Anrechenbares Einkommen

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2 Antworten

Also bringen wir das doch mal in die richtige Reihenfolgen (ja, das geht an DerHans).

Richtig ist, dass grundsätzlich vom Bruttoeinkommen ausgegangen wird. Hiervon wird als Erstes die Werbungskostenpauschale nach EStG abgesetzt. Hat der Azubi höhere Werbungskosten als 1.000 EUR, können diese in der nachgewiesenen Höhe abgesetzt werden. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ein Steuerfreibetrag beantragt wurde, lediglich der Nachweis der erhöhten Werbungskosten ist erforderlich.

Erst nachdem die Werbungskosten abgesetzt wurden, wird von der sich ergebenden Summe ein pauschaler Abzug vorgenommen. Dieser beträgt mindestens 6 %. Er erhöht sich auf 10, 20 oder 30 Prozent, wenn

  • Steuern vom Einkommen

  • Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (oder zu vergleichbaren privaten Versicherungen)

  • Beiträge zur gesetzlichen Kranken-/Pflegeversicherung (oder zu vergleichbaren privaten Versicherungen)

gezahlt werden. Das heißt, zahlt der Azubi, einen dieser Beträge, werden 10 % abgesetzt, zahlt er zwei, werden 20 % abgesetzt und zahlt er alle drei werden 30 % abgesetzt.

Wohnt er dann noch zu Hause und ist zwischen 16 und 25 Jahre alt, gibt es noch einen Freibetrag für Kinder mit eigenem Einkommen. Dieser wird vom Gesamteinkommen abgesetzt und beträgt 600 EUR im Jahr.

Maßgeblich ist das Bruttoentgelt. Davon gehen dann pauschale Abzüge für die Soizialversicherung und die Steuern ab. Außerdem können Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn sie höher als 1.000 € im Jahr sind. In dem Fall sollte ein Steuerfreibetrag beantragt werden.

Die Miete wird bis zur ortüblichen agemessenen Höhe berücksichtigt

Judi1968 26.02.2012, 11:39

wie verhält sich das aber mit dem Einkommen meines Sohnes? Muß das ganze Gehalt angerechnet werden? Oder nur ein Teil?

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Scaver 26.02.2012, 12:08
@Judi1968

Das ganze Gehalt, abzüglich der von DerHans genannten Abzüge.

Wenn Du den Antrag stellst, musst Du eh immer das angeben, was gefragt ist. Dort wird auch nach dem vollen Einkommen gefragt. Wenn alles richtig ausgefüllt ist, berechnet das Amt die Abzüge usw. genau. Du selber darfst da nichts berechnen und schon vorher abziehen. Das wären Falschangaben und gilt als Sozialbetrug.

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