Antidepressiva wirkungsvoll?

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4 Antworten

Antidepressiva sind kein Wundermittel.

Sie wirken bei jedem anders und müssen daher nach trial & error ausprobiert werden. Das ist mühsam da die Wirkung erst nach ca 4 Wochen einsetzt.

Zudem wirken sie auch unterschiedlich dh einer fühlt sich emotionslos, einer ist froh die Symptome los zu sein, ein anderer hat starke Nebenwirkungen.

Jede pauschale Aussage ist sinnfrei und hilft dir nicht weiter.

Tnc61 15.12.2015, 20:40

ist es aber möglich, dass alle symptome beinahe verschwinden und man sich komplett normal/gut fühlt? bzw üblich?

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altgenug60 15.12.2015, 20:45
@Tnc61

Wenn das richtige Mittel gefunden wird, ist das sehr gut möglich! Dann ist es aber wichtig, dass man das Mittel keineswegs zu früh absetzt, sonst kann es leicht zu einem Rückfall kommen.

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Seanna 15.12.2015, 20:49

ist möglich. Dauerhaft hat das aber nur mit gleichzeitigem Therapie Erfolg bestand da man die Medikamente nicht ein Leben lang nehmen kann.

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Tnc61 15.12.2015, 21:01

aber ist das nicht so, dass depressionen dadurch enstehen dass dieser "Trauer Zustand" zum normal Zustand wird, weil wegen z.B. einer belastenden Situation das Gehirn so konditioniert wird und wenn man durchgängig antidepressiva nimmt, dann wird das Gehirn ja zurückkonditioniert womit dann das "Glücklichsein" wiedee zum normalzustand wird

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ich gebe dir nun eine etwas medizinische und weniger subjektive antwort:

antidepressiva wirken nach ca. 2-4 wochen täglicher einnahme. je nachdem wie langsam die dosis gesteigert wird ist die volle wirkung erst nach 3 monaten erruierbar.

antidepressiva sind in diverse kategorien unterteilt: neuere antidepressiva (SSRI, SSNRI, SNDRI), ältere antidepressiva (tri- bzw. tetrazyklische), atypische antidepressiva, mao-hemmer usw.

die schwere und die stärke der nebenwirkungen variert von person zu person. neuere medikamente sind in der regel von weniger vielfälltigeren und weniger stärkeren nebenwirkungen betroffen als die älteren. die meisten nebenwirkungen verschwinden nach 2-4 wochen, doch einige einschneidene wie z.b. libidoverlust (falls betroffen) können während der ganzen dauer der einnahme bestehen bleiben.

antidepressiva sind keine glückspillen. sie sind lediglich ab einer gewissen stärke der depressionen/angststörungen das kleinere übel. im idealfall sind alle symptome verschwunden, meist jedoch bleiben einige restsymptome bestehen.

nur ca. 30% aller patienten reagieren positiv und ausreichend auf das erste ihnen verabreichte medikament. rund 40 weitere % reagieren nach diversen medikamentenwechsel und/oder kombinationen. teilweise auch mit stimmungsstabilisatoren, neuroleptika usw. es bleiben also 30%, welche nicht oder nur stark unzureichend auf diese medikamente reagieren.

eine übersicht über alle antidepressiva und weitere infos findest du hier: http://www.deprohelp.com/medikamente2/

hoffe konnte weiterhelfen... lg

Meiner Meinung nach bringen diese nur was, wenn du auch dementsprechend psychologisch behandelt wirst. Ansonsten kriegt man nur einen total leeren Kopf und kümmert sich um nichts (war zumindest bei mir so). Außerdem ist man verdammt müde und kann aber gleichzeitig nachts nicht so gut schlafen. Letztendlich kommt es aber darauf an welche Erkrankung man hat und das kann am besten der Arzt feststellen. Eine Alternative zu Antidepressivern wäre das pflanzliche Mittel Johanniskraut. Bei allgemein schlechter Stimmung wäre das eine gute Option. Bei schweren Depressionen bezweifle ich jedoch das dieses auf die Dauer helfen kann.

Antidepressiva sind sehr gut wirksam. Allerdings wirken sie nicht sofort, das kann bis zu drei Wochen dauern, bis eine Besserung spürbar wird. Und es hilft auch nicht jedes Mittel bei jedem Patienten, manchmal muss man ein bisschen herumprobieren, bis das richtige Mittel gefunden wird.

Und natürlich sollte das Medikament auch nicht die einzige Säule der Behandlung sein. Eine Psychotherapie sollte schon dazukommen und möglichst viel Bewegung. Aber oft ist es eben so, dass man eben durch den Einsatzt von Medikamenten überhaupt erst wieder für eine Therapie zugänglich wird oder sich zu etwas Bewegung aufraffen kann. In schweren Krankheitsphasen geht das alles gar nicht, wenn man da niemanden hat, der sich um einen kümmert, verwahrlost man.

Alles Gute, es wird wieder besser!

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