Angst vor Leblosen Objekten?

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4 Antworten

Um darauf eine zielgerichtete Antwort geben zu können, ist es unabdingbar deine Gedanken zu prüfen - was geht dir also durch den Kopf, wenn du diese Puppe siehst oder auch jetzt an sie denkst? Was beunruhigt dich an ihr?

Die Möglichkeiten sind zahlreich, so könnte beispielsweise diese Puppe eine Erinnerung wachrufen - an eine leblose Person beispielsweise. In diesem Fall setzt eine Assoziationskette ein und stellt eine direkt Verknüpfung zwischen der Puppe und einer Gegebenheit oder Person her, was dann zu den von dir beschriebenen Emotionen führt. Um, zum Verständnis, ein einfaches Beispiel anzuführen:

Eine Frau verliert ihren Mann, da dieser an einer Krankheit verstarb. Er schenkte ihr jedes zweite Wochenende drei Rosen, um die Vase auf ihrem Esstisch stets gefüllt zu halten. Sie liebte dieses Ritual und erfreute sich immer aufs neue, an den neuen Rosen. Nachdem ihr Mann verstarb endete auch das Ritual.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt spricht sie ein Rosenverkäufer an und sie bricht in Tränen aus.

Diese Reaktion erfolgt nicht weil der Rosenverkäufer sie ängstigte oder sie Rosen verabscheut. Sie verknüpfte lediglich die Geste "Ich gebe dir eine Rose" mit dem gewohnten Ritual und dies wiederum mit dem Verlust ihres Partners.

Assoziationen und Verknüpfungen.

Das wäre eine denkbare Option, welche es zu hinterfragen gilt, bei einer solchen überdurchschnittlichen Reaktion.

Weiterhin erleben viele Menschen bei Puppen den "Uncanny Valley"-Effekt. Kurz gesagt besagt dieser, dass wenn eine Figur oder Puppe immer menschenähnlicher aussieht, sie uns ab einem gewissen Punkt beginnt zu ängstigen und unheimlich erscheint.

Die Akzeptanz steigt entsprechend erst einmal und sinkt dann rapide ab - uncanny valley. Eine rapide Abnahme der Akzeptanz kann auch zu solchen Reaktionen führen - Kinder beispielsweise reagieren mit starker Angst bis hin zu emotionalen Reaktionen wie dem Weinen.

Ob dieser Effekt jedoch auch für deine Reaktion verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen aber eventuell trägt dieser noch zusätzlich zu der Reaktion bei.

Wichtig ist nun aber erst einmal zu prüfen, ob womöglich eine, wie beschrieben, Verknüpfung vorliegen könnte - falls ja, hat man einen konkreten Ansatzpunkt, auf den man aufbauend arbeiten kann. Sollte dich diese Angst weiter begleiten ist es auch wichtig, dass du mit deinem Kursleiter über das Problem sprichst um eine kurzfristige Lösung erarbeiten zu können.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und hoffe du findest eine Lösung für die bestehende Situation.

Liebe Grüße.

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Kommentar von Milaseno
19.01.2017, 14:03

Daa erste was passiert wenn ich daran denke, bzw. es sehe, ich bekomme Herzrasen. 

Verbindung könnte mir nur das vorstellen: von ner ehemalige Freundin deren Mutter hatte Mal ne riesige Ansammlung von Porzelanpuppen. Die mich immer mit diesem Blicken ansahen als würde sie einem an den Kragen gehen und töten wollen. 

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Die prinzipielle Ablehnung der Menschen gegen Puppen, Clowns, Roboter und solchem Zeug liegt an dem Phänomen der "Humanoid Gap" -> das Gehirn sieht etwas Menschenartiges, findet jedoch die essentiellen menschlichen Merkmale nicht (Gestik, Mimik, Asymmetrie, etc. etc.) und baut damit reflexartig eine Ablehnung auf.

Bei manchen ist das stärker ausgeprägt, bei anderen weniger. Was du hier schilderst klingt für mich nach einer sehr extremen Reaktion auf dieses Phänomen - einer Phobie gleichkommend. Ganz, wie die Arachnophobiker auf Spinnen stärker reagieren, als andere, aber sie den wenigsten wirklich sympathisch sind.^^

Was ich damit sagen will, ist: Phobien kann man auf unterschiedlichste Art behandeln - manchen hilft es, sich zum Kontakt mit dem Objekt zu zwingen, andere brauchen ganz andere Methoden. Was dir also am besten helfen würde, kann dir am ehesten ein (Angst-)therapeut sagen.
Manchmal begründen sich solche Ängste übrigens auch in der Kindheit.

Sprich: Abnormal ist deine Antipathie nicht im Geringsten, wohl aber die Heftigkeit der selbigen. Da es dich im täglichen Leben beeinflusst (Erste-Hilfe-Kurs), solltest du dir durchaus überlegen, ob du nicht therapeutische Hilfe diesbezüglich in Anspruch nehmen möchtest.

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Kommentar von Milaseno
19.01.2017, 14:50

Meine Erste Hilfe Lehrkraft meinte das gleiche heute. Und meine Klassenkameraden haben sich darüber Lustig gemacht, diese Assis.

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Diese Frage wird dir wohl nur ein Psychologe beantworten können.

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Kommentar von Milaseno
19.01.2017, 13:41

War schonmal deswegen in Behandlung, aber es brachte nichts.

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Such' dir einen guten Therapeuten...

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Kommentar von Milaseno
19.01.2017, 13:40

Hatte ich schon, nur die konnte mir nicht helfen. :/

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