Angst/Panikstörung heilbar? Was tun?

10 Antworten

Panikattacken sind was, was sicherlich entweder jemanden braucht, der weiß wie man rauskommt, oder einen Psychiater/Psychologen.

Das heißt, ab zum Hausarzt. Je frischer das erste mal her ist, desto schneller geht die Heilung.

Ist ein sehr langwieriger Prozess Panikattacken los zu werden und ist auch mit viel Selbstdisziplin verbunden.

Bis du das mal abgecheckt hast, kann ich dir folgende Tipps geben.
Sollte sich wieder ne Panik aufbauen, atme schnell und tief in den Bauch ein und atme fest aber sehr gebündelt durch gespitze Lippen aus... als würdest du eine Kerze ausblasen, oder bepuste deinen Finger und versuch eine möglichst kleine Fläche zu bepusten. Das machst du ne Weile, bis es dir wieder besser geht.
Das nimmt etwas Sauerstoff aus dem System was dazu führt das das böse Noradrenalin etwas abgebaut wird.

Und lenk dich ab...  rechne irgendwas, unterhalte dich mit jemanden um dich rum, o.Ä. breche aus aus einer eventuell aufbauenden Gedankenspirale

Koffein und Nicotin solltest du auch eher n bisschen meiden, da das leicht stressinduzierende Substanzen sind, und Stress is grad blöd.
Wenn Panikattacken anfangen, hat sich im Kopf eine Fehlinterpretation eingeschlichen, die zu einer verfrühten Ausschüttung von Noradrenalin führt.

Wenn dir der Arzt (bestenfalls der Psychiater) Psychopharmaka verschreibt, dann nehm se erst mal an. Die sind zwar nicht die Heilung, helfen aber bei der Selbsthilfe.

Wichtig ist, dass du merkst, dass dir bei einer Panikattacke nix passiert. Es fühlt sich zwar seltsam an, aber normalerweise kann nix passieren, ausser n bisschen Angstschweiß. Geh nicht in die Vermeidungshaltung, sondern wenn se kommt, dann nehm se an und direkt danach machst du dir klar, dass dir nix passiert ist. Das ist wichtig. Wenn du das Vermeidest können weitere Negativassotiationen entstehen. 

Ich hoff das hat n bisschen geholfen, wenn du weitere Tipps o.Ä. brauchst, kannst du mir gerne ne PN da lassen :-)

Mach dir keeeine Sorgen. Das sind Flashbacks mein Freund hatte die auch sehr schlimm und ist auch manchmal paranoid geworden. Er war auch beim Psychologen kurz in Behandlung aber der hat nir gesagt dass das Gehirn von selbst Stoffe produzieren kann die das Hemmen und dass er keine Medikamente braucht. Du brauchst Also auch keine Medikamente oder so das geht von ganz alleine weg. Du musst dir nur Zeit nehmen bei meinem Freund hat es 2 Jahre gedauert, bis sie ganz verschwunden waren. Einfach keine Drogen mehr nehmen und versuche dir in der Situation einzureden dass gar nichts passiert und das Gefühl gleich wieder weg ist. Mir ist damals auch aufgefallen dass er oft Flashbacks bekommen hat, wenn er viel daran gedacht hat oder Angst davor hatte dass es wieder passiert. Ich hab dann zu ihm gesagt dass er nicht darüber nachdenken soll und sich ablenken soll sobald die Gedanken kommen. Und tatsächlich ist es immer weniger geworden bis es ganz weg war :) denk immer dran es ist alles nur im deinem Kopf es passiert dir nichts und es geht auch wieder weg. Falls es wirklich nicht besser wird oder du denkst es wird schlimmer kannst du ja trotzdem zum Arzt.

Liebe Grüße 

Das Gefährliche am Konsum psychoaktiver Substanzen ist, dass frühere Traumatisierungen, die Teil der Normal-Neurose (unbewusste Vermeidung von Erfahrungen ähnlicher qualität der früheren Traumatisierung unbewusst die eigene Lebensführung manipulieren) geworden sind, akut werden.

Wer mit verdeckten Traumatisierungen lebt, hat ohnehin eine erhöhtes Level an Stresshormonen im Körper. Nach retraumatisierenden Dorgenerfahrungen ist das Stresshormon-Level nochmals erhöht, so dass der Konsum starker Herz-Gifte wie z.B. Koffein oder Teein tatsächlich Panikattaken auslösen können.

Ohne eine Trauma-Therapie wird sich an dem erhöhten Stress/Panik-Level im Körper nichts ändern. Aber erst von einem "normalen" Stresslevel aus können im Körper wieder die "normalen" Stressabbauprogramme funktionieren.

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