Angst vor meinem Pferd nach Unfal. Ich darf ihn nicht mal mehr putzen. Was soll ich tun?

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Ich fürchte ,das ist einer der Araber, die von nicht sachkundigen "Bereitern" über die Uhr gedreht wurden. Das ist leider gar nicht selten. Ich behaupte mal, dass 90% aller Profibereiter mit dieser Rasse nicht umgehen können. Sie sind nicht fein genug dafür. Wenn man einen Araber wie einen Warmblüter behandelt, kann das sehr schief gehen.

Meine eigene RL hat einmal ein komplettes Araberstüt ausgebildet. Zuvor gingen die Pferde zu einem Kölner RL, Pferdewirtschaftsmeister. Sie kamen als praktisch unreitbare Wracks zurück. Meine RL hatte einen Wallach unter diesen Pferden, der sich panisch hinwarf, wenn er nur den Sattel sah. Da sie eine extrem feine Reiterin ist, konnte sie das Pferd korrigieren. Sie hat ihn später auf L-Dressuren geritten und auch auf 100 km Ritten. Aber sie kann Araber reiten. Die allermeisten anderen Reitlehrer können das nicht.

Du hast nur zwei Möglichkeiten:

1. das Pferd zurückzugeben. (das arme Tier)

2.dir einen Profi suchen, der wirklich mit dieser Rasse umgehen kann, in der Lage ist, das Pferd zu korrigieren und bei Null wieder anzufangen. Rechne da mal mit einem Jahr.

Ich besitze selbst eine AV Stute, allerdings war sie unverdorben  als ich sie bekam. Ich bin keine tolle Reiterin, sagen wir, ich bin eine etwas gehobene Freizeitreiterin. Und ich war ebenfalls nach einer vierjährigen Zwangspause im gehobenen Alter Wiedereinsteigerin.
Meine Stute ist ein wundervolles, ausgeglichenes Pferd, mehr Hund als Pferd. Aber sie war halt auch nicht bei irgendwelchen Profis gelandet, die sie wie ein Warmblut behandelt und ruiniert haben.

Ein Araber braucht Einfühlung, Einfühlung, Einführung und noch mal Einfühlung.

Du kannst dich jetzt entscheiden. Wenn du das Pferd behältst, dann nimmt dir Zeit. Ein Jahr ca. Und hol dir HIlfe. Kein Natural Horsemanship, Parelli Lehrer, die können das oft auch nicht. Schon gar nicht jemand, der mit Join up kommt. Aber googel ruhig mal nach alternativen Reitlehrern. Klassische Reitlehrer, Bent Branderup-RL, Ph. Karl Reitlehrer, Reken Reitlehrer, Tteam Ausbilder.  Denen würde ich das am ehesten zutrauen.


Und was das Alter angeht: hast du denn nicht in die Papiere geguckt? Bevor ich mir einen AV überhaupt nur angucke, schau ich erst mal in seine Papiere. Und da steht das Geburtsdatum doch drin. Oder hat man dir eine papierelose Kreuzung untergejubelt. Die sind leider sehr oft viel schwieriger als die reinen Arabs. Das sind nämlich eigentlich einfache Pferde Hunde halt, wenn man mit ihnen umgehen kann.


oh weih... das klingt ja gar nicht schön :( 

Du hast im Grunde drei Möglichkeiten:

a) das Pferd zurückgeben. Du hast bis 4 Wochen nach dem Kauf ein Rückgaberecht. Ob du das tun möchtest ist die andere frage, denn so wie sich das anhört zieht einen der Händler/Verkäufer über den Tisch und er wird es wieder so tun. Das Pferd wird dann zum Wanderpokal... 

b) Das Pferd verkaufen. allerdings wird das sehr schwierig werden und du wirst auch nicht allzu viel Geld für das Tier verlangen können mit diesen Problemen. Eine richtige Person zu finden wird noch schwieriger. Wenn du dir das Pferd nicht zutraust solltest du dir diese Suche trotzdem aufhalsen, dir und dem Pferd zuliebe

c) du kannst das Pferd auch behalten. Aber dann wirst du vermutlich erst in knapp einem Jahr in den Sattel steigen können, grob geschätzt. So wie sich das anhört wurde echt alles falsch gemacht. Araber in Wiedereinsteigerhänden ist auch so eine Sache. Sie sind einfach sehr sensibel, auf Druck reagieren sie noch stärker als Warmblüter oder Ponys. Ich bin vor ein paar Tagen eine ox Araberstute Probegeritten. 50g in der Hand waren gut, 150g waren zu viel. Da muss man eine unabhängige hand haben und alles über das Gewicht und den Schenkel machen. Wenn du das nicht (mehr) kannst würde ich das Pferd weggeben. Du kannst aber auch kämpfen, das wird dann allerdings langwierig, teuer und nervenkostend sein. 

Wie Dahika schon geschrieben hat kann man auf diese Rasse keine "normalen" Bereiter setzen. Warmblöds werden oft mit wesentlich mehr Hand geritten, bei einem Araber aktivierst du so höchstens den Timer für die Expolsion. Deshalb solltest du dir einen Trainer suchen, der mit dieser Rasse Erfahrung hat. Diese Person muss sehr, sehr fein und sehr, sehr einfühlsam sein. Und satteln wirst du erstmal gar nicht mehr können, da muss vorher die Basis erschaffen werden. Du hast dir quasi ein halbrohes Pferd gekauft mit Problemen obendrein. Das muss die komplette Basis-Erziehung lernen, vom korrekten führen und folgen, über das Anbinden bis hin zur Arbeit an der Hand und an der Longe. Wenn das gut klappt habt ihr auch sicherlich schon eine so gute Beziehung dass man langsam wieder mit dem Sattel kommen kann. Wenn das Pferd schon Satteldruck hatte, dann wurde es auch geritten und der Sattel lag öfter drauf. Aber gut geritten wurde es deshalb trotzdem nicht. Du hast also nicht nur ein pferd, das den Reiter nicht bis kaum kennt, sondern ein Pferd, das sich davor fürchtet und sich entziehen will. Das wieder in Ordnung zu bringen ist harte Arbeit. 

Allerdings frage ich mich wie du dazu kommst als Widereinsteiger ein Pferd zu kaufen, das du offenbar weder gesehen noch Probegeritten hast. Der "Rosstäuscher" ist schon seit der Antike bekannt, dass da gelogen und betrogen wird ist ja nu wirklich nichts neues. 

Hast du ein Pferd gekauft ohne dir das Pferd vorher anzuschauen? Die Papiere anzuschauen? mindesten zweimal probe zu reiten? Und ohne eine AKU?

Wenn dir jmd sein Pferd so einfach verkauft und 'liefert' halte ich den schonmal für keinen seriösen Händler/Züchter. Niemals bei so jemandem kaufen der bereit ist sein Pferd einfach irgendwo hin zu liefern.

Du hast anscheinend gar nicht das Pferd bekommen welches du haben wolltest, entweder die Angaben waren falsch oder die Anzeige war über ein anderes Pferd. (Es gibt so halbseidene Händler die eine Anzeige über ein Pferd schreiben, und wenn du dann dort bist heißt es "der ist grade verkauft wir haben aber viele viele die genauso gut sind!")

Ich würde das Pferd jemandem verkaufen der mit dieser Rasse arbeitet und Spaß daran hat so ein Pferd wieder korrekt hinzukriegen. Und das bevor sich diese Angst und diese Verhaltensweisen ganz festsetzen. 

Das ist nicht böse gemeint, aber dein Verhalten und deine Reaktionen wirken auf mich nicht sehr fachlich, ich glaube dass du mit einem ruhigeren korrekt ausgebildeten, gefestigten Pferd, dass sich nicht von kleineren Fehlern so leicht einschüchtern bzw abschrecken lässt, viel glücklicher wirst. Ich denke mit diesem Pferd macht ihr euch gegenseitig Angst und verunsichert euch.

Mein Pferd respektiert mich nicht!

Hallo,

Ich (15) habe vor einiger Zeit eine neue Reitbeteiligung ( Haflinger Wallach, 12) bekommen. Ich liebe ihn sehr, jedoch gibt es ein paar Probleme die so nicht bleiben können: 1. Er macht was er will! Wenn man ihn auf den Platz oder Roundpen führen will, er das aber gerade nicht möchte, rennt er los (und einen gleich mit um) und läuft zur Koppel oder in den Stall. 2. Er ist beim Training (Bodenarbeit) komplett desinteressiert, also er versucht immer aus dem Rounpen/Platz auszubrechen

Ich weiß das viele sagen das Haflinger besonders stur wären, jedoch glaube ich nicht an solche Aussagen. Meiner Meinung nach ist kein Pferd ein hoffnungsloser Fall, (zumal dieser ja nicht soo schlimm ist)

Es ist einfach nervig. Ich würde gerne mit ihm spaziergänge im Gelände machen (er wurde sein ganzes Leben nur im Gelände ausgeritten) jedoch ist das wie gesagt einfach nicht möglich.

Ihn zu reiten ist kein Problem, alleine in der Halle klappt es gut, doch draussen ohne einen Partner funktioniert es einfach nicht. Ich vermute mal das er sehr Herdenbezogen ist, da er meistens zur Koppel oder in den Stall zu seinen Pferdekumpels läuft. Meiner Meinung nach ist sein Verhalten respektlos gegenüber mir, also er respektiert mich nicht als Herdenfürhrer, sonst würde ich ihn ja kontrollieren und er würde ohne wenn und aber folgen.

Die Besitzerin geht meiner Meinung nach nicht gerade sanft damit um, sie schreit ihn an oder schlägt ihm auf den Kopf. Ich kann das nicht mitansehen, aber ich will dem Pferd und auch allen Leuten die mit ihm zu tun haben gerne helfen und ihr zeigen, dass es auch anders geht. Aber dazu brauche ich Hilfe, weil ich bisher keine Erfahrung mit dem Trainieren von Pferden habe, jedoch schon mit sehr vielen verschiedenen Pferden zu tun hatte. (Ich reite seit ca. 7 Jahren.)

Ich würde micht über eine Antwort/ Tipps freuen :)

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Nun wollte ich Bodenarbeit mit ihm machen, um das Problem in den Griff zu bekommen, sobald ich jedoch mit ihm in die Halle gehe, benimmt er sich, wie im letzten Absatz beschrieben.

Ich komme dadurch recht schnell an meine Grenzen und weiß gar nicht, wie ich damit umgehen, bzw. wo ich ansetzten soll. Ich reite schon lange und bin durch eine langjährige RB auch versiert im Umgang, aber mir ist bisher noch kein Pferd begegnet, dass sich so benimmt.

Wie kann ich das in den Griff bekommen? Wo sollte ich ansetzten? Welche Übungen sind sinnvoll?

Ich bin für jeden guten Rat dankbar.

Lg ninchens

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