Anhörung gem.§24 ZehntesSGB II

3 Antworten

Diese Anhörung ist nur gut für dich. Damit hast die Möglichkeit, den Sachverhalt zu belegen. Andernfalls wird vermutet (gelegentlich nach der Formal Pi mal Daumen). Deine Kontoauszüge und dein Bausparvertrag und weitere Unterlagen, soweit vorhanden, bilden die Grundlage bei einer Anhörung (die nur so heißt und durchaus auch schriftlich erledigt werden kann).

Man sucht nach den unehrlichen / ungenauen, um diese dann zu bestrafen, dass spart dem Staat Geld. Dazu bist du Empfänger von Staatsleistungen und hast Dich den Spielregeln dieses Staates unterzuordnen. Wer das nicht macht, macht einen kleinen Fehler, der dem Staat Geld spart. Gleichzeitig erkennt die Behörde bei einem "stresssfreien" Kunden, wie sozial einsortierbar dieser in eine Arbeitsstelle wäre. Hier wird dann, wenn kein Fehlverhalten und keine Aufsessigkeit festgestellt werden kann, bei Möglichkeit, nachinvestiert. Das die eine Erbschaft für Dich gefunden haben, glaube ich auch nicht.

Um hier mal eine vernünftige Antwort auf deine Frage abzugeben:

Kapitalerträge (also Zinsen, etc.) die im laufenden Bezug zufliessen sind Einkommen und müssten auf deinen Anspruch angerechnet werden. Allerdings müssen diese Zinsen dir tatsächlich zur Verfügung stehen also beispielsweise auf dein eigenes Konto gegangen sein so dass du dir davon deinen Lebensunterhalt etwas mehr finanzieren könntest.

Aber ich denke, dass die Zinsen bei deinem Bausparvertrag auch diesem gut geschrieben wurden und du nichts davon hast (außer du löst den Vertrag auf, was aber auch eigentlich nicht angerechnet werden dürfte). Wenn du den Bausparvertrag tatsächlich bei deiner Antragstellung angegeben hast dann dürfte keine Anrechnung vorgenommen werden.

Da es sich bei dem Schreiben nur um eine Anhörung handelt solltest du dich eh dazu äußern. Sprich einfach mit dem Sachbearbeiter mal persönlich darüber und er soll mal einen Blick auf den Erstantrag werfen, dann dürfte ihm einiges klar werden ;-)

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