Antidepressiva, das nicht müde macht

4 Antworten

Unter den trizyklischen ADs ist nur das Nortriptylin als nicht sedierend eingestuft, sonst bleiben nur noch die MAO-Hemmer übrig. Alle Anderen Mittel ohne diese Nebenwirkung sind SSRIs oder SNRIs. Die meisten Alternativen sind in Deutschland aus den Apotheken verbannt. Mirtazapin soll ja ziemlich gut sein, kann aber auch müde machen. Es gibt aber noch einige Mittel, die gegen Depressionen wirksam sind, obwohl sie eigentlich für andere krankheiten eingesetzt werden...Antiepileptika wie Carbamazepin oder Lamotrigin werden auch bei Depressionen gerne mal gegeben, Lamotrigin ist beispielsweise ein echter Wachmacher.

Antidepressivum ja oder nein - ich glaube nicht, dass das hier der richtige Platz ist um zu diskutieren ob sie es grundsätzlich nehmen soll oder nicht. Das kann man als Außenstehender auch nicht beurteilen. Es kann nicht DIE EINZIGE Lösung sein, das ist richtig. Man kann aber auch nicht gleich unterstellen, dass man damit nur Probleme wegschiebt. Dass man solche Medikamenten nehmen muss kann die verschiedensten Ursachen (neben psychischen Erkrankungen) haben. So z.B. bei AD(H)S, Alzheimer, MS oder Epilepsi. Da also bitte nicht vor schnell eine "pauschal Urteil" abgeben.

Das Problem bei Antidepressiva ist wirklich die Einstellung auf ein Medikament. Denn es ist unglaublich, wie verschieden die Menschen hier reagieren. Selbst wenn im Beipackzettel steht, dass es sedierend wirkt, muss das bei dir nicht der Fall sein. Das einzige was hilft: ein sehr guter Arzt und viel Geduld deiner seits. Du musst einfach verschiedene Medikamente probieren und dem Arzt immer genau schildern, was du und vor allem, was auch andere beobachten. Auch ist es wichtig zu wissen, dass manche Nebenwirkungen (also z.B. das Müdemachen) nach 2-3 Wochen weg sind. Geduld ist also wirklich wichtig. Auch kann die Kombination zweier Medikamente sehr sinnvoll sein. Such dir erst einmal einen Arzt dem du wirklich vertraust. Alles Liebe!

Siehe Beantwortung GALLARIAOY vorher.

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Müde machen sie alle, dafür brauche ich kein Arzt zu sein, langjährige Erfahrung und so ziemlich alle durchprobiert. Wenn kein "Ermüdungseffekt" erwünscht wird (also tagsüber "klar" im Kopf), so würde ich es gegen Depressionen stets zur Nacht einnehmen. Natürlich stets nach Rücksprache des Facharztes.

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