Angst vor Vollnarkose aufgrund Komplikationen - was tun?

2 Antworten

Der Begriff Narkoseallergie ist sehr wolkig und als solche auch nicht in der anästheologischen Praxis greifbar. Plausibel wäre eine Aspiration, also das Einatmen von Magensäure während der Narkose mit anschliessender Schädigung der Lunge.
Diese Magensäure kann durchaus durch das Rauchen, gerade auf nüchternen Magen, produziert worden sein.Jedoch kann die nicht zu jedem Zeitpunkt in die Lunge gekommen sein, denn während der OP warst du ja sicher intubiert. Und das schützt die Lunge vor eindringenden Fremdstoffen. Also kann es nur während der Narkoseeinleitung oder am Ende passiert sein.
Letztendliche Klarheit dürfte dir eigentlich das Narkoseprotokoll der Klinik geben, welches dir eigentlich in Kopie ausgehändigt werden müsste, wenn du danach fragst. Und Grund hättest du ja, weil es hat ja Komplikationen gegeben. Und wenn du das Protokoll hast, kannst du der wirklichen Ursache der Komplikation ja auf den Grund gehen. Ich und die anderen können hierzu nur spekulieren.

Der andere Punkt ist das "5-minütige" Aufklärungsgespräch. In einer Akut-Situation wie der deinen mag das möglich sein, aber ich fürchte fast, dass das häufiger vorkommt, als es müsste. War denn bei dir die aufklärende Anästhesistin auch deine Narkoseärztin im OP?Wenn man die notwendigen Untersuchungen und Klärungen (Nahrungsaufnahme, Rauchen, Allergien, Vorherige OPs und Erfahrungen etc, etc) nimmt, bleibt nicht mehr viel Zeit für die "Aufklärung". Leider hängen derartige Gespräche auch immer vom Informationsstand des Patienten mit ab. D.h. je mehr "Selbstverständlichkeiten" besprochen werden müssen, umso weniger ist Zeit fürs Spezielle. Und ebensowenig kann der Patient auf Wichtiges hinweisen.

Meiner Meinung nach ist aber gerade das Vorgespräch eine der Möglichkeiten, wo der Patient selber was für seine Sicherheit tun kann. 1. In dem er die wesentlichen Zusammenhänge und Möglichkeiten bei einer Narkose kennt und dann auch gezielt nachfragen kann.2. In dem er sich der notwenigen Informationen, die er oder sie geben muss, bewusst ist. 3. In dem er den Umfang der Untersuchungen, die vorgenommen werden müssen kennt. Beispielsweise ist es auf alle Fälle notwendig, dass die Intubationsbedingungen abgeprüft werden, damit der während der Narkose betreueunde Kollege dann auf mögliche Komplikationen vorbereitet sein kann.

Ich denke, wenn du dich schlau machst über die Vollnarkose und dem Zwischenfall bei deiner OP auf den Grund gehst, wirst du deine Ängste wieder in den Griff kriegen.

freut mich das es dir wieder besser geht aber zu deiner frage ja das kann am rauchen liegen aber der arzt hätte es dir besser sagen können woher das kam

Er meinte nur, dass es warscheinlich was mit dem Rauchen zu tun hat. Nicht, dass ich vorher nicht rauchen soll, nicht dass ich generell zuviel rauche und deswegen keine vollnarkose mehr abkann (falls das überhaupt möglich ist). er meinte ich solle vorsichtshalber herausfinden, ob ich auf Narkosestoffe allergisch reagiere( wie auch immer das gehen soll??). ich bin verwirrt!

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