Anschaffungskosten absetzbar?

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5 Antworten

Nein, trotzdem sollte man die Anschaffungskosten für Gebäude, sowie Grund und Boden richtig ermitteln und ggf. fortschreiben. Denn sollte die Immobilie mal vermietet werden, weil man vielleicht keinen Käufer findet oder man braucht doch ein Arbeitszimmer oder oder oder Dann wird es oft schwer noch alle Belege zu finden.

Man kann natürlich auch alle Rechnungen vom Notar, über den Kaufpreis, weiter wenn man Informationen zum Bodenwert hat, aber auch jede kleine Reparaturrechnung oder Renovierung aufheben. Denn die Aufteilung ist nicht immer ganz einfach, sollte man auch nicht selber machen.

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solrojo 19.03.2014, 12:04

Wenn ich also 2 oder 3 Zimmer an jeweils einen Mieter vergebe,bedeutet es das ich die Anschaffungskosten dann absetzen kann ? Oder ist eine Vermietung eher schlecht für mich als Eigentümer,wegen möglichen Konflikten mit Mietern ?

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Dirk-D. Hansmann 19.03.2014, 12:47
@solrojo

Wenn Du Untermieter aufnimmst oder die Wohnung ganz vermietest hast Du Mieteinnahmen. Die sind steuerpflichtig. Die Einnahmen werden allerdings durch die Werbungskosten vermindert. Also die Abschreibungen, Zinsen und andere Finanzierungskosten, Kosten für den Hausmeister, Versicherungen und was da so alles kommt.

Die Frage was besser ist kann man überhaupt nicht beantworten. Es gibt Leute die vermietet haben und damit total glücklich sind. Es gibt Leute die selbst nutzen und auch zufrieden sind. Auf der anderen Seite stehen dann die, die aus irgendwelchen Gründen extremes Pech haben. Da kann man nicht raten.

Dann ist es auch ein Rechenbeispiel und wenn Du Deine Wohnung vermietest, dann wohnst Du selber auch wieder zur Miete... Daher hatte ich den Hinweis nur gegeben, weil ich es schon häufiger in der einen oder anderen Konstellation hatte. Sollte den Gebäudewert ermitteln und es fehlten wesentliche Aufschriebe. Das Finanzamt ist dann zwar auch gesprächsbereit, allerdings ist es schon besser wenn man die Unterlagen befragen kann. Man braucht eben keine Abstriche zu machen.

Vermieten hat steuerlich auch den Nachteil, wenn die Immobilie verkauft werden soll, dass womöglich das Eigentum nicht lange genug gehalten wurde und dann erst einmal ein Veräußerungsgewinn zu ermitteln ist. Der eben auch steuerpflichtig sein kann. Also die ganzen Hinweise von mir kommen halt, weil ich da schon viel erlebt habe.

Heute habe ich nicht mehr so viel damit zu tun, in der Familie ist alles sauber verteilt und beruflich habe ich nicht mehr "täglich" mit Einkommensteuer-Mandaten zu tun. Deshalb auch bitte so rechtliche Hinweise richtig verstehen, ich schreibe z.B. extra keine Jahreszahlen dazu. Ich will hier keine Beratung machen, darf man auch gar nicht, trotzdem möchte ich auch nicht, dass jemand auf die Nase fällt.

Unter dem Strich ist der Erwerb einer Immobilie in der heutigen Zeit höchst spekulativ. Die Renditeerwartungen, die man früher an Immobilien gestellt hat 3 - 7% kann man heute so gar nicht mehr haben.

Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft. Zwar wird dadurch vielleicht in einigen Gegenden das Wohnen eher in größeren Wohnungen stattfinden, weil man den Platz hat. Es wird aber Landstriche geben, die komplette Abwanderungen der Bevölkerung erwarten. Von Sylt berichtet man sogar im TV, da kaufen aber immer noch die Reichen ihr Feriendomizil.

Im Harz versuchen immer mehr Leute ihre Immobilien zu verkaufen und finden nur schwer, wenn überhaupt Abnehmer. In den Ballungszentren, die werden weiter Zuzugsgebiete bleiben. Da kann man mit enormen Renditen rechnen. Am Besten noch unbebaute Grundstücke in zentraler Lage ;-) Soweit die Gemeinde ein nicht zur Bebauung zwingt.

Es gibt zwei sinnvolle Gründe in Immobilien zu investieren: Man fühlt sich in der eigenen Wohnung einfach wohler oder man betrachtet es als Geldanlage und die Miete ist eben Teil vom Ertrag. Wenn Deine Lebensplanung also sagt: Diese Wohnung ist mir auf den Leib gebaut worden, dann lasse Dich nur nicht auf die Idee bringen die Motivation zu wechseln. Allerdings sollte man sich auch bei Einbauten in eine Wohnung immer überlegen ob man den Wert erhöht oder es eher verkompliziert einen Mieter oder Käufer zu finden...

Ich glaube das Du mit den Denkanstößen so nebulös sie nur sein können schon Deine richtigen Gedanken machst.

Übrigens eine Bitte: Wenn es wirklich um Geld geht, dann sollte man in solche Überlegung eine Steuerberatungskanzlei einbeziehen. Die meisten Steuerberater haben auch selber Immobilien und einige Mandanten, wo sie auch dieses und jenes mitbekommen. Dann kommen noch die fachlichen Informationen. Es geht bei einer Wohnung oder einem Haus in der Regel um das teuerste Wirtschaftsgut, dass man sich in seinem Leben anschafft. Und da sollte es nicht schrecken auch mal 100, 200 oder 300 Euro zu bezahlen. Denn hier einen Fehler - auch beim Kauf - kann viel teurer werden.

In diesem Sinne - Alles Gute!

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das ist Dein Privatvergnügen und immerhin bezahlst Du dann für das verwendete und investierte Vermögen keine Kapitalertragssteuer mehr und die eingesparte Miete wird nicht besteuert. Lediglich wenn Du vermietest kannst Du Aufwendungen steuerlich geltend machen und musst dadurch die Miete nicht als Einnahme voll versteuern. Früher gab es zwar noch die Eigenheimzulage - aber das ist inzwischen ein Märchen für viele.

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Wenn vollständig eigengenutzt gibt es keinerlei Absetzungsmöglichkeiten. Hast Du eine steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer -was eher selten vorkommt- dann kann man das anteilig absetzen.

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Nur wenn Du sie (zumindest teilweise) auch beruflich nutzt.

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nein, gibt es nicht mehr.

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