Angst vor "neuen" Pferden loswerden?

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5 Antworten

Das Gefühl kenne ich. Ich hatte vor Jahren einen schweren Reitunfall im Gelände mit allem was da so dazu gehört inkl. Krankenhausaufenthalt und anschließender Bettruhe.

Hab mich anschließend wochenlang nicht mehr auf´s Pferd getraut und bin wütend und weinend nach Haus gefahren, weil ich mich so über mich geärgert hab denn erfahren war ich auch und runterfallen, mei gehört dazu irgend wie.

Mein Mann hatte die zündende Idee: Unterricht an der Longe auf einem ruhigen Pferd und einen guten RL dazu, der mich sozusagen therapiert hat, konnte ich wieder alleine reiten. Wichtig war hier, die Angst zu verlieren, sich auch selbst wieder etwas zu zutrauen und da fand ich die Atemtechnik und das autogene Training zu Pferd ideal. Ich hab meine innere Mitte wieder gefunden und neues Selbstvertrauen erlangt, so gesehen bin ich an der Sache gewachsen.

Respekt habe ich durchaus vor allen Pferden, Angst aber keine mehr auch nicht vor fremden Pferden.

Vielleicht wäre so etwas zusätzlich zum Unterricht auch für dich hilfreich? Man kann das übrigens in vielen Facetten des Lebens brauchen, nicht nur beim Überwinden innerer Ängste beim Reiten.

Buddhishi 20.02.2017, 15:56

Toll geschrieben :) Autogenes Training ist sozusagen mein 'Steckenpferd' - kann man so vieles mit erreichen. LG

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kaltblueterin 21.02.2017, 16:55
@Buddhishi

Damit kann man wirklich viel erreichen, grade was das loslassen von Ängsten angeht. 

Ich find's super und kann das nur anraten, man kann es auch prima auf sämtliche Situationen des Lebens umlegen bzw. anwenden. 

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Du reitest doch schon etwas langer, oder?

Und kannst alle 3 Grundgangarten reiten, stimmts?

Also fällst du im Galopp nicht rinter, oder?

Na also - dann brauchst du doch auch keine Angst zu haben, wenn ein Pferd mal etwas schneller laufen sollte als beabsichtigt. Und mehr ist " Durchgehen" ja auch nicht. Du bist doch in einer Reitbahn, neme ich an. Selbst, wenn das Pferd tatsächlich " durchgehen" würde: mach die einfach klar, dass das ja auch nur ein flotterer Galopp wäre, irgendwann hat das Pferd keine Lust mehr und halt an. Es ist noch keiner weitergelaufen bis in alle Ewigkeit. 😉

Und vertrau Deinem Reitlehrer, dass er Dir kein zu " wildes" Pferd gibt. Der hat nämlich auch besseres zu tun, als Reitschüler vom Boden aufzuheben, das Pferd einzufangen  und womöglich den Krankenwagen zu rufen. Der teilt seine Pferde so ein, dass alle die Reitstunde möglichst unbeschadet überstehen. 

Aber- wieso sollte so was passieren, selbst wenn das Pferd unbeabsichtigt schneller würde? Du kannst doch reiten.

wir machen es IMMER so,
daß wir, bevor wir reiten, 10-15 Min Vertrauenstraining an der HAnd machen:

Das beginnt am Boden schon beim holen der Pferde, wenn wir den Weg zum Putzplatz nutzen, um mal eben zu gucken:
wie leicht kommt das Pferd mit,
wie gut bleibt es auf meiner Höhe,
läßt es sich ziehen oder
muß ich ihm deutlich sagen: "Überholen gibt's nicht!" -

dabei klärt sich schon einges.

wenn der weg etwa länder ist, kann ich auch noch einen Bogen oder Schlenker/Volte einbauen von den anderen Pferden weg, um zu sehen,wie gut es sich NUR auf mich konzentrieren kann.

dann halte ich unterwegs mal mit Körpersprache und Stimmkomando an,
loooobe,
und laß mein Pferd mind 3 ruhige langame Atemzüge stille stehen und dann auf mein Kommando wieder gesittet antreten.

am Putzplatz schaue ich, ob es leicht für mich zur Seite weicht, wenn ich das erbitte,
daß es ruhig stehen bleibt usw.

nach dem trense und satteln führe ich wieder für 1-5 Min und wiederhole die Übungen von oben.
nachgurten und dann
laß ich mein Pferd auch mal
aus dem Schritt an der Hand antraben.

DABEI merke ich, wie es drauf ist: übermütig oder schlafmützig und handle entsprechend:

beruhigende Übungen wie Schrittweise vorwärts oder rückwärts treten n

oder auffordernde Lektionen ander HAnd wie steter wechsel der Geschwindigkeit alle 10 Schritte.so komme ich dann auf dem reitplatz an, führe gern noch über einige Stangen oder Trailhindernisse und grute nach, bevor ich - nun ein gutes eingespieltes Team mit dem Pferd - aufsitze.

Viel Spaß´und Erfolg beim Nachmachen !!!

odaroc 20.02.2017, 14:06

Geht leider nicht wenn ich Reitstunde habe

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Ich weis jetzt nicht um was für Situationen sich das handelt also damit meine ich warum und wie oft Du fremde Pferde reitest oder ob Du allein bist!
Ich würde Dir raten sich mit dem Pferd vorher etwas zu beschäftigen. Beim putzen bereits genau auf seine Reaktionen achten. Steht er ganz relaxt ist das Pferd neugierig oder Ängstlich bei bestimmten Berührungen. Wie reagiert es auf Lärm usw.
Führe das Pferd auch erstmal ein paar Runden.
Du lernst das Pferd damit zwar nicht komplett kennen aber lernst doch etwas ihn einzuschätzen.
Aber irgendwie bzw irgendwas muß dann doch Dir Unruhe geben was Deine Reitkunst angeht. Oder schlechte Erfahrungen. Angst kommt nicht einfach so.
Ein Respekt gehört dazu, dem Tier gegenüber und beim reiten. Also Respektlosigkeit beim reiten ist falsch, aber die Angst solltest du nicht haben!

odaroc 20.02.2017, 13:25

Ich meine in einer Reitstunde wenn ich ein Pferd reite dass ich nicht kenne bzw noch nicht geritten bin.
Ich weiß nicht warum es so ist (ich hatte noch nie einen Unfall oder so und bin auch erst ein mal vom Pferd gefallen (ohne Folgen) aber wenn mir jemand etwas über das Pferd z.B erzählt wie z.B "erschrickt sich oft" oder so glaube ich das und werde unsicher

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Zanora 20.02.2017, 15:33

Also mit Reitlehrer deines Vertrauens brauchst da keine Angst haben ;) würde sie/er Dir das nicht zutrauen oder Zweifel haben das Du mit diesem Pferd nicht klar kommst würden die Dir so ein Pferd bestimmt nicht geben im Normalfall! Höre nicht auf das gelabere anderer. Klar ist es gut wenn Du über ein Pferd etwas Bescheid weist aber es wird auch oft übertrieben. Geh ganz locker an das Pferd ran mit selbstbewusstsein und reagiere Situationsbedingt. Lass es auf Dich zu kommen, es sind Lebewesen mit eigenem Charakter und Willen und somit auch für Überraschungen bereit ob jetzt positiv oder negativ! Wer weis, vielleicht kannst Du ja Deinen Stall Kollegen entgegenreden und sagen das Du das nicht schlimm empfandest und Du Dich nach geraumer Zeit wohl gefühlt hast ;) Ganz easy, gib jedem Pferd die Chance die Sache besser bei Dir zu machen und gehe ganz neutral ohne schlechte Gedanken an das Pferd. Und nochmal was .... Es liegt meistens nicht am Pferd, sondern an den Umgang und können des Reiters ;)

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Ich würde ein fremdes Pferd vor dem ersten Reiten ablongieren. Da sieht man schon so einiges und beim Pferd ist die erste Power draußen ...

odaroc 20.02.2017, 13:26

Kann ich aber nicht machen wenn ich das Pferd in der Reitstunde reite

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Tschulea 20.02.2017, 14:16

Ich hatte das am Anfang auch immer.
Was mir geholfen hat: einfach ständig andere Pferde reiten. Hilft auch, dein reiterliches Können und Einfühlungsvermögen zu erweitern.
Bitte doch einfach deine Reitlehrerin darum, dass du möglichst oft andere Pferde reiten darfst um die Angst vor neuen Pferden zu verlieren.
Ich reite jetzt seit glaube ich 15 oder 16 Jahren, mir hat es damals nicht geholfen mit den Pferden am Boden zu üben um zu schauen wie sie drauf sind. Denn wenn man drauf sitzt, finde ich, ist das nochmal was komplett anderes.
Wie gesagt, mir hat es geholfen einfach ständig andere Pferde zu reiten, so viel verschiedene wie nur möglich.

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Tschulea 20.02.2017, 14:17

Hoppla sollte eigentlich als extra Antwort sein, nicht auf den Kommentar 😄

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