Angst zur Arbeit zu gehen. Wegen Unwissenheit

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5 Antworten

Dazu bist doch da : zum Lernen eben..Zu deinen 16 Jahren sei gesagt: Ich hatte mit 17 schon meinen Facharbeiterbrief in der Tasche , die Lehre mir 14 begonnen....

Hey, jetzt mal gaaanz langsam. Du bist 16! Du kannst noch nicht mal einen Führerschein machen. Woher soll also das Wissen kommen? Meinst Du, die Gesellen sind als Schlaule auf die Welt gekommen? Nein. Die wissen mehr, weil sie die Ausbildung hinter sich gebracht haben. Dir wird das alles erst noch beigebracht. Du kannst natürlich die Leute mit Fragen löchern und Dir Dein Wissen dadurch aufbessern. Aber wirklich helfen wird Dir nur die Praxis. Manche Menschen lernen durch Lesen, andere dadurch, dass sie am Auto rumschrauben. Dein Realschulabschluss, egal, ob sehr gut, oder mittelmäßig, hilft Dir dabei nicht wirklich. Frag mal so einen Schlaumeier, der Dich für dumm hält, wie man eine binomische Formel umwandelt. Der wird Dich erst mal dumm angucken, weil er das womöglich nie in der Schule hatte, oder aber schon wieder vergessen hat. Aber Du wirst das aus dem Ärmel schütteln, als wär's das kleine Einmaleins, weil's noch frisch ist. Hab keine Angst. Was Du nicht weißt, kannst Du lernen. Dafür ist die Ausbildung da. Und nach 3 Monaten hat man vielleicht erst mal raus, in welche Richtung man eine Schraube heraus dreht. Wenn der Ausbilder überhaupt soweit ist. Normalerweise ist man in dieser Zeit noch mit dem Putzlappen beschäftigt. Lass Dich auf keine Fangfragen ein. Es gibt weder 13er Putzlappen, noch Gewichte für die Wasserwaage, Getriebesand oder Bremsenfett. Mit sowas foppen einen die Gesellen am liebsten. Geh mit dem Hirn an die Sache. Und wenn Du meinst, etwas nicht zu begreifen, aber Angst hast, Deinen Ausbilder oder die Gesellen zu fragen, weil Dir die Frage zu dumm vorkommt, frag Deinen Dad. Außerdem sind die Gesellen NICHT für Deine Ausbildung zuständig. Sondern der Ausbilder. Meistens ist das ein Meister, wenn nicht gar der Chef. Wenn Dir die Gesellen Fragen stellen, kannst Du zu 75% davon ausgehen, dass sie nur mit ihrem Wissen angeben wollen, bzw. Dich auf die Probe stellen wollen. Aber darauf brauchst Du gar nichts zu geben. Wie gesagt, Die haben auch mal so angefangen wie Du und in so einen Automotor geschaut, wie eine Kuh in ein Uhrwerk.

Wieso glaubst du, bist du zu jung. Andere, die ihren RS-Abschluss gemacht haben, gehen doch auch in die Ausbildung. Ich kenne welche, die mit 18 Jahren ausgelernt haben. Ich bin mit 17 Jahren in die Ausbildung gegangen und hatte eigentlich ebenso wie du keine Ahnung. Aber dafür ist die Ausbildung ja da. Dort sollst du lernen und das geht nur übers Fragen. Es ist gut und richtig, was du machst. Dass dir die Bemerkungen der anderen weh tut, kann ich verstehen. Frage doch mal, ob sie die Ausbildung umgangen sind, weil sie vorher schon alles wußten... Wenn du dich nicht traust, weiterhin dort hin zu gehen, mache bitte erst einen Termin beim Personalrat, beim Chef oder bei der Gewerkschaft. In deinem Vertrag steht drin, was man dir alles beibringen muss. Jemand, der keine Fragen stellt, zeigt nicht gerade viel Interesse an seinem künftigen Beruf, also frage ruhig weiter. Hast du mal mit deinen Eltern gesprochen. Auch sie können dich unterstützen und mit deinem Vorgesetzten sprechen. Du kannst dir auch nebenbei mehr Infos über deinen Beruf aus dem Internet holen. Heutzutage kann man doch alles nachlesen. Zu meiner Zeit sagte mir mein Chef: Ich sei dumm, und er würde mir nichts beibringen. Super habe ich gedacht. Aber nicht mit mir. Ich habe meine Ausbildung eigentlich fast nur über die Berufschule und durchs über die Schulter gucken gelernt. Im 3. Jahr zog ich die Gewerkschaft hinzu. Leider war mein damaliger Chef ein ziemlich hohes Tier für die Prüfungen bei der Gewerkschaft und ich konnte gegen ihn nichts ausrichten. Man bot mir an, die Ausbildung nur anhand der Berufsschule zu Ende zu bringen, aber das war nicht mein Ziel, denn mein Chef hatte einen Vertrag zu erfüllen und wenn dies letztendlich nur das Zeugnis bedeutete (welches er mit mit "gut" ausstellte.

Klar, du bist noch ganz am Anfang und solltest gut überlegen, ob du deinen Platz aufgibst. Wenn es dich krank macht oder du dich nicht traust, etwas zu ändern, kannst du auch mit der Arbeitsagentur sprechen. Vielleicht kann man dich woanders unter bringen, ohne dass du ein Jahr verlierst. Du siehst, es geht vielen Azubis so. Mein Sohn wurde auch ziemlich gemobbt, was ich erst später erfahren hatte. Er wurde mal so zusammen geschissen, dass er auf dem Weg nach Hause vom Fahrrad gestürzt war, weil er einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Er wurde gekündigt, obwohl er mit einer zwei bestanden hatte und man ihm eine Übernahme schon bei Vertragsabschluss zugesichert hatte, wenn er nicht schlechter als 3 die Prüfung ablegen würde. Er hatte auch gar keinen Schimmer von seinem Beruf und fühlte sich oft unterfordert, man wußte nicht mehr ihn zu beschäftigen... Er wurde so krank, dass er erst jetzt, zwei Jahre nach seiner Ausbildung, angefangen hat zu studieren. Er war über ein Jahr krank geschrieben und sogar in einer psychischen Einrichtung. So weit soll es bei dir auf keinem Fall kommen.

Gehe alle Möglichkeiten durch, um an Hilfe zu kommen. Mache dich mit dem Schlimmsten, was passieren kann vertraut und wenn du dieses akzeptieren kannst, dann handle danach.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Zukunft! Alles Gute! Kyra700

Hm, ich habe Deine Antwort mal positiv bewertet, weil ich den Anfang ganz gut finde Aber ich denke, Nachtschicht10 braucht keine Beispiele für Dinge, die schief laufen können und wo das enden kann, sondern Aufmunterung. Ja, es stimmt, Mobbing kann schlimm enden. Aber das da ist kein Mobbing. Das da ist nur ein Foppen.... erst mal. Nachtschicht10 muss selbstbewusst an die Sache ran gehen. Sich mehr trauen und vor allem daran erinnert werden, dass er definitiv noch nicht alles können und wissen kann. Sowas läuft im Kopf ab. Mobbing ist da noch etwas anderes. Wenn permanent gegen ihn gearbeitet würde, wäre es Mobbing. Aber die Kerle wollen im Grunde nur eins. Besser sein. Das sind Männer! Männer müssen sich untereinander immer beweisen wie gut sie sind und dass sie besser sind als andere. Das sind reine Machtspielchen und die funktionieren am besten, wenn man jemanden vor sich hat, der sich mit denen nicht messen kann.... noch nicht. Aber was nicht ist, kann noch werden, und dann könnte Nachtschicht10 denen zeigen, wo der Hammer hängt.

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@Tamuril

fobben oder mobben, für mich gibt es da keinen Unterschied, wenn die Auswirkungen schon so massiv sind, dass er Angst hat zur Arbeit zu gehen. Und muss es erst schlimmer werden?

früher gab es das Wort mobbing noch gar nicht und trotz dem wurde gemobbt oder wie du meinst gefobbt. So manche Seele ist an so einer Art zerbrochen. OK, vielleicht wissen die Kollegen gar nicht, wie blöde ihre Art ist, dann sollte man es ihnen aber mal schleunigst sagen... Ich habe Beispiele der Hilfestellung genannt und Beispiele aus meinem Leben, aus meinen Erfahrungen. Alles fing irgendwann mal klein an und das Ausmaß wurde später riesen groß.

Gerade, weil ich sein Problem ernst nehme und dieses nicht einfach als kleines fobben stehen lassen möchte, habe ich das genau so geschrieben. Ich sehe das alles mit etwas erwachseneren Augen... man kann alles klein reden. Aber dies hier ist keine kleine Sache, denn er fühlt sich nicht mehr wohl. Mobben ist strafbar und das sollte den Herrn Kollegen mal jemand beibringen. Fobben kann ich nur jemanden, den ich mag und der weiß, wie ich es meine... alles andere ist kein Fobben...! Dort liegt der Unterschied begraben.

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Deshalb bist du doch in der Lehre, damit du was lernst. lass dir von den Gesellen nicht den Mut nehmen, die behandeln vermutlich alle Lehrlinge im 1. LJ gleich gut oder schlecht. Und letztlich weißt du ja auch noch nicht soviel - also mach Fortschritte, dann wird da schon.

Das ist doch ganz normal, daß ein Gesselle, der seine Lehre beendet hat, mehrweiß als einer, der gerade seine Lehre beginnt! Was ham die für ein Problem? Das würd ich denen mal sagen! Du würdest ja wohl kaum eine Lehre machen, wenn du schon alles wüßtest, oder?

Er/sie wird auch nach der Lehre nicht alles wissen.Denn das nennt sich Leben und ich lerne jeden Tag was Neues.Wär sonst langweilig,eintönig,etc.

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