Antidepressiva Fluoxetin reduzieren wg Schwangerschaft?

2 Antworten

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: 
Neben bewährten trizyklischen Antidepressiva gehören heute die SSRI Sertralin und Citalopram zu den Mitteln der Wahl bei pharmakologisch therapiebedürftiger Depression in der Schwangerschaft. Eine mit Fluoxetin stabil eingestellte Patientin sollte ihre Medikation nur dann fortsetzen, wenn die Einstellung schwierig war. Andernfalls sollte aufgrund des unterstellten (geringen) entwicklungstoxischen Risikos und der schlechten Steuerbarkeit aufgrund der sehr langen Halbwertszeit eine Umstellung auf Sertralin oder Citalopram, ggf. auch andere erprobte Antidepressiva angestrebt werden.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: 
Nach Exposition im 1. Trimenon sonografische Feindiagnostik zur Bestätigung einer unauffälligen Entwicklung des Feten. Bei Gabe von SSRI bis zur Geburt müssen Anpassungsstörungen beim Neugeborenen bedacht werden. Daher sollte in den ersten Lebenstagen die Beobachtung des Neugeborenen gewährleistet sein und die Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen. Soweit klinisch vertretbar, sollte mit der Patientin eine Dosisreduktion vor der Entbindung vereinbart werden. Aufgrund der sehr langen Halbwertszeit ist dieses Vorgehen besonders bei Fluoxetin anzuraten. Nach der Entbindung muss dann die Therapie in der erforderlichen Dosis sofort wieder aufgenommen werden.
Besser erprobte Alternativen:  Sertralin und  Citalopram

http://www.embryotox.de/fluoxetin.html

Wahrscheinlich macht sich jede Frau bei einer (ungeplanten?) Schwangerschaft Gedanken, zwar hilfreiche, aber jetzt ggf. riskante Medikamente zu nehmen.

Ob aber das möglich und sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. Meist ist aber eine niedrig dosierte Behandlung mit einem einzelnen, bisher bewährten Psychopharmakon sinnvoller als einfach nichts zu tun.

Denn man muss nicht nur das "Während", sondern auch das "Danach" bedenken. Wenn also eine Mutter nach der Entbindung plötzlich ohne medikamentösen Schutz erkrankt, was ohnehin eine heikle Phase darstellt, dann muss man sich einmal die möglichen Konsequenzen vorstellen, die hier für das Kind drohen.

Alles ist auf die "bösen Medikamente" fixiert. Doch was diese zu verhindern in der Lage sind, denn das Leben geht ja über Schwangerschaft und Entbindung hinaus, steht den wenigsten klar vor Augen, zumal es ja auch noch meist verheimlicht wird: Die Folgen beispielsweise von Depressionen, manischer Hochstimmung, schizophrener Psychose, Suchterkrankung u.a. nach der Geburt schädigen möglicherweise das Kind mehr als die niedrigst-mögliche Dosis der fortlaufenden Erhaltungstherapie unter der Schwangerschaft - und natürlich darüber hinaus.

Hier sind dein Frauenarzt oder deine Hebamme deine Ansprechpartner. Auch z.B. die pro familia kann dir helfen.

Schau auch mal unter http://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/

Arbeite auf jeden Fall mit deinem Hausarzt und Neurologen zusammen.

Alles Gute für dich und eine gesunde Schwangerschaft!

Dem stimme ich zu. Die eigenmächtige Dosisreduktion halte ich auch für suboptimal. Der Neurologe sollte das abwägen. Er kennt die Patientin am besten.

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Hast du die Änderung des Therapieregimes mit einem Arzt besprochen?

Nein,da Termin ja erst in 8wochen :-( hab morgen allerdings Frauenarzt Termin,nur glaube nicht daß der sich damit auskennt

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@mamaaa069

Fluoxetin sollte in der Schwangerschaft nur eingesetzt werden, wenn die Einstellung auf andere Antidepressiva in der Vergangenheit nur schlecht möglich war.

Wenn der Gynäkologe das selbst nicht in die Hand nehmen möchte, muss er unbedingt für eine zügige, fachärztliche Mitbeurteilung sorgen. Acht Wochen sind in meinen Augen nicht akzeptabel.

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@Maxxismo

Also ich hatte es auch schon in meiner ersten schwangerschaft,da lief alles gut,mein Sohn hatte halt nur die typischen Entzugserscheinungen,daher wollte ich es jetzt schon einfach auf 10mg runter dosieren... ja 8wochen sind echt hammer :-( PS: bei meinem Sohn waren es damals 20mg

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@mamaaa069

Ich würde den Gynäkologen bitten, einen deutlich früheren Termin beim Neurologen zu besorgen. Das sollte unter den gegebenen Umständen eigentlich kein Problem sein.

Zumindest sollte er sich konsiliarisch beraten lassen. Es reicht ja auch, wenn die beiden Ärzte miteinander telefonieren. Dein Neurologe kennt dich ja offenbar schon lange.

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@Maxxismo

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum nicht schon im Vorfeld (also bei "Planung" der Schwangerschaft) versucht wurde, auf eine geeignetere Medikation umzustellen.

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@isebise50

Ich muss dazu sagen,das halt bei meinem ersten Sohn alles "gut" war bis auf Entzugserscheinungen..und das wollte ich jetzt einfach minimieren

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