Angst wegen Faktor V?

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2 Antworten

Hi,

du meinst wahrscheinlich eine Faktor-V-Leiden-Mutation.

Das ist schon eine ziemlich ätzende Diagnose, weil du nichts dagegen machen kannst und einige Einschränkungen in deinem Leben haben wirst.

Es ist aber auch nicht so wild, weil man damit sehr gut lebt und die Dinge, die man nicht einfach so machen kann wie andere, doch eher selten sind. In erster Linie musst du halt stärker auf alles achten, was auch bei gesunden Menschen eine Thrombose auslösen kann.

Dazu gehört auch das stundenlange Sitzen in einem Flugzeug.

Der erste Schock ist schlimm bei sowas. Informiere dich mal ein wenig im Internet und sprich nochmal mit deinem Arzt und deinen Eltern. In einigen Tagen hat das Ding schon ein wenig von seinem Schrecken verloren. Eine Heparinspritze ist nix wildes. Das wirst du zügig lernen.

Vielleicht ist der Hinweg in den Urlaub deswegen ziemlich blöd für dich, aber der Urlaub wird das schon wieder wettmachen. Auf dem Rückweg ist es wahrscheinlich schon nicht mehr so dramatisch.

Mit Faktor-V-Leiden leben total viele Menschen und man merkt denen überhaupt nix an. Die können alles machen, was die anderen auch tun. Nur an der Pille lässt sich leider zur Zeit noch nix drehen. Das wird dich noch häufig ärgern, es ist aber nicht zu ändern.

LG

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe gegoogelt, und danach hatte ich richtig Panik. Das Problem ist, dass ich so Angst vor diesen Spritzen habe. Und was ist wenn ich plötzlich eine Lubgenembolie bekomme? Was mache ich dann? 

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@LauraSanDona

Deine Gedanken sind völlig normal. Es wird einige Tage dauern, bis du das alles ein bisschen sortiert hast.

Schreib dir doch in den nächsten Tagen mal auf wovor du Angst hast, und dann besprichst du das mit deinen Eltern und mit deinem Arzt. Der muss dir das Heparin ja eh noch verschreiben.

Du wirst nicht einfach so mirnichtsdirnichts eine Lungenembolie bekommen. Lass dir vom Arzt nochmal genau erklären, worauf du achten musst. Das ist gar nicht so viel.

Man braucht ein bisschen Zeit, um sich mit einem solchen Schock anzufreunden. Am Anfang ist das einfach zu viel.

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Hab ich auch, und ich bin immerhin gestern schon 58 Jahre alt geworden... also, so schnell stirbt man daran nicht. 

Sei froh, dass das bei dir so früh entdeckt wurde, dann bleiben dir solche Dinge erspart, wie ich sie hatte, nämlich drei Venenthrombosen, bevor man überhaupt festgestellt hat, dass ich diese Krankheit habe. Du kennst deine Erkrankung und kannst vorbeugen.

Und bis auf die Tatsache, dass man sich eine andere Verhütungsmethode suchen muss anstelle von hormoneller Verhütung, ändert sich nicht großartig was. An die Heparinspritzen gewöhnst du dich, irgendwann haust du die dir selber rein, ohne großartig darüber nachzudenken. Mach dir da nicht so große Sorgen.

Wenn du dich an den Gedanken gewöhnt hast und richtig über deine Krankheit Bescheid weißt, wirst du sie nur noch halb so schlimm finden. Es gibt eine Menge Menschen, die sehr viel schlimmer dran sind als du und ich.

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