Anlass Deutsch-Französischer Krieg

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Inthonisierung eines Hohenzollern kommt einer Machtvergrößerung gleich,denn das hieße das Preußen und Spanien von einem Hohenzollern regiert werden würde. Und das würde im Gegenzug bedeuten das Frankreich von 2 Seiten eingekesselt wäre ;einmal Preußen im Osten und Spanien im Süden von den Anden aus gesehen.Und das wollte Frankreich unbedingt vermeiden. Allerdings provozierte Bismarck mit der Depesche so,dass Frankreich den Krieg erklärte und Deutschland dadurch eine Welle der Nationalen Begeisterung in Deutschland herausrief - ganz im Sinne Bismarcks.

Leopold musste verzichten, weil er keinen Krieg mit den Frannzosen provozieren wollte. Ganz anders Bismarck: Er hatte es gezielt auf die Reaktion Napoleons abgesehen und durch sein gekürzte Version der Depesche kam es in der Öffentlichkeit einem Tritt Wilhelms ins Gesicht des Franzosen gleich. Eigentlich hatte Wilhelm sich nur über die übertriebene Forderung Napoleons aufgeregt den Thronverzicht auf unabsehbare Zeit zu erweitern. Durch Bismarcks eingreifen stellte sich die Szene, aber gänzlich anders, als eine Art Demütigung des Franzosen dar, welche nur noch den Schluss ließ den Deutschen den Krieg zu erklären. Zur Erklärung Wilhelm I. war Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, daher der erste Ansprechpartner.

Danke, aber warum gäbe die Inthonisierung Preußen machtpolitische Vorteile?

0

Der Sieg Preußens über Österreich und der rasche Friedensschluss hatten das Ansehen Napoleons III. schwer erschüttert, benötigte er doch wie sein Onkel große Erfolge, um den Thron sich und seinem Hause zu erhalten. All seine Forderungen auf Gebietskompensationen am linken Rheinufer, im Saarland und in der Pfalz, einst von Bismarck halb versprochen wurden von ihm nun schroff zurück gewiesen. 1867 scheiterte die französische Intervention in Mexiko. Im gleichen Jahr versuchte Napoleon III., wenigsten Luxemburg durch Kauf von den Niederlanden zu erwerben. Luxemburg hatte bis 1866 zum Deutschen Bund gehört, trat aber nicht dem Norddeutschen Bund bei, blieb jedoch im Deutschen Zollverein. Preußen hatte in Luxemburg ein Besatzungsrecht. Bismarck widerstrebte auch dabei dem Verlangen des französischen Kaisers. Eine internationale Konferenz in London sprach schließlich die Neutralität Luxemburgs aus, und die preußische Besatzung zog ab.

Der äußerste Anlass zum Krieg war die Kandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen für den spanischen Thron. Der französiche Botschafter Graf Benedetti verlangte von König Wilhelm I., welcher zur Kur in Bad Ems weilte, dass er die Kandidatur des Prinzen widerrufe. Wilhelm I. lehnte am 11. Juli das Verlangen des botschafters ab. Einen Tag später verzichtete jedoch Leopold auf die Kandidatur. Damit hätte der Streitfall erledigt sein können. Aber die französische Regierung suchte einen Erfolg. Benedetti forderte von Wilhelm I., er solle den Verzicht Leopolds gutheißen. Durch den preußischen Botschafter in Paris ließ man sogar anregen, Wilhelm I. möge sich entschuldigen. Preußen sollte also gedemütigt werden. Aber Wilhelm I. empfing daraufhin den französischen Botschafter nicht mehr, sondern ließ die Vorgänge in der berühmten Emser Depesche an Bismarck telegraphieren. Bismarck veranlasste die Veröffentlichung der Depesche in verkürzter und dadurch verschärfter Form. die darin berichtete Abweisung des französischen Botschafter durch Wilhelm I. wurde in Frankreich als schwere diplomatische Niederlage empfunden. Da Napolen III. diese nicht hinnehmen wollte, erklärte er Preußen am 19. Juli 1870 den Krieg. Die süddeutschen Staaten traten in den Krieg ein, während Österreich neutral blieb. Sowohl in England als auch in Russland, die ebenfalls beide neutral blieben, galt Napoleon III. als Friedensstörer.

Die französische Armee wurde schnell geschlagen, am am 2. September geriet auch Napoleon III. selbst bei Sedan in Kriegsgefangenschaft. Das französische Volk sagte sich daraufhin von seinem Kaiser los und rief die Republik aus. Verbissen wehrten sich die republikanischen Armeen gegen die endgültige Niederlage, mussten aber am 18. Januar 1871 kapitulieren.

Im Frieden von Frankfurt musste Frankreich Elsass-Lothringen abtreten und eine Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Franc zahlen.

Gute Antwort!! Danke :)

0

Man kann wohl sagen, dass alle Beteiligten diesen Krieg gewollt haben. Napolein III. wartete auf einen Anlaß, die eigene Presse trieb ihn förmlich dazu, und die Militärs waren allem Anschein nach auch nicht abgneigt und schlechte Ratgeber.

Frankreichs entscheidender Fehler war, dass es nicht um das Abkommen zwischen Preussen und den süddeutschen Staaten wusste und bei der Mobilisierung bewußt Zeit verplemperte, weil es mit der Einmischung dieser Staatens oder gar Österreichs rechnete.

Auf deutscher Seite hingegen hatte man schon vor dem Krieg komplette Eisenbahnfahrpläne fertig und den Aufmarsch bis ins Detail geplant.

0

Stimmt das so für referat?

WILHELM I. (22.03.1797-09.03.1888) Der erste deutsche Kaiser im Kaiserreich von 1871-1918 Gliederung Kindheit Ehe und Familie Prinz von Preußen König von Preußen Politik Deutscher Kaiser Ende des Lebens Das Erbe von Wilhelm I Kindheit und frühe Jahre

geb. am 22.3.1797 im Kronprinzenpalais in Berlin zweiter Sohn des späteren Königs Friedrich Wilhelm III und Luise von Mecklenburg- Strelitz Erziehung durch den preußischen Oberst Johann Georg Emil von Brause Mit neun Jahren wurde Wilhelm bereits Leutnant Als er 13 war, starb sein Mutter Er kämpfte 1815 gegen Napoleon Ehe und Familie Er hatte viele Geschwister, der wichtigste und bekannteste war der spätere König Friedrich Wilhelm IV, sein älterer Bruder Er war mit Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach verheiratet Er hatte 2 Kinder: Friedrich Wilhelm und Luise 1850-1858 residierten Wilhelm und Augusta in Koblenz Kronprinz von Preußen

  • 1840-nach Tod des Vaters wurde er Kronprinz
  • General der Infanterie
  • Wilhelm ließ Märzrevolution (1848) gewaltsam niederschlagen
  • Wilhelm floh nach London, Familie blieb in Potsdam
  • 1854 - Familie zog nach Koblenz
  • Wilhelm gewinnt gemäßigtere Haltung gegenüber Liberalismus König von Preußen Ab 1858 ist Wilhelm Vertreter seines kranken Bruders Am 02.01.1861 wurde Wilhelm zum König Wilhelm I. von Preußen gekrönt Mehrere Attentate auf Wilhelm 1862 ernennt Otto von Bismarck zum Ministerpräsi- denten Wurde am 1.7.1867 Leiter des Norddeutschen Bundes Kämpfte im deutsch-dänischen, im preußisch-österreichischen und im deutsch-französischen Krieg mit Politik

Ziel der Innen- und Außenpolitik Wilhelms und Bismarcks ist es, ein deutsches Reich zu gründen Preußen soll in diesem Reich die Vorherrschaft haben Kriege zur Ausweitung und Stabilisierung des preußischen Machtgebiets: -1864 Deutsch-dänischer Krieg – Wilhelm hat Oberbefehl über preußische Armee -1866 – Preußisch-österreichischer Krieg -1870-71 - Deutsch-französischer Krieg Politik2 Wilhelm I. unterdrückte die Demokratie und ließ dem Parlament keine Macht so das es nichts zu sagen Wurde am 1.7.1867 Leiter des Norddeutschen Bunde Innenpolitisch werden in der Königszeit viele soziale Gesetzte verabschiedet: - Einführung der Schulpflicht - Sozialistengesetz: Verhaftung von Sozialisten und Anhängern der Demokratie - Kinderschutzgesetze, Einführung der Krankenversicherung - sog. „Kulturkampf“ - Streit zwischen katholischer Kirche und preußischem Protestantismus, Auflösung von kir

...zur Frage

Napoleon, Nationalstaatsgedanke

Hallo, ich habe übernächste Woche meine mündliche Prüfung in Geschichte. Leider blicke ich gerade zu Napoleons Zeit einfach nicht durch. Im Internet gibts dazu natürlich eine Menge Holz, aber ich kann es einfach in keine sinnvolle Reihenfolge bringen. Außerdem verstehe ich auch einige überhaupt nicht...

Ist liste zunächst erst mal auf, was ich so weiß, vielleicht ist das am sinnvollsten. Also Napoleon "tauchte" quasi während der französischen Revulotion auf, stellte sich deutlich auf die Seite der Mehrheit und sicherte Frieden und die Erhaltung der Ergebnisse der Revolution zu. Er gewann dadurch das Vertrauen in Frankreich, was dazu führte, dass er sich 1804 zum Kaiser gekrönt hat. Darauf hin entwarf er den Code Civil, sicherte damit die Freiheit und die Gleichheit. Und jetzt hört es schon fast auf. Ich meine zu wissen, dass Deutschland damals noch ein "Flickenteppich" war. Napoleon hat ja dann mit Frankreich Kriege gestartet, richtig? Unter anderem ja dann auch gegen Preußen. Aber was genau sind denn jetzt die Rheinbundstaaten? Wie genau lässt sich das jetzt mit dem Nationalstaatsgedanken verbinden? Vielleicht schreibe ich hier gerade auch viel Müll, aber ich scheine momentan echt aufgeschmissen zu sein.

Kann mir vielleicht jemand dabei helfen, so grundlegende Begriffe und die Chronologie zu erklären?

Danke im Voraus

...zur Frage

Französisch-Deutscher Krieg 1870/71?

Kann mir jemand erklären warum beim Französisch-Deutschen Krieg die Schuld auf Bismarck (Deutschland/Preußen) geschoben wird? Also wir sind ja eh für alles in der Geschichte 100% schuld wo wir eigentlich nur 10, 20 oder 30% Schuld haben aber bei dem Französisch-Deutschen Krieg 1870/71 ist es doch so eindeutig und Frankreich erklärte den Krieg. Napoleon III. erklärte stolz, dass das Rheinland bald französisch sein würde und Frankreich gab die Kriegserklärung ab. Trotzdem wird dieser Krieg allgemein in 99% der Fälle Deutsch-Französischer Krieg genannt obwohl der Aggressor zu erst steht. Alle die meinen Ahnung zu haben sagen ja immer "Aber Bismarck und die Depesche blabla". Was geschah denn? Die Spanische Monarchie bot einem Hohenzollern (Preußische Königsfamilie) den Thron in Spanien an. Wilhelm König von Preußen war sehr angetan aber Napoleon war innenpolitisch angeschlagen. Napoleon machte extremen Krawall und forderte, dass der Hohenzollern ablehnt. Das tat er. Das war Napoleon plötzlich nicht mehr genug und er forderte nun noch zusätzlich auf den spanischen Thron für alle Ewigkeit zu verzichten. Daraufhin wurde eine Nachricht angefertigt, Bismarck kürzte sie (nicht fälschte sondern KÜRZTE) und es hieß dann nur noch man habe Frankreich nichts weiter mitzuteilen. Also nachdem Preußen Frankreich entgegengekommen war indem es auf das Angebot Spaniens verzichtete machte Napoleon weiter Stress und Preußen schickte mit der gekürzten Emser Depesche die Nachricht nach dem Motto "Lasst uns in Ruhe". Darauf hin erklärte Frankreich den Krieg wurde phänomenal geschlagen, wir halten uns das Elsaß und Deutschlothringen zurück und alle Deutschen die unter französicher Fremdherrschaft standen wurden befreit und Teil des ersten Deutschen Staates. Warum wird selbst bei dieser eindeutigen Sache so gelogen und uns die Schuld angelastet? Irgendwann reicht es doch mal!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?