Antidepressiva und Alkohl? Was kann passieren?

8 Antworten

Alkohol wirkt primär auf den Botenstoff GABA, Sertralin ist ein SSRI und wirkt somit auf den Botenstoff Serotonin. Sie kommen sich also nicht wirklich in die Quere.

Am Anfang würde ich es sein lassen mit trinken, bis das Medikament gut eingestellt ist. Danach sind eigentlich keine grossen Interaktionen zwischen Sertralin und Alkohol bekannt.

Ich selbst habe jahrelang Sertralin genommen und regelmässig Alkohol getrunken (allerdings nicht gerade 3x die Woche). Ich hatte nie Probleme.

Das der Alkoholkonsum Depressionen verstärken kann ist nochmal eine andere Frage. Alkohol ist bei Depressionen sicherlich alles andere als förderlich.

Und glaub mir: einen Alkoholentzug willst du nicht erleben. Ich war in der Klinik mit Menschen, die eine Entgiftung machten. Es muss die Hölle sein. Zudem hatten sie einen sogenannten Rebound-Effekt. Die Depression kam in verstärkter Form zurück und die Medikamente halfen nicht mehr.

Ich würde zur Sicherheit im Vorfeld deinen Arzt fragen. Er ist für deine Medikation verantwortlich. Wenn er dir grünes Licht gibt kannste immer noch Alkohol trinken (was nicht heisst dass du dich jede Woche mit Unmengen abschiessen musst).

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ok, dann werde ich jetzt die ersten Wochen aufpassen. meine Mutter ist trockene Alkoholikerin, ich weiß wie es sein kann.. und ob es für mich so gut ist mit dem Alkohol ist wirklich fraglich, ich werde mal mit meinen Freunden reden, einfach so zurück ziehen will ich nicht, denn einer hat immer ein bisschen Angst um mich..

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@MiaB24

Hey Mia, rede entweder wirklich mit deinen Freunden darüber oder such dir andere mit denen du auch Hobbys ausüben kannst, die nichts mit Alkohol zu tun haben. Wenn dein gesamter sozialer Kontakt im Fortgehen besteht, ist es kein Wunder, dass du nicht damit aufhören kannst. Zusammen mit deiner Familie gewinnst du vielleicht den Eindruckt, dass Alkohol irgendwie immer dazugehört. Man darf fortgehen. Aber man sollte Bier statt Vodka trinken und 1x wöchentlich reicht. Wer gesund werden will, muss auch etwas dafür tun, es wird sich nicht durch Medikamente von selbst lösen. LG

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Dass Alkohol und Medikamente zusammen ein NoGo sind, ich denke darüber müssen wir nicht diskutieren.

Gerade bei Psychopharmaka kann die Wirkung fatal sein, denn du kannst nicht voraussagen in welche Richtung sich die eigentliche Wirkung verändert.

Bei einem Antidepressiva kann das genaue Gegenteil ausgelöst werden und du fällst in richtig tiefe Depressionen.

Die körperlichen Folgen (Niere, Leber usw) kommen noch dazu.

"Harte" Getränke gehen da gar nicht.

Wenn Du 3 mal pro Woche Wodka trinkst, dann hast Du Dein Alkoholproblem alles andere als überwunden.

Für mich klingt es, als würder der Alkohol bei Dir als Ersatz fürs Sertralin fungieren.
Und wenn Freunde damit nicht umgehen können wenn Du nicht mehr trinkst, dann brauchst Du andere Freunde.

Wegen der Kombo Alkohol/Sertralin ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Nachdem ich selber heftigste Nebenwirkungen bei Sertralin hatte, würde ich aber von leichtfertigen Experimenten abraten.

 

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Habe heute schon mit meinem besten Freund geredet und er meinte, er ist immer da und wenn ich weniger bis gar nichts mehr trinke, versteht er es.. er meinte zwar, so wild kann es ja nicht sein, aber er kennt sich da ja auch nicht aus. Meine Freunde akzeptieren es auf jeden Fall, sie werden nur nachfragen.

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Sertralin absetzen, Angst vor ,,Nebenwirkungen", Erbrechen?

Hallo,

Ich stelle ich erstmal vor.

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Kann man das so machen? Werde ich dann Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen bekommen? Was wäre das Beste? Ich habe wirklich Angst, dass es jetzt wieder sehr schlimm wird und es mir auch wieder Übel wird (und ich erbrechen muss)!

(Wegen der Angst (Trauma) vor dem Erbrechen habe ich Sertralin bekommen)

Achso, außerdem wog ich 30kg als ich eingestellt wurden bin (ich war untergewichtig), und der Medikamentenpspiegel im Blut ist schon seit langem viel zu niedrig.....macht das etwas aus? Werde ich da vielleicht keine Nebenwirkungen / Entzugserscheinungen bekommen?

Bitte bitte helft mir! Vielen lieben Dank!!! (ich war bei mehreren Ärzten, welche dasselbe rieten, sofortiges absetzen)

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Ausschleichen von SSRI (Sertralin) nach sehr langer Einnahmedauer - Erfahrungen

Hallo, nachdem ich nun seit einigen Jahren das AD Sertralin eingenommen habe (meist in einer Dosierung von 100mg) möchte ich nun schon seit längerem ein Absetzen des Medikaments erreichen. Bis auf typische NW die Sexualität betreffend, habe ich das Medikament gut vertragen und es war mir sicherlich sehr hilfreich, insbesondere im Rahmen der Psychotherapie, aber der Gedanke ein solches Medikament lebenslang einzunehmen ist mir nicht geheuer und ich möchte sehr gerne ohne AD klar kommen, schon allein weil im Falle eines Kinderwunsches das Medikament ohnehin abgesetzt werden müsste.

Zeitlich passend ist ein Absetzen nie, aufgrund meines Studiums stehe ich ständig vor neuen Situationen die mir potenziell Angst machen und auch Belastungen mit sich bringen, daher kann ich auf den "perfekten Zeitraum" für einen Absetzversuch lange warten. Ich komme selbst auf dem medizinischen, bin also mit dem Lehrbuchwissen der Wirkstoffe recht gut vertraut.

Ich habe nun vor ca 3 Wochen meine Dosis auf die Hälfte, also 50mg, reduziert. Natürlich ist man in dieser Phase ganz besonders aufmerksam und bildet sich evtl Verschlechterungen des Gemütszustandes auch schnell ein, aus Angst vor diesen. Mir fällt es deshalb jetzt sehr schwer einzuschätzen, ob die Tatsache, dass es mir seit ca einer Woche wirklich sehr schlecht geht tatsächlich auf die Dosisreduktion, oder aber einfach auf die äußeren Umstände, die gerade bei mri bestehen, zurückzuführen sind.

Ich fühle mich in den letzten Tagen so dermaßen wertlos. Ich werde von "Freunden" ununterbrochen enttäuscht und nichts worauf ich mich freuen würde klappt. Ich muss dazusagen, dass ich für die Menschen in meiner Umgebung stets die gut gelaunte, witzig aufgelegte Person bin. Ich wirke auf andere sehr extrovertiert, fast schon selbstbewusst, auch wenn das wie ich in Phasen wie diesen wieder merke, überhaupt nicht der Fall ist. Ich lege generell viel zu viel Wert in das was andere mir geben, oder eben auch nicht geben, und bestimme meinen Selbstwert über die Resonanz von anderen. Das ist in den letzten Tagen so dermaßen schlimm geworden, dass ich aufgrund der Absagen und Nichtzurückmeldung von Freunden total down bin und mich absolut überflüssig auf dieser Welt fühle. Ich kann ich über nichts mehr freuen und frage mich, warum ich mir diesen Kampf, der sich Leben nennt, überhaupt noch gebe.

Mich würde nun interessieren, ob es hier vielleicht auch noch andere User gibt, die lange Zeit dieses oder ein ähnliches Medikament eingenommen haben und ob diese vielleicht ähnliche oder andere Erfahrungen beim Ausschleichversuch gemacht haben. Denn für mich relevant ist natürlich, ist dies womölich völlig unabhängig von der Dosisreduktion oder falls doch eine Abhängigkeit besteht, ist diese "Rückfallsymptomatik" eher temporär und renkt sich tendenziell eher wieder ein? Ich weiß dass es zu den SSRI kaum Langzeitstudien gibt, dazu ist diese Medikamentengruppe einfach zu neu. Ich fürchte deshalb eine langfristige Abhängigkeit.

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