Angst vor schlafapnoe?

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5 Antworten

Schlafapnoe entsteht durch Verlegung der Atemwege durch den Zungengrund, der im Tiefschlaf nach hinten rutscht.

Du kannst das durch eine Schlaflage verhindern, in der dein Kopf leicht nach hinten überstreckt bleibt. Am besten gelingt das in der stabilen Seitenlage, wie sie auch im Erste-Hilfe-Kurs gelehrt wird: auf die Seite drehen, unteres Bein abwinkeln mit Knie nach vorne, unteren Arm abwinkeln mit Ellbogen nach hinten. Dann Kopf leicht nach hinten überstrecken und mit der anderen Hand unterm Kinn fixieren.

Es gibt auch Anti-Schnarch-Kissen, die den gleichen Zweck in der Rückenlage erfüllen sollen: der Kopf liegt leicht nach hinten überstreckt, wodurch der Zungengrund nicht mehr weit genug nach unten rutschen kann und die Atmung so nicht mehr blockiert wird.

Von wegen: "wie man sich bettet, so liegt man". Kein Mensch ruht stundenlang in einer einmal eingenommenen Lage, es sei denn, er ist sehr krank. Außerdem werden nicht nur durch den Zungengrund sondern auch durch im Schlaf erschlaffende Rachenmuskulatur die Atemwege verlegt. Darum lassen sich nicht allein durch die Lage Apnoen verhindern. Zwar ist die Rückenlage für Apnoiker am gefährlichsten, aber Aussetzer kommen in  j e d e r  Schlaflage vor, auch z.B. bei geschlossenem Mund.

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Keine Panik - wenn Du bisher nachts keine Probleme bemerkt hast, werden jetzt nicht plötzlich nur wegen der Vermutung welche auftreten

Aussetzer bedeuten nicht: Atemstillstand - sie machen einfach den Schlaf nur weniger erholsam

Ceep calm! So schnell passiert da nichts. Jeder Mensch hat nachts Atemaussetzer und wenn deine bedrohlich wären, hätte dein Arzt anders reagiert. Zudem ist noch gar nicht sicher, dass du eine Schlafapnoe hast - und wenn: Tausende Menschen haben diese Krankheit und unternehmen gar nichts dagegen.

Gute Nacht und schlaf gut!

Ich werde seit vielen Jahren wegen meiner zu häufigen Atemaussetzer (Obstruktives Schlafapnoesyndrom, OSAS) im Schlaf per Überdruckgerät (nCPAP) gesichert. Therapiert kann man im Wortsinn eigentlich dazu nicht sagen, denn Besserung bringt die Standardanwendung ja nicht, sie verhindert nur die schlimmen Folgen. Wenn ich schwer erkältet bin oder aus einem anderen Grund nicht mit Atemmaske schlafen kann, setze ich die Behandlung halt mal aus. Schön ist das nicht, gut schlafen kann ich dann auch nicht ohne Maske, aber es droht nicht unmittelbar "Gefahr für Leib und Leben". Die Folgen (Bluthochdruck, erhöhtes Risiko für Infarkte in Herz und Hirn) treten erst nach längerer Belastung (unbehandeltes OSAS) ein.

Die von Dir gefürchtete Gefahr zu  ersticken besteht nicht. Du wirst zuverlässig geweckt. Das funktioniert auch bei Patienten, die jahrzehntelang ihre unbehandelte Schlafapnoe mit sich herumschleppen.

Apropos Alkohol: Grundsätzlich und besonders für Apnoiker gilt: Drei Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol. Das Erschlaffen der Rachenmuskulatur wird sonst sehr begünstigt und die Gefahr von Apnoen gesteigert.

Ich hab das seit vielen Jahren (wie mein Mann bestätigt), aber der Kardiologe hat mir ein Testgerät gegeben, welches in dieser einen Nacht nicht ausgeschlagen hat. Also habe ich das weiterhin und übrigens auch seit vielen Jahren schon.

Ich lebe immer noch.

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