Antrag auf Ausweis für Behinderung?

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11 Antworten

Erhöhte Krankentage sind kein Anlaß für einen Schwerbehindertenausweis. Um einen solchen zu erlangen müssen ganz konkrete Erkrankungen bzw. körperliche Einschränkungen vorliegen.

So vage wie Du Dich hier zum Thema Erkrankung äußerst, wirst Du nicht einmal die Chance  haben 30% zu erreichen .

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@ maggylein

Wenn du keine Krankheit hast, die erkennen lässt, dass du das Recht auf einen Schwerbehindertenausweis hast,

für was willst du dann einen Antrag wegen Behinderung stellen?

Nur weil du mehr Krankheitstage hast als erlaubt, bekommst man auch noch keinen Ausweis.

Du musst erst mal einen Antrag bei deinem Versorgungsamt beantragen. Dann darfst du du bei sämtlichen Ärzten eine Rundreise antreten, mehrere Untersuchungen über dich ergehen lassen, die dir alle deine Krankheit oder mehrere bestätigen, die es dir nicht möglich machen, weiterhin am Arbeitsleben teilzunehmen.

Dann liegt es am Rentenversicherungsträger, ob dort die Stelle die deinen Antrag bearbeitet, überhaupt der Meinung ist, dass du einen Ausweis brauchst. IN den meisten Fällen wird heute erst mal abgelehnt.

Wenn jemand einen Ausweis mit 50% bekommt, ja dann muss man das beim Arbeitgeber angeben.

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Kommentar von turnmami
20.06.2016, 12:47

der Rentenversicherungsträger macht hier gar nichts. Das macht das Zentrum für Familie und Soziales (Versorgungsamt) ganz alleine

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Kommentar von Tschoo
20.06.2016, 13:00

Hallo Turbomann!

Dadurch dass man viel schreibt, wird's nicht richtiger.

1) du kannst nicht beurteilen, welche Krankheit erkennen läst, ob ein´Recht aus einen SB-Ausweis besteht.

2) Krankheitstage hat man -- da gibt es keine "erlaubt"-Grenze

3) Rundreise muss nicht sein, alles eine Frage der Organisation

4) Rentenversicherungsträger hat überhaupt nichts damit zu tun

5) Beim Arbeitgeber muß ich nichts angeben

--> aber nicht traurig sein, mit Versorgungsamt hast du Recht!!

Immerhin 1 von 6 möglichen Punkten , du hast die Chance dich zu verbessern

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wegen erhöhter krankentage bekommst du  so was eher nicht - da muss schon eine krankheit oder eine erhebliche behinderung vorliegen. ich hatte z.b. schon krebs ( geheilt )  habe ein künstliches kniegelenk, eine versteifung im nacken und 2 bandscheibenvorfälle - da gabs nix von wegen % - ich hatte bei, krebs mal 60% , die hat man mir wieder gestrichen

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Bevor du einen Ausweis beantragst, solltest Du erst mal den Grad der Behinderung (GdB) feststellen lassen. Ausweis gibt es erst ab 50% (ab da zählt man als schwerbehindert). Allerdings muss schon einiges zusammen kommen, um 50% zu erreichen. Unter 50% gibt es auch keine Vorteile (d.h., der einzige Vorteil ist, dass man es nicht angeben muss).

Bei der Suche nach einem neuen Job kann sich eine Schwerbehinderung durchsaus als nachteilig erweisen. Im öffentlichen Dienst ist es allerdings eher ein Vorteil. 

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Nur wegen erhöhter Anzahl an Fehltagen wegen Krankheit wirst Du nicht mehr als 0 GdB bekommen. Man muss schon eine chronische Erkrankung oder eine körperliche/geistige Behinderung bzw. erhebliche Einschränkung haben, um einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen. Man muss bei Bewerbungen nicht unbedingt den GdB angeben. 

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Du musst das nicht angeben. Jedenfalls nicht,w enn es nicht unmittelbar die Fähigkeit für den Job betrifft.

http://www.myhandicap.de/jobboerse/arbeitsuchende/bewerbung/handicap-erwaehnen/


Z.B. brauche ich nicht angeben,d ass ich 30 GdB  habe (müßten eigentlich 50 sein,a ber ich war zu platt für Widerspruch),w enn ich im Büro sitze.. da juckts keinen, ob ich nen schlechtes Gleichgewicht habe und mein einer Fuss manchmal spinnt.


Als Dachdecker sollte ich es unbedingt sagen, sonst mach ich noch nen Abgang vom Gerüst.

Apropos, Dir ist klar, dass Du einen besseren K-Schutz hast, aber nicht unkündbar bist mit einem GdB? Da vertun sich viele.

Und mehr Urlaub hast Du erst ab 50 GdB. Auch w enn Du niedriger liegst, aber gleichgestellt bist, hast Du keinen höheren Urlaubsanspruch (aber eben einen etwas besseren K-Schutz. Wie gesagt: unkündbar nie).


Ich selber wie gesagt 30. Gebe ich wenn, n ur an,w enn ich mich mal wieder auf öffentlichen Dienst bewerbe. Sonst nicht. Aber selbst da überlege ich immer, eben weil es keine 50 sind.

Die Vorteile wie mehr Urlaub kriegst Du natürlich nur,w enn Du es dem AG mitteilst (und über 50 GdB bist).

Es ist ein ziemliches Vabanque-Spiel.. wirklich raten kann man da erfahrungsgemaess nicht.

Freundin hat noch gar keinen GdB, hat jetzt 2 Jahre im Job hinter sich, ist unbefristet.. udn wid jetzt einen Antrag stellen,d as dann auch dem AG mitteilen.


Ich selber habe bei mir festgestellt: nachdem ich 3 Kündigungen wegen nur rauskommener Diagnose erlebt habe.. habe ich im jetzigen Job eisern die Klappe gehalten. Und bin mehrfach verlängert worden, sowie 2014 unbefristet übernommen.


Hätt ich es drauf ankommen lassen wollen? Ehrlich gesagt: nein.


http://karrierebibel.de/bewerben-mit-behinderung/


Zitat meines Neurologen,a ls ich mal auf das Thema kam: so lange sie nicht 50 GdB haben und/ oder sich für ÖD bewerben.. einfach nix sagen.

http://www.gloistein-partner.de/die-frage-nach-einer-schwerbehinderung-im-vorstellungsgespraech-was-muessen-arbeitnehmer-und-arbeitgeber-beachten


Und eigentlich stehe ich auf ehrlich von Anfang an.. aber man macht halt so seine Erfahrungen. In einem Job, da war ich noch 1a zu Fuss, wurde auf Mitarbeiterformular (Vertrag hatte ichs chon) nach GdB gefragt.. da hatte ich n ur 20 und flitzte jeden Tag 5h im Service.

War aber trotzdem das relativ baldige Ende vom Lied, die fühlten sich trotz allem beschummelt und kündigten natürlich innerhalb Probezeit. MAcht nicht grad glücklich.


deshalb: gutn überlegen und ganz Deine eigene Entscheidung fällen.

Es gibt auch Leute, die fahren mit sofort reinen Wein einschenken super.

Für GdB müssen natürlich wirkliche Beeinträchtigungen vorliegen, (Gehstrecke, Belastbarkeit..).. "nur" mehr Fehltage zählt da nicht.



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Für den GdB musst Du schon eine irgendwie gartete Behinderung haben. Sie muss nicht sichtbar, aber vorhanden sein.

Ich z. B. gelte als einäugig (sehe fast nichts auf em linken Auge) und habe dafür einen GdB von 30 bekommen.

Du musst Deinem AG nichts davon sagen, bekommst aber - wenn Dir ein GdB zugestanden wird - auch keine Steuervorteile.

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Nur weil du des Öfteren krank bist bekommst du keinen GdB. Es ist heutzutage auch nicht mehr so einfach, dass einem dieser zuerkannt wird. Dazu musst du schon sehr körperlich beeinträchtigt sein.

und nein du musst ihn bei Bewerbungen nicht angeben. Lohnt sich aber häufig, da (auch in meinem Betrieb) diese bevorzugt eingestellt werden. 

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Wegen erhöhter Fehltage durch Krankheit bekommst du unter Garantie keinen Schwerbehindertenausweis.

Um einen schwerbehindertenausweis zu erhalten, musst du schon erhebliche Einschränkungen in der Mobilität vorzeigen können und durch diese Einschränkungen in der Bewältigung deiner Alltagsangelegenheiten sehr stark eingeschränkt werden.

Solltest du einen Schwerbehindertenausweis erhalten, was ich nicht glaube - in meinen Augen ist das eine Erschleichung von Sozialvorteil, musst du den Grad der Behinderung deinem AG benennen.

Lese einmal hier was du alles haben musst um einen SBA zu bekommen:

http://www.mittelstand-und-familie.de/assets/Uploads/LeitfadenSchwerbehinderung.pdf

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Kommentar von Tschoo
20.06.2016, 13:06

Mal ehrlich -- was habe ich für echte "Vorteile" (korrekt ist heist es Nachteilsausgleich), dass ich es als "Erschleichung von Sozialvorteil" bezeichnen kann???

Fängt an mit einem höheren Bedarf an Zeit, damit ich überhaupt aus dem Haus kann, vermehrte Arztbesuche (auch viel Zeit), daneben vermehrte Krankenhausbesuche und höheren Arzneibedarf -- kostet alles, aber wegen der Schwierigkeiten bei Arbeitsuche, gehört diese Menschengruppe sicher nicht zu den Winnern im Leistungssystem.

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Hallo maggylein,

Sie schreiben unter anderem:

Antrag auf Ausweis für Behinderung?

Antwort:

Die Behinderung/Schwerbehinderung wird in Grad der Behinderung (GDB) ausgewiesen und niemals in Prozent!

Behinderung liegt vor bis unter GDB 50!

Schwerbehinderung liegt vor ab GDB 50 bis maximal GDB 100!

Aktuell steht bei mir die Frage an ob ich ggf. einen Antrag auf einen Ausweis wegen Behinderung stelle (keine sichtbare Behinderung allerdings erhöhte Krankentage). 

Antwort:

Grundlage für die Beurteilung des GDB sind die versorgungsmedizinischen Grundsätze mit den GDS/GDB-Tabellen!

Das zuständige Versorgungsamt veranlaßt eine Überprüfung und Bwertung der eingereichten medinzinischen Nachweise (Arzt + Entlassungsberichte) = den Inhalt der eigenen Krankenakte und fordert von Ärzten ggf. ergänzende Nachweise an!

Es müßen dauerhafte Schädigungen von mindestens 6-Monaten ohne Aussicht auf Besserung vorliegen, sonst wird in der Regel kein GDB vergeben!

Schwerbehindertenausweis wird erst ab GDB 50 ausgestellt!

Zuerst muß die eigene Krankenakte auf Vordermann gebracht werden, denn die meisten Verfahren erfolgen nach Aktenlage!

Krankentage alleine bringen in der Regel keinen GDB, schon gar nicht über GDB 50 und höher!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/k710-versorgundsmed-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

http://www.betanet.de/download/tab3-gdb-nachteilsausgl4.pdf

Ich kenne die Vorteile wie Kündigungsschutz und mehr Urlaub. Habe aber Bedenken falls irgendwann mal ein Arbeitgeberwechsel bzw Jobwechsel ansteht. 

Antwort:

Wie stellen Sie sich denn das in der Praxis dann vor?

Was nutzt Ihnen dann der Schwerbehindertenausweis, sofern Sie denn einen erhalten, wenn Sie diesen bei Ihrem Arbeitgeber nicht vorlegen?

Sie bringen sich ggf. in Erklärungsnot, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt, aus welchen Gründen auch immer, Nachteilsausgleiche beim Arbeitgeber geltend machen wollen!

Des weiteren gibt es sicherlich Berufe, wo eine Schwerbehinderung Konflikte mit der zuständigen Berufsgenossenschaft im Zusammenhang mit Unfallverhütung usw. auslösen kann!

Wie ist das wenn ich zb 50% bekommen würde.

Antwort:

Nicht 50 %, sondern ausschließlich GDB 50....!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/9196/der_schwerbehindertenausweis

Muss ich das bei einer Bewerbung angeben? Wenn ja... hab da dann bestimmt schlechtere Chancen oder gibt's da Erfahrungen?

Antwort:

Wie bereits weiter oben beschrieben, bringen Sie sich durch "Nichtangabe einer Behinderung/Schwerbehinderung" früher oder später in Erklärungsnot, spätestens dann, wenn auf Grund der Schwerbehinderung Arbeitseinschränkungen oder andere Komplikationen auftreten!

Dies ist unabhängig von schlechteren Chancen bei der Arbeitsplatzfindung zu sehen, denn der Arbeitgeber hat ein moralisches Anrecht auf Wahrheit und Klarheit, wie Sie dies ja auch von Ihrem Arbeitgeber erwarten! Versetzen Sie sich bitte in die Lage Ihres Arbeitgebers!

Wenn nein welche Konsequenzen hat das dann? Ist es ne Art Betrug oder Irreführung?

Antwort:

Zumindest zerstört ein derartiges Verhalten das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitsnehmer und in gewissem Sinne ist es arglistige Täuschung und Irreführung, je nach speziellem Einzelfall!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad 

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Natürlich musst du einen GdB bei einer Bewerbung angeben!

Ansonsten kann dich dein Arbeitgeber wegen Täuschung sofort entlassen!

Allerdings braucht man schon einiges an "Behinderung" um auf einen GdB von 50 zu kommen. Nur mehrere Krankentage bringen für einen GdB überhaupt nichts!

Du brauchst eine dauerhafte Einschränkung!

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Kommentar von Heidrun1962a
20.06.2016, 12:53

Nein, einer wird gezwungen dieses anzugeben.

Eine Entlassung daraus kann hieraus auch nicht entstehen. Ebenso kann der ausweis ja auch jederzeit zurück gegeben werden. 

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