Antidepressiva wenig Nebenwirkungen

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

antidepressiva haben ALLE nebenwirkungen. und oft nicht zu knapp.

wenn du daran denkst, dir antidepressiva verschreiben zu lassen, so solltest du daran denken, daß diese maximal dazu da sein können, dich aus dem ersten tief zu holen, dich wieder ein bißchen "aufzumöbeln" und dir neuen antrieb geben.den rest wirst du ganz allein und ohne medikamente machen müssen. denn depressionen kommen nicht von allein. und lassen sich auch nicht allein durch medikamente vertreiben. das ist ein leider weit verbreiteter irrtum. auch eine therapie kann nur unterstützen. der wichtigste part bleibt bei dir. denn depression kommt meistens daher, daß etwas ind er lebensführung nicht (mehr) stimmt und man sich so in eine (scheinbar) ausweglose situation manövriert (hat). diese situation muß man auflösen und neue wege finden. DAS ist die aufgabe, die einem die depression aufgibt. hast du für dich neue wege/ einsichten/ erkenntnisse gefunden, die dich aus dieser ausweglosen situation herausbringen, erst dann geht die depression vorbei und du wirst gesund. (dies gilt nur für ansonsten gesunde menschen, die nicht durch anderweitige krankheiten depressiv belastet sind, also physisch verursacht) wie die lösung aussiehst, mit der du die depression benden kannst, kann dir keiner sagen. das liegt bei dir, das heraus zu finden. manchmal sind die lösungen auch ganz einfach.

Wunderbarer Text - ganz dickes DH!!!

0
@Panikgirl

danke, da mußte ich leider auch erst selbst drauf kommen. und vorher durch die dicken vorurteile waten, die auch heute noch vehement verbreitet werden (gerade dieser tage mit dem tod von dem torwart) wir haben in diesem lande ein fettes gesundheitsproblem aufgrund überforderungen etc. und daraus resultierender "depressionen", aber es ist ein tabuthema, über das nicht offen gesprochen wird. und wenn dann mit diesem blödsinn, psychopharmaka und psychotherapie würden die "depression" quasi automatisch zum verschwinden bringen. (dabei gibt es z.b. selbst therapeuten, die erst recht zum problem werden können, depressionsverstärkend wirken etc. auch dieser automatismus therapie=heilung gilt so nicht, es hängt ganz wesnetlich vom therapeuten ab und ob die "chemie" stimmt.)

0

hallo gartenfee, erst mal danke für deine Mühe. Ich möchte dir nicht auf die Füße treten, dir aber doch noch ein paar Infos geben: Ich bin jetzt das 3. mal in Therapie (innerhalb von 11 Jahren)ich lasse es NIE soweit kommen, dass ich mir nicht mehr sebst helfen kann. Medikamente nehme ich ganz zum SCHLUSS, wenn nix mehr geht. Ich habe alternative Sachen wie Hypnose, Gesprächstherapie und Sport gemacht.ICh habe meine Einstellungen zu gewissen Dingen geändert und manche Sachen schmerzhaft über Bord geworfen.Die Depression habe ich durch körperliche Erkrankungen UND spychische Verletzungen bekommen. Ich tu sehr viel, um das zu verhindern. Leider werde ich in meinem Leben nicht immer um Medikamente herumkommen und nehme mir deshalb hier mal das REcht raus, mich zu informieren, ob es noch was besseres an Medikamenten gib, als das was ich habe und werde es mit meinem ARzt besprechen (er hat das das vorletzte Wort-das letzte habe ich). Wennich schon Medikamente nehmen muß, weil sonst nix geht,bin ich doch so egoistisch, das für mich verträglichste rauszusuchen.

1
@Rina1234

wenn du so viel für dich machst, ist das sicher das beste, was du für dich tun kannst. dann muß ich dir auch gar nicht viel erzählen. du hast ja eine menge erfahrung. und vermutlich auch schon einiges gelesen. das wußte ich nicht. sonst hätte ich anders geschrieben. in dem letzten gebe ich dir völlig recht. man muß keine unnötigen selbstexperimente machen. sondern wenn möglich im vorhinein entscheiden können, was vermutlich das beste ist für einen.

ich glaube, das wichtigste,w as du machen kannst,ist wohl, daß du es NIE so weit kommen läßt, daß du dir nicht mehr selbst helfen kannst. das ist doch, glaube ich zumidnest, schon das wichtigste, zumindest wenn man so lange betroffen ist mit depression.

hast du schon einmal daran gedacht, daß du vielleicht gar nichts dafür kannst, daß du depressiv bist. es wird auh diskutiert, daß es einflüsse gibt, die während der schwangerschaft der mutter passiert sind, oder auch währen der geburt, die eine hohe prozentzahl von später (dauerhaft) depressiven menschen nach sich ziehen. auch genetische prädispositionen von mutter und vater. wenn man alles getan hat und doch nicht völlig von der depression loskommt, dann kann das ja noch ein grund sein.

0
@gartenfee

das ist ja interessant, an sowas habe ich noch nicht gedacht. mir kommt da spontan eine Eingebung, als meine Mutter mit meiner älteren Schwester schwanger war, hat sich mein Vater einen Fehltritt geleistet., ich könnte mir vorstellen, dass meine Mutter bei der nächsten Schwangerschaft (meiner)panische Angst hatte, dass sich das wiederholen könnte. Zudem bin ich ein Kaiserschnittkind mit 2x Nabelschnur mit den Hals.

0
@Rina1234

genau, rina, das sind solche begebenheiten, die so was nach sich ziehen KÖNNEN (nicht müssen). wenn ich manchmal so lese, welche kleinen unglücke für ein langes leiden anch sich ziehen... familiäre konstellationen gehören übrigens auch dazu. weil du schreibst mit dem fehltritt deines vaters und der angst deiner mutter. ich bin ja auch kein fachmann (oder frau), habe mir auch nur viel angelesen, halte die ohren und augen offen bei gelegenheit, habe aber keine fundierte medizinische ausbildung. aber die drei dinge, die du schreibst (kaiserschnitt plus nabelschnur, vater fehltritt, mutter ängstlich) gehören zu denen, die depression der kinder nach sich ziehen können. wie gesagt können, nicht müssen.

aber mal ehrlich, gerade was die depression angeht, herrscht hier in diesem lande eine erstaunliche ahnungslosigkeit, auch bei ärzten, auch bei psychologen. vor allem angst davor, sich damit auseinanderzusetzen. was es einem nicht gerade erleichtert.

aber sieh es doch mal positiv (das wäre so eine "neue schiene", die die depressive mutlose verläßt): depression hat auch vorteile. z.b. in der stille der zurückgezogenheit zu erkenntnissen zu kommen, die anderen verweigert sind (weil diese sinnlos durch die gegend hetzen, wozu man selbst aber durch die depression nicht die kraft aufbringt) depression kann naben allem auch eine sehr gesunde reaktion sein. der körper (und die seele) reagiert nun mal auf ungewöhnliche situationen mit ungewöhnlichen maßnahmen (depression legt einen definitiv flach und zwingt einen damit zum ausruhen). das ist dann durchaus gesund.

0

Auch von mir ein riesen DH, hast du super beschrieben.

Lieber Gruss - Noona

0

Die neueren SSRI-Medikamente gegen Depression haben vergleichsweise wenige Nebenwirkungen. Spitzenreiter in der Verträglichkeit ist Citalopram. Gewichtszunahme kommt nicht vor, bei SNRI-Präparaten wie Venlafaxin kommt es eher zu Gewichtsabnahme.

Ich bin im Allgemeinen gut tablettenverträglich. Nebenwirkungen treten so gut wie nicht auf. Deshalb haben bei mir Antidepressiva nicht zu einer Gewichtszunahme geführt.

Was möchtest Du wissen?