Angst vor Psychose beim kiffen?

3 Antworten

Du hast hier wenn ich mich richtig erinnere schon mehrere Fragen zu dem Thema gestellt und es scheint dich zu beschäftigen. Jemand der eine Psychose hat würde solche Fragen nur halt nicht stellen sondern wenn dann darüber klagen verfolgt zu werden, denken dass andere seine Gedanken stehlen können etc.

Abgesehen davon hast du erst 6 mal konsumiert, bei so geringem Konsum schafft es nicht mal Alkohol zu psychotischen Symptomen zu führen.

Die warscheinlichkeit eine Psychose "Spontan" zu entwickeln ist sehr gering... Wenn du aber schon leichte Psychosen hast oder Symptome zeigst solltest du die Finger davon lassen, THC kann Psychosen erheblich verstärken...

"Kurzgesagt-in a Nutshell" hatt dazu ein Video Gemacht.

Woher ich das weiß:Recherche

Er hat aber keine psychotischen Symptome. Jemand der solche Symptome hat würde hier nicht ständig schreiben dass er Angst vor einer Psychose hat sondern fragen wieso die Mafia ausgerechnet ihn die ganze Zeit verfolgt oder fragen wie er die im Rauchmelder installierte Kamera abkleben kann. Diese Personen hinterfragen ihre Wahrnehmung und Gedanken nicht mehr und leben in einer völlig anderen Welt.

Ich finde das was Fragesteller beschreibt(er hat hier viele Fragen zu diesem Thema gestellt, scheint ihn zu beschäftigen) geht maximal in Richtung Angststörung.

Er hat erst 6 mal gekifft, bei so geringem Konsum würde es noch nicht mal Alkohol schaffen psychotische Symptome hervorzurufen.

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@NeuerNutzer99

Tut mir leid aber ich muss das hier mal schreiben. Du scheinst ein Mensch zu sein, der Cannabis gerne verharmlost und dabei oft falsche Informationen preisgibt. Zum einen vergleichst du bei jedem Fakt Cannabis mit Alkohol, was schlichtweg Schwachsinn ist, denn danach hat niemand gefragt: siehe deine Antwort über meinem Kommentar. Wegen solchen Kommentaren denken alle Legalisierungsgegner, dass wir keine richtigen Argumente hätten und immer mit dem Alkoholgefasel kommen. Zudem sind deine Aussagen komplett falsch. Alkoholpsychosen haben oft andere Ursachen, als eine "Cannabispsychose", die es so nicht mal gibt. Eine Psychose durch Cannabis kann nur ausgelöst werden, d.h., wenn du sie bereits in dir trägst, das kann aber auch ohne Cannabis passieren. Also doch: Cannabis kann nach 6-maligem Konsum so eine Psychose auslösen, auch nach einmaligem Konsum. Eine Alkoholpsychose hingegen hat oft, nicht immer, mit Stoffwechsel, oder Immunstörungen zu tun, welche sich relativ genau auf den Alkoholkonsum zurück verfolgen lassen. Die Chance, eine Psychose durch Cannabis zu bekommen ist also dann höher als bei Alkohol, bzw. überhaupt nur vorhanden, wenn es eine psychische Vorerkrankung gibt. Bei Alkohol hingegen kann das jedem Menschen passieren, wobei die Wahrscheinlichkeit bei gesunden Menschen relativ gering ist und man eher so etwas wie eine Fettleber bekommt. Vorausgesetzt man hat keine Krankheit, welche das Immunsystem und den Stoffwechsel beeinträchtigt.

Jemand der solche Symptome hat würde hier nicht ständig schreiben dass er Angst vor einer Psychose hat

Da gebe ich dir hingegen recht.

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@FelixSocke

Nein, du verbreitest falsche Informationen. Du hast keine Belege für die Behauptung dass einmaliger Konsum von Gras solche Symptome hervorrufen kann aber unterstellst anderen die das abstreiten direkt mal Verharmlosung. Daran sieht man dass Gras immer noch verteufelt wird, nicht verharmlost.

Du liegst übrigens auch mit der Behauptung dass es keine THC-Psychose gibt falsch. Die Erkrankung hat im ICD den Code F12.5, die Alkoholpsychose den Code F10.5. Vielleicht solltest du dich erst mal selber informieren bevor du anderen unterstellt Falschinfos zu verbreiten und Verharmlosung zu betreiben. Beides ist von der WHO anerkannt:

F12.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide : Psychotische Störung

https://www.icd-code.de/icd/code/F12.-.html

F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol : Psychotische Störung

https://www.icd-code.de/icd/code/F10.5.html

"Die durch Cannabinoide induzierte psychotische Störung (ICD-10 F12.50-.53) ist oft paranoid-halluzinatorisch geprägt mit deutlich affektiven Anteilen (schizoaffektive Prägung). Sie hält Tage bis wenige Wochen an, selten auch Monate.[84]"

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel

Das Risiko psychotischer Symptome ist bei Alkohol laut einer Studie ebenso hoch wie bei Gras, laut einer anderen deutlich höher:

"During the same year, 79.3% of participants reported psychotic features at least once. Greater risk was associated with number of days using methamphetamine (adjusted odds ratio [aOR] 1.14, 95% confidence interval [CI] 1.05–1.24, p = 0.001), alcohol (aOR 1.09, 95% CI 1.01–1.18, p = 0.04), and cannabis (aOR 1.08, 95% CI 1.02–1.14, p = 0.008), adjusted for demographic factors and history of past psychotic disorder."

https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1003172

Epidemiological Analysis of Alcohol and Drug Use as Risk Factors for Psychotic Experiences

"After control for daily cocaine use and alcohol disorder, the risk of onset of psychotic experiences for daily users of marijuana was double that for nonusers. Alcohol disorder in men was associated with eightfold risk and in women with threefold risk."

https://insights.ovid.com/crossref?an=00005053-199008000-00001

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@NeuerNutzer99

Natürlich dazu braucht es auch keine Belege. Wenn du eine Vorerkrankung hast kann es direkt ausbrechen.

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@FelixSocke

Was meinst du mit Vorerkrankung?

Wenn das möglich wäre dann gäbe es aber sicher Studien die das belegen. Außerdem gibt es immer noch keinen Grund es bei Gras für möglich zu halten aber bei Alkohol nicht wenn das Risiko psychotischer Symptome bei Alkohol ja mindestens ebenso hoch ist.

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@NeuerNutzer99

Du unterstellst mir, dass ich Cannabis verteufle, obwohl du nicht mal weißt, was mit einer Vorerkrankung gemeint ist.

Ganz einfach: gesunde Menschen können unter keinen Umständen eine Psychose bekommen.

Trägst du eine Psychose in dir kann diese aber zum Ausbruch gebracht werden, mit und ohne Cannabis, wobei die Wahrscheinlichkeit mit erhöht ist. Das verhält sich quasi wie bei HIV und Aids. Ich bin mir aber sicher, dass ich dir das schon mal erklärt habe.

Genau das ist auch der Fakt den Politiker missachten, wenn sie einfach sagen, Cannabis kann Psychosen auslösen.

Und wenn du mir das nicht glaubst, musst du nur auf irgendeiner Seite gucken fast überall wird gesagt, dass es qasi die Krankheit anstupsen kann.

Zwar gilt es noch nicht als zweifelsfrei belegt, doch in der Forschung mehren sich die Hinweise, dass es zwar keine eigenständige Cannabis-Psychose gibt, Cannabis aber Auslöser einer bislang verborgenen  Schizophrenie sein kann.

Zitat: Drugcom, übrigens eine Seite, die sich meist auf Negativwirkungen bezieht, selbst dort steht es.

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@FelixSocke

Mit Vorerkrankung hätte zum Beispiel auch eine Psychose bei Verwandten deren Veranlagung man erben kann oder eine abgeklungene Psychose beim Konsumenten gemeint sein. Es war halt nicht eindeutig was du meinst.

"Du unterstellst mir, dass ich Cannabis verteufle

Ja, wegen dem was du zu Alkoholpsychosen im Vergleich zu THC-Psychosen geschrieben hast. Ich habe zwei Studien dazu verlinkt, bei Alkohol kommt es mindestens ebenso häufig zu solchen Symptomen. Außerdem behauptest du immer noch dass einmaliger Konsum zu Psychosen führen kann. Habe das was du zitiert hast extra bei Google gesucht und den Drugcom Artikel so gefunden, auch dort ist nicht von einmaligem Konsum die Rede.

Du hast auch geschrieben dass ich Falschinfos verbreite und es gar keine eigene THC-Psychose gibt, dabei ist die ebenso wie die Alkoholpsychose von der WHO anerkannt und hat einen eigenen ICD Code.

Ich habe mich übrigens die ganze Zeit auf diese THC Psychose bezogen welche einige Wochen bis Monate anhalten kann, nicht auf die angeblich durch Gras hervorgerufene lebenslange Hirnerkrankung Schizophrenie. Dass Gras Schizophrenie hervorrufen kann ist nämlich nicht bewiesen, erst letztes Jahr erschien eine große Meta Analyse in der nur schwache Belege dafür gefunden wurden dass Gras Schizophrenie fördert, jedoch viel stärkere für den umgekehrten Zusammenhang, also dass Leute die anfällig für Schizophrenie sind gleichzeitig auch stärker zum Konsum neigen. Außerdem blieb die Häufigkeit von Schizophrenie gleich als der Konsum zunahm, das spricht auch dagegen dass Gras die Erkrankung hervorruft:

High-potency cannabis and incident psychosis: correcting the causal assumption

"Despite increases in the prevalence of cannabis use over a 30-year period in Australia, Degenhardt and colleagues found no evidence of any notable increase in schizophrenia."

In our meta-analysis, we applied bidirectional mendelian randomisation and found a consistent pattern of evidence supporting a causal effect of schizophrenia risk on lifetime cannabis use. By contrast, we found little evidence for any causal effect of cannabis use on schizophrenia risk."

https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(19)30174-9/fulltext

Auch laut WHO ist es fraglich dass der Konsum von Gras Schizophrenie hervorruft, ein starker Anstieg des Konsums führte nämlich nicht zu einer Zunahme der Häufigkeit von Schizophrenie:

"The argument that cannabis causes schizophrenia is contentious, however, as some have observed that sharp increases in global cannabis use in recent decades has not increased the incidence of schizophrenia."

https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabisplantPeerReview1.pdf?ua=1

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@FelixSocke

Ich möchte noch etwas zu der Seite Drugcom ergänzen. Auf der Seite finde man obwohl die Einstiegsdrogentheorie schon 1994 ganz klar widerlegt wurde noch Artikel in denen Teile davon verteten werden. Beispiel:

https://www.drugcom.de/news/cannabis-doch-einstiegsdroge/

Außerdem gibt es auch Artikel auf der Seite laut denen Gras zu tödlichen Folgen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann. Die letale Dosis THC ist dabei eigentlich so hoch dass man eine tödliche Menge Gras nicht konsumieren kann, außerdem bestätigt auch die WHO dass die Auswirkungen von Gras aufs Herz-Kreislaufsystem minimal und vorübergehend sind und erwähnt in ihrer Analyse zu Gras keine Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Risks to individual and society because of misuse

"Preclinical studies suggest that the lethal dose is not likely obtainable by humans. Cardiovascular effects of cannabis appear minimal or transient."

https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabisplantPeerReview1.pdf?ua=1

Aus solchen Gründen finde ich die Seite teilweise unseriös.

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@NeuerNutzer99

Ja das mit der eigenen Cannabispsychose leite ich aus dem Drugcom Zitat ab. Ich denke in diesen Bereichen, muss noch viel erforscht werden. Aber nur weil ich Alkoholpsychosen für nicht so wahrscheinlich halte, verteufle ich deswegen nicht Cannabis. Und ja die Vorerkrankung kannst du auch erben, was vermutlich auch meistens die Ursache ist.

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@FelixSocke
"Ich denke in diesen Bereichen, muss noch viel erforscht werden."

Da sind wir uns einig.

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Du bist 15.
Dir scheint die Wirkungsweise von Cannabis noch nicht so recht klar zu sein...:

Außer dass Cannabis "high" oder "stoned" macht, verstärkt es auch die in Dir vorhandenen Ängste, ebenso wie Cannabis das Empfinden für Spaß, Hunger, Liebe, Kreativität, Sex u.v.a.m. verstärken kann.

Ausserdem bist Du mit 15 mitten in der Pubertät. In der Pubertät werden so viele körpereigene Hormone (endogene Drogen) ausgeschüttet, dass man auch ohne Cannabis nicht selten Schwierigkeiten hat, mit sich und der Welt klarzukommen.

So lange also eines Deiner Grundmerkmale die Ängstlichkeit ist, wird Dir das Cannabisbuffen nicht den Spaß bringen, den Du Dir davon zu erhoffst.

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