Antidepressiva - Lernfähig?

Support

Liebe/r Dadadudue,

bitte sprich mit Deinem Hausarzt darüber oder lasse Dich zu einem Psychiater überweisen. Dieser ist auf die Behandlung von psychischen Erkrankungen spezialisiert und kennt sich daher auch mit den verschiedenen Antidepressiva gut aus. Gemeinsam mit Dir kann dann nach dem passenden Medikament gesucht werden. Natürlich kannst Du Dich auch hier zu diesem Thema informieren, das ersetzt aber nicht den fachmännischen Rat eines Arztes.

Herzliche Grüsse

Jenny vom gutefrage.net-Support

7 Antworten

Du hast völlig falsche Vorstellungen und Erwartungen von der Wirksamkeit von Antidepressiva. Jetzt anfangen Pillen einzuwerfen in der Hoffnung, dass sich deine Konzentrations- und Lernschwierigkeiten schnell in Luft auflösen ist völlig an der Realität vorbei.

Zunächst einmal solltest du mit deinen Depressionen zu einem Facharzt (einem Psychiater) und nicht zu einem Allgemeinmediziner (Hausarzt) gehen. Depressionen sind schwere Gemütserkrankungen die in fachärztliche Behandlung gehören.

Des Weiteren brauchen Antidepressiva immer eine gewisse Zeit (mehrere Tage bis mehrere Wochen) bis sie ihre volle Wirksamkeit entfalten. Danach können sie erheblich zur Wiedererlangung und Stabilisierung der Lern- und Konzentrationsfähigkeit beitragen. Deine Annahme, dass Antidepressiva schlapp machen ist eine Voreingenommenheit die für mich nicht nachvollziehbar ist. Ritalin ist kein Antidepressivum. Antidepressiva sollten immer von einem Facharzt verordnet werden.

Hast du schonmal deine Schilddrüse checken lassen? Einige Leute haben eine Schilddrüsenunterfunktion und das kann Symptome wie eine Depression auslösen oder verstärken. Das kann man dann gut mit Hormonen behandeln und du brauchst keine oder weniger Antidepressiva. LG

Wenn du schon seit einer Ewigkeit darunter leidest, warum hast du nicht schon längst Antidepressiva genommen, kein Wunder, daß du Selbstmordgedanken hast. außerdem hilft "Reden" sehr wohl. nur Tabletten bringen keine anhaltende Besserung. dir Gründe sind äußerst wichtig. wie es wirkt, muß dir ein Arzt sagen.

Können Antidepressiva die Persönlichkeit verändern?

Ich habe eine Freundin, bei der eine Depression diagnostiziert wurde. Es ging ihr wirklich schlecht, manchmal ist sie ohne ersichtlichen Grund in Tränen ausgebrochen, sie war irgendwie "willenlos", sie hatte Selbstmordgedanken. Da sie ein sehr emotionaler Mensch ist, hat sie das ganze auch sehr intensiv wahrgenommen und hatte unkontrollierbare Gefühlsausbrüche. Ich habe mir immer für sie gewünscht, dass es ihr besser geht und ihr geraten, eine Therapie in Anspruch zu nehmen. Sie sagte mir das würde nicht helfen, da "man da ja nur redet". Also nahm sie Antidepressiva. Ich stand dem sehr kritisch gegenüber, da Antidepressiva ja nicht die Ursachen, die die Depression auslösten (die bei ihr nicht ganz klar sind) beseitigen, sondern dem Gehirn nur vermitteln, dass alles in Ordnung ist. (Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.) Ich denke einfach, dass sie ihre Probleme verarbeiten sollte, anstatt einfach nur Medikamente zu nehmen, weil das der bequemere Weg ist.

Nun ja, sie nimmt die Tabletten seit ca. 3 Monaten. Anfangs stellte ich erfreut fest, dass es ihr wirklich besser zu gehen schien. Aber nach und nach fiel mir auf, wie sie sich immer mehr veränderte. Damit meine ich nicht, dass ihre niedergeschlagene Stimmung verschwand, was natürlich auch die Absicht war, sondern, dass sich ihr gesamtes Verhalten änderte. Ich erkenne sie nicht mehr wieder, sie ist nicht mehr die Person, die ich schon seit vielen Jahren kenne. Sie wirkt nicht glücklich, bzw ihre fröhliche Stimmung wirkt unauthentisch und aufgesetzt. Sie gibt freche Kommentare von sich, verhält sich etwas herablassend und tut Dinge, die sie vor 2 Monaten nicht getan hätte. Ich kann es euch schwer beschreiben. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht mit ihr freuen kann, aber wie gesagt, ich habe ein sehr ungutes Gefühl und ich kann sie nicht mehr ansehen ohne zu denken, dass irgendetwas komplett falsch läuft. Ich mache mir Sorgen. Die Frage ist: Kann das an den Medikamenten liegen? Können diese Tabletten sie so sehr verändert haben? Und wenn ja, sollte ich aufhören mir deswegen Gedanken zu machen und das einfach hinnehmen?

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Welches Mittel hilft gegen Prokrastination?

Hallo , das ich traurigerweise zu den Menschen gehöre , die leider an Prokrastination leiden , erhoffe ich nun Tipps dagegen zu erhalten . Da ich in nächster Zeit noch einige,mir wichtige Dinge zu erledigen habe , brauche ich ein Mittel(also ein Medikament) was mir hilft dies zu schaffen. Jeder der Prokrastination erleidet,weiss wie nervenden es ist , so sinnfrei Zeit zuverschenken und die unstrukturierte Vorgehensweise die man dann hat.

Letztens (am 27.04) sah ich auf WDR ,eine Doku "Tag7 - Besser,schneller,klüger Pillen für's Gehirn" ,der leider nicht mehr Online abrufbar ist. Darin war u.a die (Online)-Autorin Kathrin Passig zusehen. Die anscheinend ähnlich wie ich mit Prokrastination zukämpfen hat, diese sagte in der Doku sinngemäß so etwa wie "Durch die Einnahme von Ritalin,könne sie die dinge erledigen, zu denen sie sonst nicht im Stande sei". Sie meinte damit auch einfache dinge wie Aufräumen, mit denen ich schon nicht zurecht komme.

Daher würde ich gerne von anderen Betroffenen,Ärzten,Apothekern oder Psychiartern (oder ähnlichen Leuten mit Fachwissen), Wissen wollen was mir helfen kann,das Neurologische Veränderungen bei mir hervorruft , so das ich klar strukturiert dinge Abarbeiten kann. Hilft bereits sowas wie "VitaSprint B12" oder muss es was härteres sein wie eben Ritalin um gegen Prokrastination,ADS und "Messitum" was tun zukönnen.Und müsste ich daruf achten das meine Depression dadurch nicht noch schwerer wird(wenn das überhaupt möglich ist).

Vielen dankschon mal im vorraus!

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Absetzen von Antidepressiva! Beschwerden! Hilfe!

Ich habe ein Problem. In meiner Kur, im letzten Jahr, hat man mir gesagt, dass ich meine Antidepressiva absetzen könnte. Aus schleichen sollte ich sie. Ich nahm zu der Zeit 20mg Citalopram und das seid Frühjahr/Sommer 2010. Diese Dosis, nahm ich nach der Kur, trotzdem noch ein halbes Jahr weiter. Hatte seiner Zeit Angst vorm absetzen. Im Oktober letzten Jahres, halbierte ich die Dosis, ohne das ich eine Veränderung spürte. Anders aus schleichen ging nicht. Man konnte die 20mg Tablette lediglich halbieren und 10mg sind die Mindestdosis bei Citalopram. Diese 10mg Citalopram nahm ich dann von Oktober 2012 bis zum 12.01.2013. Ich war auf einem Geburtstag, es wurde sehr spät und am nächsten Tag habe ich erst nachmittags bemerkt das ich die Tablette vergessen habe, was mir sonst nie passierte. Meine Frau empfahl mir, das zum Anlass zu nehmen den nächsten Schritt zu gehen und das Medikament nun ganz ab zu setzen. An den nächsten Morgen viel mir nur auf, dass ich die Tablette nicht nehmen musste. War halt ein gewohnter Ablauf. Sonst verschwendete ich jedoch keinen Gedanken mehr Daran. Ich merkte die ersten Tage keine Veränderung und achtete auch nicht darauf. Nach und nach ging es mir zwar schlechter aber ich brachte es nicht mit dem Absetzen des Medikamentes in Verbindung. Ich dachte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in die Richtung. Ich dachte, ich fühle mich so, weil ich es auf dem Geburtstag am Wochenende zuvor, etwas übertrieben hätte, oder wegen dem Wetterumschwung, zu viel Stress, und eine Fortbildung stand für das nächste Wochenende an. Ich hatte in der Vergangenheit aber schonmehr Stress und habe mich nie so gefühlt wie jetzt. Ich war und bin leicht reizbar, sehr emotional, ich nehme meinen Alltag gefühlsmäßig anders war und die Symptome werden von Tag zu Tag schlimmer. Ein Gefühl von Leere, Traurigkeit. In anderen Situationen fühle ich mich dann wieder ganz gut. Ein Überlastungsgefühl, ab und dann stechender Schmerz im Kopf, immer wieder auftretendes, unkontrollierbares, leichtes zucken des rechten Augenliedes und Vieles mehr. Heute kamen dann alte Angstsymptome wieder dazu, wie das Gefühl keine Luft zu bekommen wenn ich einatme. Es ist bei weitem nicht so schlimm wie zu den Zeiten wo meine Angststörung noch intensiver war. Es schränkt mich im Moment nur bedingt ein, aber ich kann es nicht zu ordnen. Dabei bin ich nicht mal so sehr in der Selbstbeobachtung wie dieser Text vielleicht vermuten lässt. Was mich besorgt ist, das es täglich etwas schlechter wird und ich viele Symptome einer Depression aufweise, bzw. dem Ansatz einer Depression oder depressiven Episode.

Lassen sich meine Symptome, durch das Absetzen des Medikamentes erklären ? Wenn ja, wäre es ratsam die Medikamente wieder zu nehmen oder sollte ich besser abwarten ob es von alleine vorbei geht. Ich bin jetzt in der zweiten Woche ohne Citalopram, nach zwei ein halb Jahren. Vielleicht brauch mein Gehirn ein wenig länger um sich damit zu arrangieren. Sollte ich zum Arzt ?

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