Antrolaterale Kapselrekonstruktion am rechten Ellenbogen

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Die Frage hier ist doch:

Was ist Arbeitsunfallfolge und was nicht? Zwei Dinge stehen im Focus, einmal eine (leider unbekannte) Diagnose welche direkt nach dem Unfall (bestenfalls durch einen D-Arzt oder ein Krankenhaus) festgestellt worden ist. Auf der anderen Seite eine Epicondylitis, eine landläufig als Tennisarm bezeichnete Entzündung im Bereich des Ellenbogengelenkes.

Letztere ist praktisch nie eine Folge eines Unfalls, egal ob privat oder Arbeitsunfall. Dabei kann der Unfall aber eine bereits vorhandene Erkrankung wie die Epicondylitis erst zum Ausbruch bringen, sie tritt erst nach dem Unfall klinisch in Erscheinung. In solchen Fällen spricht man von einer Gelegenheitsursache. Eine traumatische Epicondylitis kommt nur dann in Frage wenn ein enger zeitlicher Zusammenhang bestand und der Unfallhergang dazu passt (stumpfe, direkte Gewalteinwirkung auf die Außenseite des Ellbogengelenkes mit deutlicher Weichteilschwellung, Bluterguss, Prellmarken etc.).

In einer ersten Reaktion wird die BG einen Zusammenhang zwischen den Arbeitsunfall und der Epicondylitis ablehnen. Was aber nicht bedeutet das es keinen gibt, die Feststellung solltet ihr allerdings beantragen und durch einen Gutachter prüfen lassen. Die Kosten dafür trägt die BG im Rahmen eines normalen Feststellungsverfahrens. Wahrscheinlich ist der Zusammenhang allerdings nicht.

Ein Urteil des LSG Berlin-Brandenburg zum Thema zum Nachlesen:

https://www.jusmeum.de/urteil/lsg_berlin-brandenburg/b1879a397fa30356d300039e9e9e2ed7846b9a3936351a7708801f8716850120?page=5

Was möchtest Du wissen?