Antwort und Frage zur GmbH

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2 Antworten

Vorteile:

  • Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschafter haften nicht persönlich
  • Eigene Rechtsfähigkeit der GmbH, d.h. eine GmbH kann eigene Geschäfte abschließen und z.B. Anteile an anderen Unternehmen halten
  • Besteuerung: während Gesellschafter einer Personenhandelsgesellschaft mit ihren Gewinnanteilen der progressiv ansteigenden Einkommensteuer unterliegen, ist der Körperschaftssteuersatz meist deutlich niedriger
  • Es können stille Reserven gebildet werden, weil Gewinne nicht ausgeschüttet werden müssen
  • Der Wechsel von Gesellschaftern bereitet nach dem GmbH-Gesetz keinerlei Hindernisse, Erschwernisse können jedoch in den Gesellschaftsvertrag aufgenommen werden
  • Der Gesellschaftsvertrag (Satzung) kann flexibel ausgestaltet werden, z.B. kann ein Aufsichtsrat oder Beirat eingesetzt werden oder den Gesellschaftern kann eine Nachschusspflicht auferlegt werden
  • Beim Verkauf des von der GmbH betriebenen Unternehmens bedarf es nur der Abtretung der von ihren Gesellschaftern gehaltenen Geschäftsanteile an den Erwerber
  • Wenn kein Gesellschafter bereit ist, als Geschäftsführer zu fungieren, kann ein Fremdgeschäftsführer bestellt werden. Das kann z.B. die Unternehmensnachfolge erleichtern

Nachteile:

  • Die Gründung einer GmbH und andere Organisationsakte (z.B. eine Satzungsänderung) bedürfen der notariellen Beurkundung und Eintragung in das Handelsregister
  • Die Abtretungen von Geschäftsanteilen müssen notariell beurkundet werden, bei Personengesellschaften können sie privatschriftlich erfolgen
  • Eine GmbH unterliegt im vollen Umfang den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, d.h. der Verpflichtung zur Führung von Handelsbüchern und der Erstellung von Handelsbilanzen, der kaufmännischen Rügepflicht u.s.w.
  • Die Gründung einer GmbH erfodert eine Stammeinlage von mindestens 25.000 EUR von denen bei der Gründung mindestens die Hälfte einbezahlt werden muss
  • Der/Die Gesellschafter und die Geschäftsführer müssen sich stets bewusst sein und danach handeln, daß das Gesellschaftsvermögen formal fremdes Vermögen ist und dass der Gesetzgeber strenge Vorschriften mit Sanktionen bei deren Nichtbeachtung erlassen hat
  • Wenn der/die Gesellschafter bzw. Geschäftsführer hierbei nachlässig sind, droht persönliche Inanspruchnahme der Gesellschafter und der Geschäftsführer sowie steuerlich bei GmbH und Gesellschafter die Besteuerung einer „verdeckten Gewinnausschüttung“, bei steuerlichen Außenprüfungen ein beliebter und ergiebiger Prüfungsgegenstand
  • Bei der GmbH ist Insolvenzgrund neben der Zahlungsunfähigkeit die Überschuldung (d.h. das Vermögen der GmbH deckt nicht mehr deren Verbindlichkeiten), ein Zustand, der bei risikoreichen Unternehmen und/oder zu geringer Kapitalausstattung schnell erreicht sein kann
  • Zwar ist die persönliche Haftung der Gesellschafter für Geschäftsverbindlichkeiten der GmbH grundsätzlich ausgeschlossen, die GmbH muß jedoch mindestens einen Geschäftsführer haben, welcher bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Regel von einem ihrer Gesellschafter gestellt wird. Dem Geschäftsführer einer GmbH, gleich ob Gesellschafter-Geschäftsführer oder Fremdgeschäftsführer, droht jedoch bereits bei nur fahrlässiger Verletzung der ihm auferlegten Pflichten eine unbegrenzte Haftung für dadurch entstandene Schäden mit seinem Privatvermögen

du weisst nicht was noch kommt und welche rechtsstreitigkeiten euch noch bevorstehen. mach es damit du am ende nicht vor einen scherbenhaufen stehst weil du nix mehr hast und auch alles privat den bach runtergeht. sichere dich vor der privaten haftung ab und gründe die GmbH.

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