Angststörung durch Kräutermischung?

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Da weder du noch wir wissen können, was genau die Zusammensetzung der Kräutermischung war lässt sich über die Substanz selber nur spekulieren. Auf der anderen Seite ist es tatsächlich so, dass Kräutermischungen völlig unkallkulierbare Stoffe enthalten, welche starke psychische Schäden hinterlassen.

Entweder hast du Glück, dann verschwinden die Symptome nach 1-2 Monaten wieder oder du hast Pech und die Mischung hat wirklich eine längerfristige Erkrankung ins Rollen gebracht.

Ob du Panikattacken hast oder nicht kann nur ein Facharzt oder Psychologe beurteilen. Selbst- und Ferndiagnosen sind nicht möglich. Hier findest du eine Übersicht über alle Angststörungen inkl. derer Symptome: http://deprimed.de/angststoerungen/ So kannste deine Situation besser einschätzen.

Wenn du tatsächlich eine Angststörung hast, bezweifle ich, dass du die richtigen Medikamente nimmst. Weder Mirtazapin noch Quetiapin (Seroquel) wirken angstlösend. Sie wirken zwar beruhigend (was schon mal nicht schlecht ist), doch eine angstlösende Wirkung ansich haben sie nicht.

Gegen Angstzustände ansich werden vor allem zwei Medikamentengruppen eingesetzt.

  • Als Notfall-Medikamente braucht man Benzodiazepine wie z.B. Lorazepam (Tavor/Temesta), Alprazolam (Xanax/Xanor), Diazepam (Valium) usw. Es gibt keine effektiveren angstlösenden Mittel als Benzodiazepine. Sie können einfach bei Bedarf eingenommen werden und wirken innert ca. 20-30 Minuten. Nebenwirkungen haben sie -ausg. Müdigkeit- fast keine. Das Ganze hat aber gleich zwei grosse Haken: Bei längerem und regelmässigem Konsum (nach ca. 4-8 Wochen) machen Benzodiazepine stark körperlich und psychisch abhängig. Ein weiteres Problem ist, dass relativ schnell eine Toleranzentwicklung eintritt. Man braucht also nach einer gewissen Zeit eine immer höhere Dosis um die Wirkung aufrecht zu erhalten. Dennoch, bei akuten Panikattacken sind Benzodiazepine alternativlos (sofern man sie nur im absoluten Notfall und so wenig wie möglich nimmt). Hier mehr zu Benzodiazepinen: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/
  • Als längerfrsitige Medikation werden vor allem Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse verwendet. Bekannte Substanzen sind z.B. Citalopram, Sertralin, Venlafaxin usw. (Mirtazapin ist auch ein Antidepressivum, gehört aber nicht zur SSRI und SSNRI-Klasse). Diese machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung. Dafür haben sie andere Nachteile: Sie müssen täglich (also nicht nur bei Bedarf) eingenommen werden und wirken erst nach ca. 3-5 Wochen. Zudem haben sie vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen. SSRi's und SSNRI's sind auch sehr effektiv gegen Angststörungen und als längerfristige Medikation fast alternativlos. Hier mehr zu Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/

Neuroleptika wie Quetiapin (Seroquel) sind wie bereits erwähnt gegen Angststörungen unwirksam, sie können jedoch eines der häufigsten Symptome der Angststörung unterdrücken: die innere Unruhe und Nervosität.

Wenn du wirklich eine Angststörung hast sage deinem Arzt, dass du angstlösende Medikamente einnehmen willst und nicht unbedingt das, was du jetzt bekommen hast. Schlussendlich kann der Arzt die Situation jedoch besser einschätzen als ich.

Alles gute von einem Betroffenen (Panikattacken) zum anderen....

PS: Das du momentan auf Drogen verzichten sollst muss ich wohl kaum erwähnen....

ich denke es sind Panikattacken.

Muss nicht sein, kann aber sein. Geschieht das in Stresssituationen oder in Angstsituationen?

Angststörung durch Kräutermischung?

Definitiv möglich, gibt viele die über so etwas berichten. Bei den meisten verschwindet es aber nach 1-2 Monaten wieder, manchmal dauert es auch länger.

Was kann ich dagegen machen?

Sport, viel intensiver Sport, Schlaf und gute Ernährung hilft dein ZNS bei der Regeneration zu unterstützen - wirklich! Verzichte mal eine Zeit auf Alkohol und andere Drogen.

Sind andere Tabletten eventuell besser geeignet,

Vielleicht. Bei drogeninduzierten Psychosen oder Angststörungen werden gerne Antipsychotika gegeben (Seroquel ist eines). Es hilft aber nicht immer und die Nebenwirkungen sind unter Umständen stark.

Mirtazapin eignet sich eher bedingt gegen sowas. Eher als Schlafmittel. Ansonsten taugt das Zeug eigentlich nichts. Ich würde dir empfehlen die Medikation zu wechseln. Weisst du vielleicht noch, um welche Substanz es sich genau gehandelt hat und hast du dich mal gefragt, ob die Angststörung vielleicht einen ganz anderen Ursprung haben könnte? Akut würde ich zu viel Sport (vorallem Ausdauersport z.B. laufen oder Radfahren), eine gesunde Ernährung, seltenen Drogenkonsum (auch bei Alkohol) und einem regelmäßigen Schlafrythmus raten. Das hilft dem Körper aufjedenfall ungemein und lindert die Beschwerden bestimmt auch um ein gewisses Maß.

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