Anspruch auf ausbesserung einer großen tattoowierung?

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7 Antworten

Das AG München hat die Klage im vollem Umfang abgewiesen weil die Kundin die NAchbesserung des Tätowierers nicht zugelassen hat - wobei es da immerhin um einen stinknormalen Geschäftsvorgang ging und nicht um eine "Gefälligkeitsarbeit" oder, wie es korrekt bezeichnet wird: um Schwarzarbeit von beiden Seiten.... 

Schwarzarbeit bedingt aber grundsätzlich keine Ansprüche auf Nachbesserung oder Garantie - das wurde ausdrücklich von BGH festgestellt!!! 

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=64866&linked=pm 

Javanoob 26.08.2015, 11:55

Ich denke die Ausführung war nicht Professionell, Er hatte zu dem Zeitpunkt ein angemeldetes Gewerbe und sein derzeitiges "Studio" war gesundheitsamtlich abgesegnet. Zur Ausführung kann ich nur sagen, dass man als "Tattoowierer" in der Lage sein sollte, im vorraus zu beurteilen, ob man beim Stechen das Bein streckt oder anwinkelt. In meinem Fall wäre es besser gewesen das Bein zu strecken, dass ist mir jetzt klar......

Ebenso 

Ärgerlich ist das er im Gegensatz zu mir 100%ig zufrieden ist mit meiner Arbeit.

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SneakerHead384 26.08.2015, 13:28
@Javanoob

Hast du die Antwort von needlewitch überhaupt gelesen? Ich finde die war deutlich!

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needlewitch 27.08.2015, 14:03
@Javanoob

ob die Ausführung "professionell" war oder nicht ist bei Schwarzarbeit allerdings total egal....

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Ich darf mal darauf hinweisen, dass in dem von Dir zitierten Fall das Tattoo-Studio gewonnen hat und die Klage abgewiesen wurde.

https://openjur.de/u/317979.html

In dem Fall hatte die Klägerin aber auch die Nachbesserung durch das Studio abgelehnt.

In Eurem Fall wäre zu klären ob das Tattoo fachgerecht ausgeführt wurde und ob eine Nachbesserung möglich ist.

Alleine aus der Position "Knöchel bis Kniekehle" ergibt sich dass das Tattoo über mehrere ausgeprägte Muskelbereiche verläuft und dadurch zwangsläufig einer gewissen Verzerrung unterworfen ist.

Ich denke die Sache würde auf einen langwierigen und teuren Rechtsstreit hinaus laufen - und der Ausgang ist mehr als ungewiss. Verlierst Du den Prozess hast Du zusätzlich die Prozesskosten am Hals sofern Du keine Rechtsschutzversicherung hast.

Ich würde das daher unter: "Erfahrung" und "dumm gelaufen" abbuchen.

Was hast Du davon? Er scheint es nicht zu können, und selbst wenn er eine Nachbesserung vorschlagen würde - ich würde mich nicht ein drittes Mal jemandem in die Hände begeben,der offensichtlich von seiner Arbeit nichts versteht. Meinst Du, seine Angestellten können das dann besser.  Das läuft unter dem Motto "Leider dumm gelaufen". Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so jemanden wegen Entstellung belangen kann. lg Lilo


Javanoob 26.08.2015, 11:43

Sein Angestellter ist ihm Stiltechnisch um Längen vorraus, den gab es damals auch nicht. was ich mir davon erhoffe ist denkbar einfach, ich erhoffe mir in erster Linie mich in kurzen Hosen nicht wie ein totaler Volltrottel zu fühlen. Und da wir eine Mündliche Verreinbarung hatten, welche besagte das wir uns gegenseitig mit unseren Talenten unter die Arme greifen, und ich meinen Teil der Abmachung eingehalten habe, wäre es einfach nur gerecht wenn er auch seinen einhält.

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Wer sich von einem Anfänger der es nicht drauf hat tattowieren läßt muß doch damit rechnen das da kein Spitzenergebnis heraus kommt. Wäre ein gutes Argument von ihm nichts bezahlen zu müssen. Gehe zu einem erfahrenen Tattoowierer der noch was gutes daraus macht und bezahle den gut. Geiz ist nicht immer geil.

bei Schwarzarbeit ist es relativ egal ob die Ausführung "professionell" war oder nicht - deswegen gibt es ja auch keinen Nachbesserungs- oder Gewährleistungsanspruch.

Das könnte sich zu einem massiv langwierigen Streit ausweiten, der Dich letzt endlich mehr kosten wird, als das Tattoo aus eigener Tasche zu zahlen.

Letzt endlich hast du die gleichen Chancen, als wenn du  eine Arbeit im Haus erledigen lässt mit welcher du optisch nicht zufrieden bist. Bessere Chancen hättest du, wenn du eine Wundheilungsstörung o.ä. aufgrund schlechter Hygiene erlitten hättest.

Ich persönlich glaube nicht, dass du (vor allem bei einem "Freundschaftsdienst") Anspruch auf "Wiedergutmachung" geltend machen kannst.

Javanoob 26.08.2015, 11:49

Bin mir nicht gerade sicher ob das die Antwort ist, die man in meiner Situation gerne hört. Es war zwar bloß ein "Freundschaftsdienst", aber dieser beinhaltete die Erfüllung einer Dienstleistung, die von 2 Seiten erfüllt werden musste. Ich habe meine gesamte Energie, die während des Semesters übrig blieb in dieses Projekt gesteckt und bin nur gebrannt davongekommen. Er hingegen hat meine Designarbeit benutzt und das corporate design auf seinen gesamten Laden angewandt. Ich meine wenn er seiner Leistung nicht nachkommt und wir eine Abmachung haben (Wenn auch nur Mündlich), so gibt es doch in die andere Richtung auch die möglichkeit, dass er nicht nachweisen kann, dass ich Ihm die Nutzung erlaubt habe?

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Du hast da überhaupt kein Recht drauf.
Du hast dich Freiwillig von ihm tattoowieren lassen , wenns dir nicht gefällt ist das ganz allein dein Problem. Bevor man sich von jemandem Tattoowieren lässt sollte man sich vergewissern das der das auch kann.

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