Antidepressiva nach Tod des Hundes?

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16 Antworten

Hallo endlich mal nutzer die wirklich hilfreich und verständnissvoll antworten und nicht nur hetzen. Freu. Jetzt zu antwort : ich kann mich nur anschließen lass die trauer zu . Von meinen hunden musste ich auch 2 zuhause einschläfern lassen , einer ist in meinen armen gestorben und von den jetzigen ist eine schon 17 jahre alt.......ich habe jedesmal geheult wie ein schlosshund und nur auf der arbeit fuktioniert . Dadurch das mein mann nie dabei war weil er das nicht konnte hieß es für mich stark sein obwohl es sich komisch anhört aber das hat geholfen. Sei stark für deinen anderen hund und fülle die lücke mit einem neuen hund der hilfe braucht. Es muss ja nicht ein welpe sein .liebe grüße netti

Hallo,

das klingt jetzt vielleicht herzlos was deinen Verlust betrifft, aber ich würde dir raten, dich mit dem Gedanken an einen neuen Welpen zu befassen.

Ich habe gelesen, dass du noch einen alten Hund hast, du sagst er leidet auch, aber da ist auch viel Interpretation, weil wir nicht wissen können, was in Tieren genau vor sich geht.

Der Gedanke an einen Welpen, sich auf die Suche machen, kann helfen, wenn ich auch nicht zu überstürztem Kauf rate, da muss man sich schon Zeit lassen! Aber schon die Gedanken in eine andere Richtung zu bringen, kann wohltuend sein.

Ich habe das so erlebt, als ich mein Pferd verloren habe. ´Das Suchen nach einem neuen Pferd hat mir geholfen und ich habe jetzt ein ganz liebes neues Pferd.

Trauer gehört aber natürlich dazu und wenn mein Hund sterben wird, werde ich auch sicher lange weinen. Das geht vielen so, es ist ein ganz schmerzlicher Verlust.

Weil du wegen der Antidepressiva gefragt hast, da finde ich Johanniskrautkapseln auch eine gute Möglichkeit!


Das ist maximal ne akute posttraumatische Belastungsreaktion (NICHT Belastungsstörung = PTBS!!).

Die wird nicht medikamentös behandelt. Höchstens mal ganz kurzfristig Schlafmittel oder Beruhigungsmittel (Benzodiazepine). Die machen aber extrem schnell abhängig und können nur akut und auf Bedarf gegeben werden und sind für deinen Fall auch nicht indiziert.

Hält es länger an (3+ Monate) ist zum einen ne Psychotherapie indiziert, zum anderen muss man die Diagnose überdenken und auf PTBS (habe ich noch nie gehört bei Haustier gestorben, höchstens bei Eltern gestorben als man noch Kind war... Die Diagnose geht idr mit eigener Todesgefahr und schweren Traumata einher - natürlicher Tod gehört da nicht dazu) und Depression prüfen.

Wobei Niedergeschlagenheit NICHT mit klinischer Depression gleichzusetzen ist, Depression is Teint Problem des Antriebs, nicht der Stimmung. Stimmung ist nur Folge.

Antidepressiva brauchen mind 4 Wochen bis sie wirken, oft muss man aber mehrere versuchen um das Richtige zu finden, und dann bringen sie oft trotzdem Nebenwirkungen mit sich, die nicht zu unterschätzen sind.

Ich würde eher zu ner Selbsthilfegruppe raten, falls das dein Ding ist, oder Kontakt zu ner Beratungsstelle bzw auch einem sozialpsychiatrischen Zentrum, dort kommst du in Kontakt, kannst mit wem reden, Probleme können gelöst werden, wenn es lang anhält, dann auch Psychotherapie... Wobei da die Indikation fragwürdig ist und du das ggf selbst zahlen musst.

Nein, bitte mach das nicht. Das löst Dein Problem nicht. Wenn es Dir möglich ist, dann gib einem neuen Hund ein schönes Zuhause.

Das ist kein Verrat an Deinem geliebten Hund, denn der will bestimmt, dass Du glücklich bist. Er wird immer in Deinem Herzen bleiben.

Wenn ein neuer Hund bei Dir einzieht kommt Deine Lebensfreude auch ohne Medikamente zurück.

Ich schreib das nicht einfach so, sondern mich hat es auch schon zweimal getroffen.

Ich wünsch Dir viel Kraft und bitte hör auf meinen Rat.

Liebe Grüße Susanne

Ich würde dir davon abraten zu Antidepressiva zu greifen.

Der Verlust von etwas, was man geliebt hat, ist immer schwer zu ertragen. Es schmerzt, mann fühlt sich alleine, es ist einfach nicht mehr immer an deiner Seite.

Auch wenn alle sagen man kommt darüber hinweg, braucht es extrem viel Zeit.

Nimm dir die Zeit die du brauchst. Diese Trauerphase musst du bewältigen. Da gibt es kein drum herum kommen. Mit Medikamenten kannst du nicht verarbeiten. Es wird alles nach dem absetzten hochkommen.

Ich musste letztes Jahr mein geliebtes Pferd gehen lassen. Dies war für mich die schlimmste Zeit in meinem Leben. Ich war dabei bis zum Schluss.

Die grosse Leehre die danach herrscht, tief in einem drin, die kann man nicht erklähren.

Ich versuchte in dieser schweren Zeit einfach nur Dankbar zu sein, für das was ich mit meiner Stute alles erleben durfte. Was sie mich alles gelehrt hatte.

Es ist nicht selbstverständlich das wir einen Teil unseres Weges mit solchen speziellen Lebewesen gehen dürfen, doch wer es geht, den bereichert es unheimlich............

Lass dir Zeit......

Danke, ich werde versuchen es zu überstehen

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@SilkeAllegra

Das wirst du. Und denk daran, dein anderer Hund braucht dich jetzt.

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Uff, antidepressiva wirken generell erst nach ein paar Wochen & werden nur bei einer vorliegenden psychischen Erkrankung verschrieben ( haben teilweise echt heftige Nebenwirkungen). Desweiteren wirken diese Medikamente nicht so wie du es dir vielleicht vorstellst. Du fühlst dich nicht auf einmal super, nur wegen dieser Medikamente.

Es ist okay eine Zeit lang zu trauern. Das gehört zum Leben dazu. Sollten deine Gefühle nicht besser werden, könntest du zu nächst mit einer Psychologin über deine Probleme sprechen, vielleicht würde dir das auch schon helfen.
Alles gute
Katja

Besser nicht. Antidepressiva nimmt man nicht prophylaktisch, dazu sind es zu heftige Medikamente. Lass es auf dich zukommen. Nicht immer nimmt Trauer die Züge einer Depression an, und auch dann, wenn du eine reaktive Depression bekommen solltest, sind Medikamente eher nicht angebracht, weil sie wenig helfen. Wenn du jetzt anfängst, Antidepessiva zu nehmen, handelst du dir unter Umständen eine lebenslange Abhängigkeit ein.

In meiner langjährigen Arbeit mit Hunden und deren Besitzern habe ich auch erfahren, dass Halter nach dem Tod ihres Tieres krank wurden und ärtzliche Hilfe brauchten. Es ist keine Schande sich damit zu befassen. Jeder Mensch tickt anders. In ein tiefes Loch nach Ableben des geliebten Vierbeiners fallen die Meisten, was nicht anders ist wie beim Verlust einer einem sehr nahestehenden Person. Vorübergehend mögen Medis hilfreich sein. Aber ist es nicht so, dass auch noch ganz viele andere Probleme damit im Zusammenhang stehen und diese sehr enge Bindung zum Tier eine Geschichte hat?

Seit dem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.

Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang. Du bist jetzt frei! Kannst ohne Tier weiter oder Dich einem anderen zuwenden, was all Deine Liebe braucht. Mit neuer Aufgabe, ohne Vergleiche, kannst Du wachsen, überwinden.

Ich selber halte nichts vom Einsatz von Psycho- Medis. Machs wie meine langjährigen Hundefreunde und Züchter im schlimmen Verlustfall -  sauf mir in deren Gesellschaft einen an, vllt. 3 Tage lang, danach gehts mir noch sauelender, aber es wird mir jedem Tag trotzdem besser. Schwer zu beschreiben. Habe einen freien Platz und such nach einem mit Hilfe, der ihn belegt. Nichts ist wie vorher, anders aber neu erfüllt.

Schreib einen langen Brief an dich in dem du aufführst, was du alles mit deinem Hund an schönen Dingen erlebt hast.

Und versprich ihm, dass du immer an ihn denken wirst. Dein Hund hätte ganz sicher nicht gewollt, dass du jetzt depressiv wirst.

Hunde leben leider viel kürzer als Menschen.

Aber: Irgendwo gibt es einen armen Welpen, den keiner mag und dein Hund fände es gut, wenn du dich um den kümmern würdest!

Es ist sooo schwer :-(
Ich werde mich bemühen, ich habe noch einen 2ten auch älteren Hund, er leidet auch so. Muss dazu sagen das ich nach dem Verlust meines Mannes etwas labil bin

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@SilkeAllegra

Ach du Arme! Wenn du jetzt noch einen anderen älterenHund hasst, dann muss wirklich ein Welpe her.

Deinen Mann kann nichts ersetzen - das würde mir auch so gehen.

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Probiere es erstmal lieber mit Johanniskraut aus der Drogerie. Verschreibungspflichtige Antidepressiva würde ich erst nehmen, wenn wirklich gar nichts mehr geht....

Und dann hat man tierisch Stress wg dem Johanniskraut, falls es überhaupt minimal wirkt, weil sich kein Antidepressivum damit verträgt und man von Absetzen bis Wirkeintritt des Antidepressivums somit 6 Wochen komplett ohne medikamentöse Hilfe überwinden muss.

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Ich nehme schon seit 10 Jahren Antidepressiva aufgrund einer psychischen Erkrankungen komme damit gut klar und habe keine Nebenwirkungen. Für kurze Zeit bis es dir besser geht kannst du die nehmen. Sprich aber bitte mit einem Psychiater. 

Antidepressiva sind der falsche Weg. Damit verdrängst du nur die Trauer. Und irgendwann kommt sie dann geballt zum Ausdruck. 

Traure um deinen Hund. 

Es ist auch keine Schande, um ihn zu weinen. Er war schließlich ein Stück lang dein Wegbegleiter. 

Und auch wenn du dir es jetzt noch nicht vorstellen kannst: Die Trauer wird erträglicher, wenn man sie bewusst erlebt. 

Dazu brauchst du keine Medikamente, sondern Zeit und andere Menschen.

Ich habe vor 6 Jahren meinen Mann verloren und jetzt auch noch meinen Seelentröster. Ich weiß nicht ob ich das so überstehe

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Du verwechselst Depression mit Trauer. Antidepressiva haben einfach zu starke Nebenwirkungen, um Dich bei Deiner Trauer zu unterstützen.

Ich verwechsle es nicht, ich weiß nur nicht wie ich diese Trauer überstehen soll

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@SilkeAllegra

Du hast von den anderen schon sehr gute Ratschläge bekommen, die Dir helfen könnten. Ich kann Dir nur raten, wenn irgenwie möglich, die Finger von Antidepressiva zu lassen. Das nimmt man nicht mal eben eine Zeit lang, das verändert dein ganzes Leben.

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Such dir erstmal professionelle Hilfe. =)

Du scheinst den Verlust deines Mannes nicht überwunden zu haben, was den Tod deines tierischen Freundes erschwert.

In einer Therapie könntest du beides aufarbeiten.

Alles Liebe,

Empylice <3

Doch, es ist 6 Jahre her, habe daran gearbeitet und bin auch wieder glücklich verliebt aber der Tod meines Hundes reißt mir wieder den Boden unter den Füßen weg

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