Anlass, Ursachen und Folgen des Konflikts zwischen der Türkei und Russland?

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3 Antworten

Der (aktuelle) Anlass ist der Abschuss des Militärflugzeugs.

Die Ursachen sind schon etwas schwieriger und liegen vor allem in den unterschiedlichen Interessen beider Länder. Russland ist ein Partner Syriens und Erdoğan, der türkische Präsident, hat etwas gegen Assad, der in Syrien an der Macht ist. Außerdem hat er etwas gegen die Kurden, gegen die im eigenen Land und die in Syrien und dem Irak.

Die Folgen sind zuerst der Abbruch der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Darüber hinaus ist die Türkei Natomitglied. Im Moment kann sich die Nato aber keine schlechten Beziehungen zu Russland leisten, weil man in Syrien gemeinsame Interessen hat.

Das ist jetzt mal kurz angerissen, worum es geht. Das Thema ist damit aber nicht ansatzweise erschöpft.

Gruß Matti

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Die Einkünfte des Islamischen Staates aus den illegalen Ölgeschäften mit der Türkei betrugen 3 Mio. Dollar pro Tag. Über die ungesicherte türkisch-syrische Grenze reisten allein letzte Woche ca. 2000 Terroristen aus aller Welt in die vom IS kontrollierten Gebiete Syriens und des Iraks ein; darüberhinaus kämpfen ca. 7000 Staatsbürger Russlands auf Seiten des IS.


Das sind u.a. die Gründe, warum Russland sich in Syrien engagiert. Man hat z.B. Angst, dass die russischen Terroristen zurückkehren und den Terror nach Russland importieren.

Durch die russischen Luftschläge gegen Infrastrukturobjekte des IS wurden in den verganenen 2 Monaten 32 Erdölverabeitungs-Komplexe, 11 Erdölraffinerien und 23 Überpumpwerke "außer Gefecht gesetzt" sowie 1080 Tankfahrzeuge, die täglich Öl über die grüne Grenze bringen, zerstört; dadurch versiegen nun die von der Türkei "angezapften" Ölquellen allmählich. Sie wurden in den letzten zwei Monaten halbiert: der Ölexport des IS in die Türkei fiel von 3 Mio.auf 1,5 Mio. Dollar pro Tag.

Darin liegt der Hauptgrund für den Abschuss eines russischen unbewafffneten, von einem Einsatz zurückkehrenden Flugzeugs über syrischem Territorium.


Zur Zeit werden täglich 200 000 Barrel Rohöl aus dem IS in die Türkei zu einem Preis, der weit unter dem Marktpreis liegt, geliefert. Mit anderen Worten: die Türkei und Erdogans Familienclan im Besonderen verdienen sehr gut am Ölgeschäft mit dem IS und haben kein Interesse daran, dass die Erdölquelle versiegt. Die NATO-Bündnispartner drücken dabei beide Augen zu.

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Zuletzt wurde ein russisches Kampfflugzeug von den Türken abgeschossen. Türken und Russen sind sich uneinig wer Schuld am Abschuss des Fliegers hat. Russen beschuldigen Türken den IS heimlich zu unterstützen.

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