Anlage KAP

1 Antwort

Eine Angabe der Kapitalerträge ist nur Pflicht wenn Du als Einzelveranlagter mehr als 801 EUR Zinserträge erhalten hast, für die noch keine Zinsertragsteuer abgeführt wurde. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 1602 EUR.

Normalerweise vergibt man ja Freistellungsaufträge an seine Bank(en) in Höhe von zusammen maximal 801 EUR. Dann wird für Zinserträge bis 801 EUR keine die Zinsertragsteuer abgeführt. Für Zinserträge über 801 EUR wird automatisch Zinsertragsteuer abgeführt. In diesem Fall brauchst Du die Kapitalerträge bei der Steuererklärung nicht anzugeben.

In einem speziellen Fall kann die (freiwillige) Angabe der Kapitalerträge in der Steuer trotzdem Sinn machen: Man kann in der Steuererklärung - ohne Risiko - eine "Günstigerprüfung" vom Finanzamt verlangen. Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 %, dann kann es von Vorteil sein für alle Kapitalerträge (also nicht nur für Beträge oberhalb von 801 EUR) Zinsertragsteuer in Höhe Ihres persönlichen Steuersatzes abführen. Für eine "Günstigerprüfung" müssen immer alle Kapitalerträge in der Steuererklärung angegeben werden (man darf keine Erträge weglassen).

Zu diesem Thema siehe auch: http://www.prcenter.de/Abgeltungsteuer-guenstiger-ist-nicht-immer-besser-.67241.html

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