Antidepressiva und Kiffen (THC)

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2 Antworten

Aaaaalso. THC ist ein psychoaktiver Stoff, das heißt zu gut Deutsch, dass Gefühle die Du hast, die Dich in Regung versetzen unter Einfluss von THC stärker ausfallen. Ich denke Du kannst Dir zusammenreimen was das heißt: Wenn Du psychisch gerade nicht so stabil bist, ist Kiffen im Prinzip das letzte was Du tun solltest, weil es Dich zusätzlich beeinflusst - bis aus der Bahn wirft. Verzichte darauf solange Du die Tabletten nimmst, die im Prinzip das Gegenzteil bewirken sollen. Damit fährst Du sicherlich besser.

Miketysonsvater 31.08.2013, 21:12

Danke für deine schnelle Antwort :) imprinzip hast du ja Recht.. Aber ich leide nicht unter psychische Depressionen sondern unter körperliche! Meinem Kopf geht es soweit gut, ich fühle mich zwar hin und wieder gestresst, aber lange nicht depressiv. Mein Arzt meine ich soll AD zu mir nehmen, damit ich mal abschalten kann damit mein KÖRPER sich erholen kann weil meine hormonwerte ziemlich im Keller sind. Mein Leptin wert z.B (der Wert der das Hungergefühl steuert), sollte um den Wert 6sein. Mein Wert ist auf 0.1 :( und ich habe ca. 11kg verloren

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Von der Webseite der "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin":

Cannabiskonsum ist mit DEPRESSIONEN assoziiert

In einer Übersicht von 14 Studien, die den Zusammenhang von Cannabiskonsum und DEPRESSIONEN untersucht haben, gab es ein gering erhöhtes Risiko von 17 % für alle Cannabiskonsumenten und von 62 % für starke Konsumenten. Es ist aufgrund der Daten unklar, ob Cannabis DEPRESSIONEN verursacht, oder ob sich die Konsumenten selbst behandeln oder ob es andere Gründe für diesen Zusammenhang gibt. Die Autoren folgerten, dass "es einen Bedarf an weiteren langzeitigen Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und der Entwicklung einer Depression gibt, insbesondere wenn man die kumulative Exposition mit Cannabis und mögliche wichtige Einflussfaktoren berücksichtigt". Zentrum für Abhängigkeit und Psychische Gesundheit, Toronto, Kanada. Lev-Ran S, et al. Psychol Med, 24. Juni 2013:1-14. [im Druck]*

Als Patient/Konsument, der trotz physischer Depression nicht auf Cannabis verzichten möchte, gilt es im Selbstversuch herauszufinden wie auf die verordnete Antidepressiva-Dosis die zusätzliche Gabe von Cannabis wirkt. Selbstverständlich sollte dieses Antesten mit anfangs geringsten Dosen - also erst einmal einer Inhaltion ( = ein Zug) - ausfallen. Sollte sich keine Verschlechterung einstellen, können es beim nächsten Versuch zwei Züge sein.

Vorsicht. Da Cannabinoide erst nach 30 Minuten ihren höchsten Wirkstoff-Peak erreichen, kommt man schnell in Versuchung nach 5 - 10 Minuten schon noch einmal am Joint (Bong, Shillum, Pfeife) zu ziehen. Das kann zu unerwünschten Nebenwrkungen führen. Ergo ist Geduld angesagt, bis man im Zusammenwirken zwischen pharmateutischen Antidepressiva und dem natürlichen Antidepressivum Cannabis seine persönliche Idealdosis gefunden hat.

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