Antrag auf Insolvenzverfahren durch Zahlung einstellen?

2 Antworten

Wenn du bezahlst, bevor das Verfahren eröffnet wird, wird der Antrag unzulässig. Das gilt aber nur, wenn innerhalb der letzten 2 Jahre kein Antrag gestellt war. Siehe auch § 14 InsO.

Die Zahlung würde sich zumindest anbieten.
Eine Prüfung ob eine Insolvenz vorliegt wird jetzt aber eh durchgeführt.

Das kann ich jetzt auch nicht mehr verhindern?

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Kostenrechnung aus der Insolvenz gerechtfertigt?

Eine Bekannte hat eine Rechnung der Landesjustizkasse Rheinland-Pfalz erhalten.

Hier werden ihr die Kosten aus einem beendeten Insolvenzverfahren von 2009 in Rechnung gestellt.

Die Staatskasse macht die gestundeten Kosten i.H.v. 2904,31 Euro geltend und hat folgende Posten aufgelistet:

Schlüssel:

2310 Verfahren über den Antrag des Schuldners auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens 10,00 Euro

2320 Durchführung des Insolvenzverfahrens 10,00 Euro

9004 Auslagen für öffentliche Bekanntmachungen 5,00 Euro

9017 An Insolvenzverwalter zu zahlende Beträge 2879,31 Euro

Können die Kosten in Höhe von 2879,31 Euro an den Insolvenzverwalter tatsächlich so hoch sein bzw. sind sie gerechtfertigt.

Bitte nur qualifizierte Antworten, wer sich bisschen mit der Thematik auskennt. Eine Erinnerung ist natürlich statthaft bei der Staatskasse, aber ich wollte erst mal hier eure Meinungen hören.

Danke

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Im Privatinsolvenzverfahren eine freiberufliche Nebentätigkeit ausüben?

Guten Tag,

Person A befindet sich im Insolvenzverfahren (nach Prüfungstermin, vor Schlusstermin) und arbeitet angestellt (hier Lohnpfändung über AG).

Person A möchte zusätzlich freiberuflich (Honorarbasis) arbeiten ohne ein Gewerbe anzumelden. Es besteht kein finanzielles Risiko, da keine Verbindlichkeiten oder Aufwendungen geleistet werden müssen. Person A plant einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung mit Wunsch nach Kleinunternehmerregelung an das Finanzamt zu schicken, um die Rechnungen ohne Umsatzsteuer auszustellen.

Person A möchte seine Kunden die kompletten Honorare direkt auf das Verfahrenskonto überweisen lassen und die Einkommenssteuervorrauszahlungen vom privaten Konto an das Finanzamt senden. Eine Überweisung der Honorare an das private Konto und Weiterleitung an das Verfahrenskonto würde den Verfügungsrahmen des privaten Kontos (Pfändungsschutzkonto) zu sehr belasten.

1.) Was spricht gegen dieses Vorgehen?

2.) Kann der Insolvenzverwalter eine freiberufliche Beschäftigung auf Honorarbasis (ohne Risiko) im Insolvenzverfahren vor der Wohlverhaltenszeit untersagen?

3.) Ist eine Freigabeerklärung vom Insolvenzverwalter ans Insolvenzgericht notwendig?

4.) Wenn das Insolvenzgericht die Freigabeerklärung bekannt gibt, wer wird konkret angeschrieben, bzw. wo wird es veröffentlicht?

5.) Ist eine Restschuldbefreiung bei Begleichung aller angemeldeten Verbindlichkeiten und Verfahrenskosten auch vor Schlusstermin im Insolvenzverfahren möglich?

6.) Sollte es vor dem Schlusstermin zu einer Restschuldbefreiung kommen, werden Gläubiger, die Ihre Forderungen bis hierhin (ca. 4 Monate nach Prüfungstermin) nicht angemeldet haben und hatten noch einmal angeschrieben?

7.) Wird der Schlusstermin bei Restschuldbefreiung (während des Insolvenzverfahrens) vorgezogen und bis wann haben Gläubiger in diesem Fall noch Zeit, Forderungen anzumelden?

8.) Unwahrscheinlich dass es die Möglichkeit gibt, aber dennoch: Sind private Schenkungen per Überweisung im Insolvenzverfahren erlaubt oder rechtlich problematisch, ggf. sogar direkt auf das Verfahrenskonto?

Alle Fragen sind nach langer Suche im Internet und Fragen an Beteiligte offen geblieben. Freue mich auch auf Teilantworten. Danke und einen Schönen Sonntag!

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