe.

Ich wünsche dir sehr viel Erfolg und hoffe, dass du einer entspannten Schulzeit entgegenblicken kannst. Wenn du Fragen hast - zu Selbstverletzung oder ähnlichem - kannst du dich jederzeit melden.

Liebe Grüße.

Ich habe auch Narben & sag' meistens einfach nur das es denen nichts angeht, außer bei Leuten denen ich Vertrauen kann.

Du bist durch ne dornenhecke gefallen/ mit dem arm da durch, wieso ist dir überlassen oder du bist beim fahrrad fahren/(beliebiges fortbewegungsmittel einfügen auser bus/bahn/auto) hingefallen und dumm mit dem arm über den asphalt gerutscht

Das sind zumindest meine ^^

Würde sagen, dass geht dich nix an, schlechte Gewohnheit oder ach das ist meine Vergangenheit.

Sag einfach, dass du gekämpft hast... Und wenn sie fragen "gegen wen" Sag gegen dich selber

So hören sie meistens auf zu fragen

"Nichts besonderes"

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