Antifa u. Islamismus?

9 Antworten

Die Antifa ist keine homogene Gruppe, was bedeutet, dass da sehr viele Meinungen zusammen kommen.

Aber grundsätzlich ist man als Antifaschist*in auch gegen den Islamismus und den Salafismus.

Es gibt aber Gruppen, bei denen das verharmlost wird und wiederrum andere Gruppen, deren Kritik am Islam sich anhört wie eine AfD-Rede. 

Der Mainstream ist aber die Ablehnung des Islamismus, genauso wie die Ablehnung anderer rechter, faschistoider bis faschistischer Ideologien.


Danke für deine Antwort. Ich frage deshalb, weil ich zu diesem Thema noch keine Stellungnahme der Antifaschisten wahrgenommen habe.

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Die Antifa ist, wie Nationalsozialismus, Islamismus, Salafismus, eine extremistische Bewegung mit genau gleicher Funktionsweise, dem Alleinrechtsanspruch auf Wahrheit z.B., der Gewaltausübung, der Unterdrückung Andersdenkender, etc.

Letztlich ist das alles das Gleiche, ob da nun jemand aus Mein Kampf, dem Kapital dem Kroan oder woraus auch sonst vorliest und die jeweiligen Anhänger hauen aufeinander ein, die streiten sich nur untereinander, welches Buch jetzt das richtige wäre.

Das Gegenteil zu all diesen Strömungen heißt Freiheit.

Mich würde auch nebenbei noch interessieren, wie die Antifa zu Brustimplantaten, Tierversuchen und Zucker in der Indusrtrienahrung steht...

Die Antifa ist nunmal eine Ein-Themen-Bewegung. Die Mehrzahl ihrer Anhänger wird Islamisten und Salafisten vermutlich kritisch gegenüberstehen. Aber zum einen sind die schlicht nicht deren Thema und zum anderen ist das auch keine festgefügte Struktur mit verbindlichen Positionen für alle.

Faschismus sollte aber deren Thema sein, egal aus welcher ecke er kommt.

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@FreeScotland

ja. Aber es gibt keinen "Islamofaschismus". Es ist polemischer Unsinn, Auswüchse einner jahrhundertealten Religion mit einer politischen Strömung der Moderne begrifflich in Eins zu setzen. Das bringt keinnerlei Erkenntniswert, verstellt vielmehr den Blick für wesentliche Zusammenhänge und bedient nur den Polemikeifer rechtsextremiistischer Islamophober.

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"Die Antifa ist nunmal eine Ein-Themen-Bewegung."

Ja, aber wenn du dieses Thema so sehr einengst, dann wäre die Antifa ja eine etwas arg aktivistische Historiker-Kommission, die sich mit dieser Bewegung (dem Faschismus) in Italien zwischen 1918 und 1943 beschäftigen würde.

Schon der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus waren ja nicht identisch.

Erst recht wird es problematisch, wenn heutige "Bewegungen", die sich selbst nicht explizit auf den Faschismus oder den Nationalsozialismus berufen oder ihn sogar ausdrücklich ablehnen,
per Fremdzuschreibung dem "Faschismus" zugeordnet werden.

Es muss dann doch einige die Jahrzehnte und die Länder übergreifende Gemeinsamkeiten geben, die als Kriterien für den
"Faschismus" gelten sollen.

Alles, was mir dabei in Kopf kommt, ließe sich gut auf den extremistischen Islam anwenden, wobei der alltägliche politische Islam zu seiner "islamofaschistischen" Fraktion in etwa in einem Verhältnis stünde wie zur Weimarer Zeit der deutsche Nationalismus zu seinen radikaleren Auslegern.

Wenn die Antifa die Verhältnisse und ihren Namen ernst nähme, würde sie nicht etwa vor "Islamophobie" (also der gründlicheren Islamkritik) warnen (man stelle sich vor, sie würde vor "übertriebenem Anti-Nationalismus" warnen, weil ja Nationalismus nichts mit Faschismus zu tun habe!), sondern den politischen Islam
in seinen radikaleren Ausprägungen ins Visier nehmen.

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@Maxieu

Es stellt keine Einengung des Themas dar, wenn man nicht jede problematische und unliebsame Erscheinung aus rein polemischen Gründen als "Faschismus" tituliert.

Wenn das irgendwie sinnvoll und tatsächlich wissenschaftstheoretisch beründbar wäre, dann müsste man eher den Faschismus und seinen intellektuellen Vorläufer, den Konservatismus als islamistische bezeichnen. Schließlich ist das jja die historisch ältere Erscheinung.

Und spätestens an dieser Stelle sollte man erahnen könne, dass der Begriff "Islamfaschismus" keinerlei Erkenntnisgewinn produziert, sondern lediglich das Polemikbedürfnis islamophober Totalitaristen mit häufig eigenen rechtsextremistischen Nuancierungen bedient.

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