Anhörungsbogen Arbeitsamt

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Für eine "Arbeitssuchend"-Meldung musst du nicht persönlich vor Ort antanzen; telefonisch, schriftlich, per Mail, über Bevollmächtigten .... alles möglich ...

Das Problem: du bist in der Nachweispflicht für den fristgerechten Zugang der Meldung.

Und wenn im System nichts vermerkt ist, hast du ein Problem (deswegen sollte man als quasi Mindeststandar bei solchen Sachen ein Gedächtnisprotokoll anfertigen, .. wann mit wem worüber ....).

Du solltest im Anhörungsbogen das Ganze so wie hier darstellen, solltest dir aber keine allzu große Hoffnung machen, dass du um die eine Woche Sperrzeit rumkommst.

Reicht deine Kohle nicht, wäre ergänzend Alg2 möglich ... hier ist die verspätete Arbeitssuchendmeldung auch nicht sanktionierbar, also bedeutungslos.

okay, das ist jetzt komisch... beim amt wurde mir nämlich gesagt, dass eine arbeitssuchend-meldung ausschließlich dann gültig ist, wenn ich persönlich vorgesprochen hab!? :-o

ich habe nun den anhörungsbogen ausgefüllt und alles so eingetragen, wie es gewesen ist... die sanktion soll wohl auch für eine woche sein aber ich werde widerspruch einlegen, im anhörungsbogen habe ich auch mit dazu geschrieben, dass ich eine sanktion in diesem fall für ungerechtfertigt halte.

ergänzendes alg II würde ich nicht bekommen, da ich noch bei meinen eltern wohne und ich damit in den augen des amtes finanziell versorgt bin. selbst, wenn mein alg I ausläuft, würde ich bei weiterbestehen dieser situation kein alg II bekommen.

ich schaue mal, was bei der sanktion nun rauskommt und dann sehe ich weiter, wie ich vorgehe.

danke für deinen ratschlag, lg

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@Meli240193

okay, das ist jetzt komisch... beim amt wurde mir nämlich gesagt, dass eine arbeitssuchend-meldung ausschließlich dann gültig ist, wenn ich persönlich vorgesprochen hab!? :-o

Zur bloßen Fristwahrung, um eine Sperre zu vermeiden, reicht "irgendeine" Mitteilung.

Die Arbeitssuchendmeldung selbst wird in der Regel dann gleichsam nachgeholt bzw. verifiziert, wenn man sich arbeitslos meldet - das hat in der Tat persönlich zu geschehen! - oder mann ggf. vorher einen Termin, eine Einladung vom AA erhält.

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@VirtualSelf

Aber, dann habe ich die Frist doch gewahrt, schließlich hab ich der guten Dame vom Servicetelefon ja gesagt dass ich ab Datum x arbeitssuchend bin... oder?

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mündlich ist wertlos. Schriftliche, rechtskräftige Bescheide, Eingangsbestätigungen erhalten dich am Leben. Du solltest sagen wie es war, und betonen dass du dir alle Mühe gegeben hast (Belege?).Bei Sanktion, die eintreten wird, auf jedenfall die Mühe machen und Widerspruch einlegen. Du wirst gute Chancen haben, dass die Sanktion am Ende wieder kassiert wird, weil ein Formfehler vorlag. Weißt du den Namen des Mitarbeiters noch, der dich falsch informiert hat? Kannst du nachweisen dass du angerufen hast? Innerhalb des SGB ist es ein häufiger Formfehler, dass man nicht hinreichend und zeitnah aufgeklärt worden ist, dass aus einem bestimmten Verhalten Sanktionen erfolgen können. Ich wurde wegen verspäteter Meldung mit einer Woche sanktioniert, ich habe als dürftige Erklärung einfach angegeben dass ich durch meine Kündigung sowieso lange Gesperrt würde. Eine Woche ist verkraftbar. War allerding auch ein kleines Jobcenter.Immer Widerspruch einlegen! Kostet dich nichts.

ja, das werde ich mir für die zukunft hinter die ohren schreiben... am besten jeden anruf mit datum, uhrzeit, name meines gesprächspartners dokumentieren.

den namen des mitarbeiters weiß ich nämlich leider auch nicht mehr, ich mein warum auch... wenn ich so eine servicenummer anrufe um eine bestimmte info zu erhalten, geh ich ja im normalfall nicht davon aus, dass dann so ein mist passiert...

widerspruch werde ich auf jeden fall einlegen, je nachdem ob die sanktion weiterhin bestehen bleiben bzw. vollzogen werden soll. den anhörungsbogen werde ich heute beim amt einwerfen, dort hab ich erstmal alles so eingetragen, wie es gewesen ist.

danke dir für deinen rat, lg

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Naja du kannst sagen du kannst nichts dafür wenn es im System nicht hinterlegt worden ist. Um die Sanktion wirst du wohl nicht herum kommen.

eben, ich kann nix dafür... schon allein deswegen halte ich eine sanktion für ungerechtfertigt...

was kann ich in dem falle in den anhörungsbogen schreiben?

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@Meli240193

Tatsächlich ist es so, daß man sich heut zutage bereits ca. acht Wochen bevor man seine Arbeit verliert, beim Amt arbeit suchend melden soll. Du kannst in den Bogen schreiben daß du das Telefonat über Lautsprecheranlage geführt hast, wenn es zutreffend ist, und Zeugen benennen die dabei waren und gehört haben was gesprochen wurde. Die persönliche Arbeitslosmeldung geht tatsächlich nur höchst persönlich, das geht nicht einmal mit Vollmacht. Die lebende Person will gesehen werden.

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