Antrag zur ordentlichen Eigentümerversammlung wird von der Hausverwaltung abgelehnt. Was tun?

5 Antworten

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Es kommt darauf an welche Beschlussanträge Du gestellt hast. Sind diese für die WEG von Wichtigkeit muss der Verwalter diese mit auf die Tagesordnung setzen. Verwalter und Beirat können das nicht selbstherrlich ablehnen.

Ende Dezember ist für eine Versammlung ohnehin sehr spät und es fällt damit auf, dass die Verwaltung nicht rechtzeitig koordinieren kann und Probleme mit der ordnungsgemäßen Verwaltung zu haben scheint.

Eine Versammlung darf nicht zu Unzeiten abgehalten werden. Bezüglich Deiner TOP´s empfehle ich, zunächst den Beirat anzuschreiben und um Begründung zu bitten, warum diese nicht mit aufgenommen werden. Danach kannst Du diese Punkte (Beschlussanträge) ggf. noch gerichtlich auch nach der Versammlung durchsetzen, bei Dringlichkeit sogar mit außerordentlicher Versammlung. Wenn der Verwalter Deine TOP´s zu unrecht nicht mit auf die Tagesordnung nimmt, kann man ihn für dieses Fehlverhalten abmahnen und im Wiederholungsfall abberufen. Hierzu solltest Du Dich mit einem Fachmann besprechen damit Du keine Fehler machst.

Weitere Hinweise haben andere bereits gegeben.

Der Verwalter schlägt die Tagesordnung vor.

Da Tagesordnungspunkte, die erst in der Versammlung mit aufgenommen werden (z. B. durch einen entsprechenden Geschäftsordnungsantrag), regelmäßig anfechtbar sind, weil sie für die Wohnungseigentümer überraschend kommen und die nicht anwesenden Wohnungseigentümer in ihren Rechten benachteiligt sind, ist die Festsetzung der Tagesordnung der Verwaltung auch immer gleichbedeutende Bestimmung für die konkrete Versammlung.

Allerdings können Wohnungseigentümer auch beantragen, Tagesordnungspunkte aufzunehmen, wenn diese ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen. Der Verwaltungsbeirat hat diesbezüglich gar nichts zu melden, geschweige denn (mit-) zu entscheiden. Ob die von dir beantragten Punkte ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen, obliegt zunächst der Beurteilung des Verwalters.

Wenn dieser die Punkte nicht mit aufnimmt, kannst du ihn mittels Minderheitenquorum zwingen. Hierzu musst du deinen Antrag von mehr als 25 % der Wohnungseigentümer unterschreiben lassen und dies dann der Verwaltung zustellen.

Weigert er sich dann immer noch, kann der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats zu einer außerordentlichen Versammlung einladen und diese Punkte behandeln. Weigert auch dieser sich (was in der Regel der Fall ist, weil die Beiratsvorsitzenden damit überfordert sind), bleibt nur der Gang zu einem Anwalt und über das zuständige Amtsgericht.

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Nehmen wir an meine Punkte, die abgelehnt wurden, entsprechen ordnungsgemäßer Verwaltung und sie sind fristgerecht gestellt. Dann brauche ich doch kein Minderheitenquorum, damit meine Punkte aufgenommen werden? DAnn brauche ich eigentlich nichts weiter tun als die Verwaltung über ihr pflichtwidriges Verhalten aufzuklären und falls sie weiter auf stur stellen und meine Punkte nicht aufgenommen werden zum zuständigen Amtsgericht gehen und die entsprechende Eigentümerversammlung anfechten?

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@mastoidesu03

Fast richtig.

Eine Eigentümerversammlung kann man nicht anfechten, sondern nur die dort gefassten Beschlüsse.

Wenn sich der Verwalter weigert, geh zum Anwalt und der soll eine Verpflichtungsklage gegen den Verwalter führen.

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Weder der Verwalter noch der Beirat hat darüber zu befinden, was als TOP zugelassen wird.

Die Versammlung ist eine Meinungsbildung und - austausch und hier wird über einen Beschluss festgelegt was weiter passiert. Ich vermute mal, dein TOP ist nicht absoluter blödsinn, dann kannst du deine Angelegenheit begründen und dannzeigt sich ob sich eine Mehrheit findet oder nicht.

Hausverwaltung Probleme, Eigentümerversammlung, Anfechtung - HILFE!

Hallo Leute,

ich habe schon seit langer Zeit Probleme mit meiner Hausverwaltung. Leider ist es immernoch so, dass die meißten anderen Eigentümer sehr eingeschüchtert sind vom Auftreten des Hausverwalters. Ich will mir aber dessen Gebahren nicht bieten lassen.

Akut ist gerade folgendes Problem:

ich habe mehrere Tagesorndungspunkte rechtzeitig beim Verwalter abgegeben. Einige meiner Tagesordnungspunkte hat er folgendermaßen in die Einladung aufgenommen:

Meine Briefe und eMails wurden als Kopie der Einladung angehängt und in die eigentlich Einladung ein TOP eingefügt, in dem darauf verwiesen wird, dass ich Punkte eingebracht habe. Unter anderem mit folgendem Text: "Die verschiedenen Sachverhalte können besprochen werden und soweit gewünscht kann hierzu eine Beschlussfassung durch die Eigentümer erfolgen" ... (bitte den Wortlaut beachten mit "können" und "kann" !!!)

Nur erstens meine Frage: Ist dies so überhaupt rechtens? Muss der Hausverwalter meine Tagesordnungspunkte nicht in einer vernünfttigen Art und Weise aufnehmen? Ist es Rechtens, dass er meine Punkte als "Optionen" hinstellt? Außerdem hat er mit den kopierten Schreiben meine Privat-eMail Adresse und andere private Daten öffentlich bekannt gegeben? Ist das Rechtens? Ich fühle mich denunziert!

Außerdem wurden mehrere meiner TOPs nachweislich (!) vollkommen ignoriert, weil sie die Hausverwaltung in Erklärungsnot bringen könnten. Diese sind überhaupt nicht aufgenommen worden!

Meine TOPs sind alle mit trifftigem Hintergrund, also "besprechungswürdig" für alle Eigentümer. Dies schließe ich also als Grund für die Nichtaufnahme aus.

Kann mir jemand sagen, was es mich kosten wird, wenn ich beim Gericht Einspruch erhebe? Ich habe leider wenig Geld und kann mir möglicherweise Gerechtigkeit nicht leisten !!! :-(

Ich brauche Eure Hilfe !!! Danke !!!

(ich bin verzweifelt, weil die anderen Eigentümer Entschuldigung ihr Maul nicht aufkriegen, sobald sie vor dem Hausverwalter stehen. Sonst beschwert sich aber auch jeder über ihn!)

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Eigentümerversammlung mehrmals verschoben, Verwaltung erfüllt Pflichten nicht

Ich brauche eure Hilfe. Ich bin Eigentümer einer Neubauwohnung mit 18 Einheiten. Wir haben große Probleme mit unserer Hausverwaltung. Unsere letzte Eigentümerversammlung war im Sept 2010. Die Versammlung in diesem Jahr wurde auf mehrmaliges Nachfrage auf einen bestimmten Zeitpunkt angedacht, wurde aber immer wieder verschoben. Gründe lagen in fehlerhaften Abrechnungen und Unstimmigkeiten bei den Verteilerschlüsseln. Unsere Verwaltungsbeiräte haben bereits alle Unterlagen zur Rechnungsprüfung erhalten und mussten die Ordner bereits zweimal wieder zurückgeben, da Fehler zu finden waren. Die ordentliche Versammlung ist jetzt im Januar 2012 angedacht. Eine Einladung habe ich jedoch noch nicht erhalten. Außerem bin ich mit der Verwaltung nicht zufrieden, da man auf schriftliche Anfragen oft keine oder sehr spät eine Antwort bekommt. SIe kommt nicht ihren Pflichten nach und kümmert sich nicht um Baumängel (Überwachung des baulichen Zustands, Überwachung von Arbeiten und Abnahme von Arbeiten).

Was kann ich/Eigentümergemeinschaft tun? ISt die Verwaltung verpflichtit einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung zu machen? Es gäbe nämlich hier wichtige Fragen zu klären, wegen Mängel am Gemeinschaftseigentum? Muss ich mein Hausgeld noch überweisen? Kann eine außerordentliche Eigentümerversammlung einberufen werden?

Vielen Dank für die Hilfe Daniel

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