Angststörung Panikattacken - Depression?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Liebe/r  Depression2016,

ellibelli333 hat dir schon eine treffende Antwort gegeben, wo ich noch einmal die Aussage aufgreifen möchte, dass viele Krankheiten sich überlappen können. Sie können sich auch gegenseitig bedingen, so dass mitunter von einem komplexen Wirkungsgefüge ausgegangen werden kann, was leider dann die Diagnose mitunter schwierig machen kann.

Du schreibst, dass du  nicht weißt, ob du unter einer, Depression Angststörungen oder unter Panikattacken  leiden würdest. Scheinbar könnte aber jede deiser Störungen zudem passen, was du erlebst?

Da das alles auch sehr anstrengende Störungen sind bzw. sein können, die das Leben der betroffenen Menschen tiefgehend beeinträchtigen können, würde sich auch in deinem Fall eine professionelle Beratung erst mal anbieten. In ersten Beratungsgeprächen könnte versucht werden, deine Problematik zu beschrieben und den etwaigen Bedraf zu klären, uns sollte dann diese Beratung einen solchen Bedarf erkennen, dann wäre eine genauso professionelle Bearbeitung sinnvoll/notwendig.

So eine Beratung ist bestimmt nie falsch und muss nicht in eine Theraoie münden, sollte das aber, wenn es angezeigt wäre. Der Vorteil eines solchen Schrittes wäre, dass du aktiv werden würdest um deine Belastung zu reduzieren bzw. auschalten zu können. Gerade der erste Schritt ist wichtig.

Natürlich kann man auch schon hier mal ein Gedanken zu deinem Problem anstellen, aber Ferbndiagnosen taugen nichts und dass kann dann in aller regel nur allgemeiner Natur sein. Angststörungen sind z.B. oft mit sozialen Ängsten verbunden, d.h. die betroffene Person befürchtet durch dass Verhgalten von Mitmenschen Verluste oder Kränkungen. Das alles lässt auf ein oft geringes Selbstbewusstsein schließen, dass durch die Erziehung, Umgang in der Sxchule evtl. Mobbing etc. bedingt sein kann.

Das kann alles aufgearbeitet und ein neues Verhalten bzw. bessere Einstellung erlernt bzw. angenommen werden, dass die Ängste und Depressionen überwinden hilft.

Wenn du noch Fragen hast oder was sagen willst, ich bin für Antworten gerne da.

Liebe Grüße, Thomas

Depression2016 19.07.2016, 13:09

ja kennst du dich auch mit Psychotherapie aus?

0

Nein, Depressionen und Angststörungen ist nicht das selbe, obwohl sie häufig miteinander auftreten (Komorbidität).

Beide Erkrankungen gehören zu den affektiven Störungen. Das heisst, das primär die Emotionen der betroffenen Person beeinträchtig sind, jedoch der Verstand (rationales Denken) einwandfrei Funktioniert (ausg. psychotische Depressionen).

Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, Panikattacken sind eine davon. Zu den Angststörungen gehören generalisierte Angststörung (GAS), Posttraumatische-Belastungsstörung (PTBS), Phobien, Zwangsstörungen und eben Panikattacken. Panikattacken sind somit eine Unterform von Angststörungen.

Hier findest du die verschiedenen Formen und deren Symptome von Angststörungen: http://www.deprohelp.com/formen-von-angststorungen/

Depressionen sind im Gegensatz zu Angststörungen durch Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Interessensverlust, Hoffnungslosigkeit etc. geprägt. Angst kann ein Begleitsymptom von Depressionen sein, dennoch ist es nicht das selbe. Angststörungen sind im Gegensatz zu Depressionen mit Adrenalinschüben, Gedanken wie "Ich werde verrückt", "ich habe einen Herzstillstand", Atemnot etc. verbunden.

Hier findest du die Symptome einer Depression: http://www.deprohelp.com/symptome-einer-depression/

Laut DSM-V (das ist so ein Katalog wo halt Krankheiten wie z.B. Depressionen, anxiety disorder, PTSD oder aber auch Schizophrenie usw. usw. aufgelistet sind und beschrieben bezueglich Krankheitsbild, Symptome, Behandlung usw.) sind Depression und z.B. Angststörung aber auch Panikattacken (wenn ich mich recht erinnere) verschiedene Krankheiten. Nun ist es aber oft so, dass disorders "comorbid" sind, d.h. Menschen die z.B. Depressionen haben, können auch oft noch Angststörungen dazu haben. Viele Krankheiten beinhalten auch ähnliche Symptome und überlappen sich, weil Krankheiten eigentlich nicht in Kategorien fallen sondern einer Normalverteilung in der gesamten Gesellschaft unterliegen, deswegen ist das mit der Diagnostik immer so eine Sache. Ein Arzt könnte dich mit einer ganz anderen Krankheit diagnostizieren als ein anderer, jedoch könnten beide ihren Standpunkt begründen. Diagnostizieren ist halt wichtig, damit man mit einer Behandlung beginnen kann und irgendwo werden im oben genannten Beispiel beide Aerzte schon irgendwo Recht haben und Vieles ergibt sich ja dann im Laufe der Therapie ans Licht bzw. an die Oberfläche (der gute alte Freud). So sehe ich das jedenfalls ungefähr… Du kannst dich ja mal im DSM-V schlau machen und sehen, welche Symptome auf dich zu treffen… Bei Depressionen lautet das DSM-V Diagnostik criteria z.B. so: http://www.psnpaloalto.com/wp/wp-content/uploads/2010/12/Depression-Diagnostic-Criteria-and-Severity-Rating.pdf. Im DSM-V ist es auch noch so, dass es halt z.B. depressive disorders gibt, anxiety disorders, autism spectrum disorders und das sind so Ueberbegriffe quasi worunter viele Krankheiten fallen. Anbei sage ich auch mal so, dass selten Menschen wirklich z.B. mit Depressionen diagnostiziert werden, da muss man schon Einiges aufweisen und auch ist halt jeder Mensch z.B. mal depressiv und ich würde Depressionen eher danach beurteilen, dass der Mensch halt einfach nie glücklich ist und nicht unbedingt danach dass er sehr traurig ist. Depression ist für mich eher die Abwesenheit des Glücks und nicht unbedingt die Anwesenheit der Trauer. Du könntest ja mal mit einem Psychologen sprechen (übernimmt auch oft die Krankenkasse wenn halt wirklich was ist) und nach dessen Rat fragen. Sich selbst diagnostizieren ist eigentlich nicht so das Wahre. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen und dir geht es bald besser!

Nein, das ist nicht dasselbe. Allerdings ist auch von Eigendiagnosen oder Diagnosen per "GuteFrage" nichts zu halten.

Wenn Du Dir sicher bist, dass eines von diesen drei auf Dich zutrifft, solltest Du zum Arzt gehen .... oder direkt zum psychologischen Psychotherapeuten oder - je nach Alter - auch zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Gerne! :-)

Was möchtest Du wissen?