Angst vor Probezeit?

7 Antworten

Klar könntest du das machen.
Nachteilig ist es eben in der Hinsicht, dass du dadurch keine Fahrpraxis sammelst und nach 2 Jahren quasi von vorne anfangen musst.

Auf der anderen Seite würde ich dir die Vorgehensweise, über die du hier nachdenkst, aus folgendem Grund empfehlen: Diese Haltung "oh man ich darf bloß keinen Fehler machen, jeder kleinste Fehler gefährdet meinen Führerschein" führt zu einer sehr zögerlichen, angespannten und ängstlichen Fahrweise. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass du Augenblicksversagen zum Opfer fällst (Augenblicksversagen bedeutet, dass du unwillentlich die dir obliegende Sorgfalt im Verkehr außer Acht lässt und dadurch Fehler bzw. Verkehrsverstöße begehst), um ein Vielfaches. Nicht selten führen Augenblicksversagen zu schweren Verkehrsverstößen, Gefährdungen oder gar Unfällen. Das Problem ist eben, dass, wenn dir das in der Probezeit passieren sollte, es den Behörden egal ist, wie du dazu stehst und wie sehr du es bereust. Dir drohen die gleichen Konsequenzen wie Rasern und Posern, die die Verkehrsregeln absichtlich missachten.
Eine Verlängerung der Probezeit hätte dann zur Folge, dass du noch weitere 2 Jahre ängstlich und angespannt fahren müsstest und dann wird das absolute Worst-Case-Szenario (Führerscheinverlust) tatsächlich immer wahrscheinlicher.

Warte ab, bis die Probezeit vorbei ist, danach kannst du ohne diese Angst ins Autofahrerleben einsteigen. Dann wirst du auch viel entspannter und optimistischer im Straßenverkehr unterwegs sein, was gleichzeitig zur Folge hat dass du deutlich sicherer fahren wirst.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Theoretisch ja, aber ich rate dir dringend davon ab, denn dann hast du keinerlei Routine und WIRST Fehler machen, wenn du dann anfängst zu fahren. Fehler macht jeder mal, das ist nicht schlimm, aber zum Fahren gehört die Übung. Also übe.

Nach den 2 Jahren biste noch unsicherer. Das ist dann wie das erste Mal in der Fahrschule. Woraus sich mehr Fehler ergeben können als Dir lieb.

Ich konnte mir kein Auto leisten und war gezwungen einige Monate auszusetzten. Dann war ich unsicher als die Fahrt vom Händler anstand. Hupende Autos. Habe dann abends immer ein wenig geübt, wenn die Straßen leer.

Und eins: die ersten 10.000 km passt man echt gut auf, bei den zweiten 10.000 nicht mehr so stark- also so im Schnitt.

Du bist nach der erfolgreich bestandenen Prüfung nur dazu verpflichtet zu den Überprüfungsfahrten zu erscheinen und diese zu absolvieren. Ob du sonst noch fährst, bleibt dir überlassen. Den Schein wegen nicht benutzens verlierst du aber nicht.

Dir wird übrigens auch in der Probezeit der Schein wegen Fehlern nicht gleich abgenommen.

Überprüfungsfahrten? Woher kommst du wenn ich fragen darf, denn bei uns gibt es die nicht ;-), wie läuft sowas ab, was ist das?

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@guitschee

Nicht? Die solltet ihr Deutschen aber dringend einführen. Haben sich bei uns ins Österreich bei der sogenannten Mehrphasenausbildung sehr bewährt.

Dabei muss man nochmal eine Fahrstunde nehmen nachdem man den Schein schon mindestens drei Monate hatte. Ist gut dazu geeigent um Fehler nochmal anzusprechen die man sich in der Zeit angeeignet hat in der man unbeaufsichtigt unterwegs war. Eine gute Erinnerung um wieder bewusster zu fahren.

Dazu gibt es dann noch ein verpflichtendes Fahrsicherheitstraining. Bei dem wird einen Tag lang auf einem Testgelände alles mögliche geübt wie Vollbremsen oder was man macht wenn man mal ins Schleudern kommt.

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@MaryLynn87

Das ist sinnvoll. Wie ist das, wenn man bei der Fahrt total daneben ist, kann einem der Schein deswegen wieder abgenommen werden? Oder kann man da in diese Überprüfungsfahrt ganz entspannt reingehen und bekommt wirklich nur weitere Hinweise?

Dazu gibt es dann noch ein verpflichtendes Fahrsicherheitstraining

Das finde ich eigentlich gut (allerdings muss das bezahlbar sein...) - das nützt aber nur, wenn man auch ein eigenes Fahrzeug hat, denke ich. Deswegen nur dann sinnvoll, wenn der Fahranfänger auch viel mit einem Auto fährt, bzw. ein eigenes hat. Ich bin in meiner Probezeit eigentlich so gut wie nie (Auto) gefahren - und hatte kein eigenes, da wäre das sicherlich nicht sinnvoll gewesen.

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@guitschee

Nein, der Schein ist dann nicht wieder weg egal was man anstellt - außer man macht etwas, wobei man den Schein auch ohne Fahrlehrer daneben verloren hätte und wäre dabei von der Polizei erwischt worden.

Falls man wirklich ganz schrecklich fährt dann werden einem zustätzliche Fahrstunden ans Herz gelegt. Aber dazu verpflichtet ist man nicht.

Das Fahrsicherheitstraining macht in der Tat mit dem eigenen Auto am meisten Sinn. Allerdings kann man sich auch vor Ort eines borgen. Bei den meisten Fahrschulen oder Versicherungen die man für das Auto als Führerscheinneuling abschließt bekommt man dazu einen Gutschein damit das Fahrsicherheitstraining billiger wird. Ansonsten kostet es um die 230 Euro ohne Mitgliedschaft zb beim ÖAMTC

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Überprüfungsfahrten

Geil. Was ist das denn?

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Dieses Wissen muss aus Österreich sein... sicher nicht in D

Die L17-Ausbildung ist in Österreich eine Möglichkeit, den Führerschein für PKW (genauer: Klasse B) schon mit dem Alter von 17 Jahren zu erlangen. Die amtliche Bezeichnung lautet „Vorgezogene Lenkberechtigung für die Führerscheinklasse B“. Wie auch bei der Klasse B, wird ein Probeführerschein[1] ausgestellt.

Nach erfolgreicher Fahrprüfung sind im Sinne der Mehrphasenausbildung innerhalb eines Jahres noch ein Fahrsicherheitstraining und eine Perfektionsfahrt zu absolvieren.

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@Maxxxxxxxi

Mit L17 allein hat das aber auch nichts zu tun. Überprüfungsfahrten und Sicherheitstraining sind auch für Volljährige Führerschienneulinge verpflichtetnd.

Also wenn du schon dank google hier klugscheißt, dann mach es wenigstens vollständig.

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@MaryLynn87

Haha, ja, aber Überprüfungsfahrten gibt es hier eben nicht, wollte Dich eigentlich verteidigen, aber gut......

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@Maxxxxxxxi

Wozu ihr dann einen Probeführerschein habt wenn danach nichts mehr "geprobt" wird ist mir dann aber schleierhaft.

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@MaryLynn87

Servus in das Bergenland: Den Führerschein auf Probe haben wir aus verschiedensten Gründen, es wird aber keine Überprüfungsfahrt fällig, diese wurde bei der Abschlussprüfung bereits absolviert. Es sind eben die Strafen höher während der Probezeit, das ist alles.... LG, auch wenn Du mich Klugscheisser nennst 😉

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Wenn Du die Fahrprüfung bestanden hast, dann wohl deshalb, weil der Fahrlehrer und auch der Prüfer der Meinung war, dass Du fähig bist Dich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Ich würde davon abraten, 2 Jahre nicht zu fahren. Danach fehlt Dir die Übung und das hemmt Dich dann.

Einfach vorsichtig und umsichtig fahren, wie Du es in der Fahrschule gelernt hast. ;-)

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