Anime Gesuchtttt?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

MeMeMe. Kein "richtiger" Anime sondern ein Musikvideo.

thanks :D

0

ME!ME!ME! ist eine Kritik an Anime-Obsession.
Verbunden mit Internet, Spielen etc. Es geht nicht direkt nur um Hen tai oder Ecchi, das ist nicht ganz richtig. Das Sexistische daran ist aber absolut beabsichtigt und verschleiert genau für die, die sich mit Anime und Manga beschäftigen, die eigentliche Botschaft dahinter, da viele eben nur Brüste sehen. Dieses Video beinhaltet in seinen paar Minuten aber mehr Tiefe als so manche komplette Anime-Serien in ihrer Gesamtlaufzeit.
Der Junge ist Shuu-chan. Das Mädchen mit den rosa Haaren ist Hana-chan, seine ehemalige Freundin. Die Figur mit den türkisfarbenen Haaren ist die Verkörperung von Anime und Manga. Sie ist seine Obsession, der er verfallen ist und von der er nicht loskommt. Hana-chan gibt es dabei zweimal: einmal die richtige, das Mädchen, das Shuu-chan liebte und das ihn liebte, und einmal Hana-chan als Dämon wie Shuu-chan sie gesehen hat, als sie ihn von seiner Obsession lösen wollte. Ihm zuliebe. Die dämonische Hana-chan entspringt dabei Shuu-chans Fantasie und stellt nicht die Wirklichkeit dar. So hat er sie lediglich empfunden, als er sich wie besessen seinem Hobby gewidmet hat und ihm Hana-chan helfen wollte darin nicht zu tief zu versinken. Er sieht sein Problem lange nicht ein, woran die Beziehung kaputt geht.
Die Rückblenden zeigen wie sehr er das später bereut, als Shuu-chan die am Boden weinende Hana-chan genervt verlässt und der gegenwärtige Shuu-chan daneben steht und hilflos daran zurückdenkt. Was ihm rückblickend das Herz bricht. Er hat sie als Dämon wie eine parasitäre Bestie wahrgenommen, die ihm Böses wollte (an der Stelle, wo er tot am Boden liegt und sie ihn frisst), obwohl sie seine Heilung war (die Stelle, wo die wahre Hana ihn, traurig über seinen Zustand, küsst). Traurig, weil sie voller Liebe zu ihm ist bzw. war. Aber er hat letzteres zu der Zeit nicht gesehen und zu schätzen gewusst. Die Vorstellung der dämonischen Hana wie die wahre Hana-chan in ihr verschwindet, ist eine bildliche Darstellung seiner Erkenntnis darüber, dass sie ihm nur Gutes wollte.
Am Ende befindet er sich ja dann in einem Spiel, in dem er die Personifikation seiner Obsession zu bekämpfen versucht, mit dem Ziel und der stetigen Hoffnung Hana dadurch zurückgewinnen zu können, daran alleine jedoch scheitert. Das alles nimmt komplett Überhand (die mehrfache Ausgabe des türkisfarbenen Charakters) und er alleine ist dem nicht mehr gewachsen.
Dass Shuu-chan Hana-chan wiederhaben will, sieht man gegen Ende auch an den Blütenblättern. "Hana" bedeutet ja "Blume", so wie sie eine im Haar trägt. Und diese kommen Shuu-chan samt Bildern von ihr immer wieder entgegen, als er versucht sich gegen sein Problem zu wehren. Dass er einsieht eine Obsession zu haben, merkt man auch daran, dass die Personifikation dann auf einmal dämonisch dargestellt wird.
Ein weiterer Verweis darauf, dass er ein großes Problem hat, ist der, dass Realität und Fiktion immer mal wieder verschwimmen: am Anfang wird er in eine andere Welt "eingeladen". Die dämonische Hana kommt einmal aus dem Bildschirm in sein Zimmer, die Wirklichkeit, obwohl es sie nicht gibt und sie komplett seiner Fantasie entspringt. Er selbst sieht sich direkt bei seiner Obsession und hat Wahnvorstellungen. Und an einer Stelle blicken die Plastik-Figuren in seinem Zimmer auf und "befallen" ihn wie eine Krankheit.
Hanas Fall in die Tiefe, wo Shuu-chan vorher noch versucht ihre Hand, die sie nach ihm ausgestreckt hat, zu ergreifen, ist ein Sinnbild für ihren Verlust, weil seine Erkenntnis zu spät kam. Ihr Verlust und seine Niederlage sind so etwas wie ein "sozialer Tod" für ihn und letzten Endes findet er sich alleine in der Realität sowie nicht mehr geblendet und dadurch auch nicht länger "glücklich" in seiner Obsession wieder. Er kann zu keinem Zustand zurückkehren.
Es ist einfacher, wenn man das Gesungene versteht. Wenn du kannst, schau dir das Video mit Untertiteln an. Auch nur einen Bruchteil verstehen macht schon was. Ah ja! Zum Schluss hört man "Sayonara"— das ist die Verabschiedung, die man sagt, wenn man sich nie wieder sieht.
Das Sexistische daran ist das, was ein Großteil vieler Anime ausmacht. Es ist aber auch das, worin sich viele verlieren, das aber gar nicht merken. Das ist das tolle an ME!ME!ME!: man sieht es sich an, weil es so was zu sehen gibt. Aber das Problem, das durch so etwas entsteht und das darin behandelt wird, übersieht man darüber. Viele nehmen das gar nicht als Kritik wahr, so wie sie eben blind oder ignorant für ein mögliches Problem dahingehend sind.

Es ist kein Anime. Es ist sowas wie ein Kurzfilm/ Musikvideo.

Danke für die Erklärung aber ich hätte eine Frage und zwar ob diese Dämon was auch immer XD also seine Fantasie ist? Also seine sexuelen wünsche?

0
@MessroldHD

Die mit den türkisen Haaren verkörpert seine Sucht nach H*ntais. Und die mit den 6 Augen ist seine Freundin wie er sie sich als Monster vorstellt. Seine Freundin wollte ihm helfen von seiner Sucht loszukommen, aber weil er so sauer auf sie war hat er in ihr nur ein Monster gesehen.

0

Was möchtest Du wissen?