Anspruch auf Krankengeld. Habe ich nach einem halben Jahr ALG 2 und jetzt einer Woche Arbeit Anspruch auf Krankengeld?

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4 Antworten

Noch kurz etwas Ausführlicher zu meiner Situation.

Ich bin vor etwa 3 Jahren an Burnout erkrankt. Deswegen war ich ein einhalb Jahre in Behandlung und habe in dieser Zeit Krankengeld bezogen.

Nach einer Reha wurde ich als allgemein leistungsfähig entlassen und musste mich Arbeitslos melden.

Nach einem Jahr musste ich ALG2 beantragen und habe dieses auch bis Angang Oktober 2016 bezogen.

Jetzt habe ich einen neuen Job.

Der ist aber leider körperlich sehr anstrengend.

Ich habe eine Handgelenks-Arthrose von einem komplizierten Knochenbruch und daher kann ich wohl diesen Beruf nicht weiter ausüben.

Ich arbeite dort jetzt etwa 10 Tage und Anfang der Woche wurden meine Finger taub.

Heute war ich beim Orthopäden und der hat mir dringend zur OP geraten.

Jetzt fragt sich nur ob ich nach so kurzer Zeit, Anspruch auf Krankengeld habe?

 

Ja, ist ersten eine neue Krankheit und zweitens hättest du nach 3 Jahren sowieso wieder Anspruch

Du bist aber in ungekündigter Stellung?

Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber hast du nach 4 Wochen Betriebszugehörigkeit. Alle Erkrankungszeiträume davor werden von der Krankenkasse direkt bezahlt.

Wenn jedoch feststeht, daß du diesen Beruf nicht mehr ausüben kannst, dann kann es auch sein, daß das Jobcenter wieder übernimmt.

Frag bitte bei deiner Krankenkasse nach, wer für die Ausfallzeiten zahlt.

richy8424 21.10.2016, 17:57

Ja ich bin in ungekündigter Stellung.

Ich möchte allerdings verhindern dass das Jobcenter wieder zahlt.

Ist es nicht so, solange ich krankgeschrieben bin z.b. bis zum Termin der OP. und danach, dass ich Krankengeld bekomme? Ich werde auf jeden Fall am Montag die Krankenkasse anrufen aber ein grober Anhaltspunkt wäre super.

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Wohl kaum. Krankengeldanspruch hast du erst nach 6 Wochen Krankheit

Familiengerd 20.10.2016, 00:03

Wohl kaum.

Anspruch auf Krankengeld besteht auch in den ersten 4Wochen eines Beschäftigungsverhältnisses, wenn der Arbeitnehmer in dieser Zeit erkrankt und noch keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gegen den Arbeitgeber hat.

Im konkreten Fragefall scheint der Krankengeldzeitraum von 78 Wochen (abzüglich 6 Wochen Entgeltfortzahlung) aus der ersten Krankphase aber bereits ausgeschöpft zu sein.

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momo150570 20.10.2016, 13:47
@Familiengerd

Hm, was das Burnout betrifft, ist die Krankengeldzeit ausgeschöpft, aber jetzt geht es doch wohl um das Handgelenk und die Finger. Bis zum Ende der Wartezeit von 4 Wochen, müßte die Krankenkasse doch bezahlen, oder?

"
Erkrankt der Arbeitnehmer nach Beginn der Beschäftigung, aber vor Ablauf
der vierwöchigen Wartefrist, so erhält er Krankengeld von der
Krankenkasse bis zum Ablauf der Wartezeit." ( Quelle: Lohninfo.de )


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Familiengerd 20.10.2016, 14:05
@momo150570

Mea culpa! :-((

Habe ich glatt "unterschlagen", dass es sich um eine erneute, unabhängig von der ersten aufgetretene Erkrankung handelt, die nicht während oder in unmittelbarem Anschluss an die erste aufgetreten ist:

Es besteht also ein erneuter Krankengeldanspruch, so wie Du es beschreibst.

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MuttiSagt 20.10.2016, 16:18

Es würde auch sogar wegen der alten Geschichte Anspruch bestehen, da 3 Jahre um sind

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Familiengerd 20.10.2016, 16:49
@MuttiSagt

Vielleicht - vielleicht auch nicht, denn eine genau Zeitangabe gibt es nicht:

vor etwa 3 Jahren

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