Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente - Hilfe gesucht

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Hallo trolet,

Fazit zu meinen vorherigen Ausführungen:

Wenn jemand (so wie Sie Ihren Fall beschreiben), gesundheitlich angeschlagen ist und jahrelang seine Pflichtbeiträge in das System entrichtet hat, dann soll er auch auf seine Rechte pochen und seinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente einreichen!

Allerdings scheitern viele Anträge auf Erwerbsminderungsrente, weil diese Anträge nicht richtig vorbereitet werden und weil die dringend notwendigen Fakten fehlen!

Es macht überhaupt keinen Sinn, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente einzureichen ohne entsprechende, glasklare Nachweise beizufügen!

Aus diesen Nachweisen (aktuellste fachärztliche Atteste, Entlassungsberichte, Gutachten) muß zweifelsfrei ersichtlich sein, aus welchen Gründen, wie und weshalb die noch vorhandene Restleistungsfähigkeit auf unter 6, bzw. noch besser, auf unter 3 Stunden auf Dauer, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

Richtig ist, REHA geht vor Rente!

Wer aber seine REHA mit dem Status "Arbeitsunfähig" antritt und die oben angeführten Nachweise bereits vor Antritt der REHA beibringt, der kann auch damit rechnen, daß sich die Mediziner der Rentenversicherung diesen bereits vorhandenen, ärztlichen Aussagen anschließen!

In der Regel werden diese Nachweise dann auch im REHA-Entlassungsbericht berücksichtigt und finden auch Berücksichtigung in der Bewertung der noch vorhandenen Restleistungsfähigkeit!

Sind keine derartigen Nachweise vorhanden ist es für die Rentenversicherung leicht, eine noch höhere Restleistungsfähigkeit zu attestieren und den Antrag abzulehnen!

Über"Eines" müßen Sie sich aber von Anfang an klar werden:

Sie persönlich müßen genau wissen, was Sie wollen!

Sie müßen sich entscheiden:

Wollen und können Sie weiterarbeiten oder aber Sie wollen die Erwerbsminderungsrente durchsetzen.

Beides zu gleicher Zeit geht nicht!

Die Rentenversicherung wird ggf. erst einmal Ihren Antrag ablehnen.

Das ist durchaus nicht ungewöhnlich und oft eine Art Schachzug um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Viele Leute geben dann bereits auf und die Rentenversicherung hat Ihr Ziel dann erreicht.

Wird ein Antrag abgelehnt, erhält der Antragssteller eine Widerspruchsfrist von 4 Wochen und hat dann Gelegenheit, seinen Widerspruch zu begründen!

Spätestens bei der Widerspruchsbegründung sollte aber unbedingt ein kompetenter Rechtsbeistand hinzugezogen werden, welcher alle juristischen Feinheiten mit einfließen läßt!

Meist wird die Rentenversicherung auch diesen Widerspruch ablehnen und dann landet das Verfahren vor dem Sozialgericht.

Betroffene haben oft zu Unrecht Angst vor dem Sozialgericht!

Das Sozialgericht setzt sich in der Regel aus einem hauptamtlichen Richter und 2-3 Ehrenamtlichen Richtern zusammen.

Das Sozialgericht ist "Parteiunabhängig" und verpflichtet, die Beweissicherung zu ordnen und zu forcieren und da geht es bis ins Detail!

Bei unklarer Beweislage wird das Sozialgericht gerichtlich bestellte Gutachter mit einem neutralen oder je nach vorhandenen Krankheiten mehreren neutralen Fachgutachten beauftragen.

Diese gerichtlichen Fachgutachten werden dann den Gutachten der Rentenversicherung gegenüber gestellt!

Oft kommt der Antargssteller dann auf diesem Weg zu seinem Recht und zu seiner Erwerbsminderungsrente.

Manchmal ergibt sich bei den GUTACHTEN eine Pattsituation.

Dann hilft oft nur noch ein fachübergreifendes Privatgutachten, welches aber gerichtlich genehmigt werden und vom Antragssteller finanziert werden muß!

Tipp:

Wer ein Sozialgerichtsverfahren auf sich zukommen sieht, der tut sehr gut daran, öffentlichen Sitzungen der Sozialgerichte beizuwohnen.

So bekommt man ein Gespür dafür, wie dort der Ablauf ist und mit welchen Argumenten die Rechtsanwälte der Rentenversicherung agieren.

Daraus wiederum kann man wichtige Rückschlüße auf seinen eigenen Fall ziehen und eventuell noch fehlende Fakten beibringen.

In diesem Sinne viel Erfolg und beste Grüße

Konrad

Das Kriterium für eine Erwerbsminderungsrente liegt aber leider bei 6 Stunden pro Tag. Wenn du diese in irgendeiner Arbeit noch ausführen kannst, bist du nicht anspruchsberechtigt.

Aussteuerung der Krankenkasse heißt, dass diese höchstens 78 Wochen Krankengeld zahlt. Die 6 wöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers zählt mit. Wenn die 78 Wochen um sind, und du immer noch arbeitsunfähig bist, kannst du nur Grundsicherung beantragen (Hartz IV)

Für deine Rente werden z.Zt. immer noch Beiträge entrichtet. Erst wenn du die Grundsicherung erhältst, zählt zwar die Wartezeit weiter, (Arbeitslosigkeit ohne Bezüge), es werden aber keine Beiträge mehr entrichtet.

Stelle einfach einen EU-Antrag, dann wirst du neu begutachtet und es wird entschieden. Es gibt aber auch Broschüren über die EU-Rente. Sowas müßte es bei der entsprechenden Rentenversicherung geben. Ich habe meine Broschüre mal beim Versorgungsamt bekommen, die lag dort im Wartebereich. www.bbv.de/online-rechner/berufs-_erwerbsunfaehigkeit

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Erwerbsunfähigkeitsrente gibt es nur noch für "Altfälle"

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Krankenkasse nach Ablauf Arbeitslosengeld 1 ohne weiteren Anspruch auf Arbeitslosengeld 2

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