Angst vor kündigung kurz vor der ausbildung?

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9 Antworten

Lass Dich jetzt nicht verunsichern, man kann Dir deswegen bestimmt so kurz vor der Prüfung nicht kündigen.

Der § 22 BBiG (Berufsbildungsgesetz) sagt im Absatz 2 dass Ausbildungsverhältnisse nach der Probezeit vom AG nur aus wichtigem Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gestattet sind.

Die Anforderungen an so eine Kündigungen sind aber sehr hoch. Im Ausbildungsverhältnis braucht es mehr als eine oder zwei Abmahnungen aus demselben Grund und wenn Du jetzt zwei Abmahnungen aus verschiedenen Gründen bekommen hast, wobei ich die mit den unentschuldigten Fehltagen verstehe, die andere aber nicht, führt das nicht zu einer Kündigung.

Zudem muss vor einer Kündigung während der Ausbildung eine Interessensabwägung gemacht werden in der auch die bisherige Ausbildungszeit berücksichtigt wird. Je näher der Abschluss der Ausbildung ist, desto schwerer eine Kündigung.

Du solltest jetzt allerdings auf keinen Fall mehr unentschuldigt fehlen und schau, dass auch Dein Berichtsheft in Ordnung kommt und bleibt.

 

nach meiner Ansicht darf dir der typ nicht 2 Abmahnungen in die gleiche Hand drücken- ich denke auch, dass es sich beim Berichtsheft um eine Lappalie handelt, die nicht angemahnt werden darf.

du solltest mit dem Betriebsrat sprechen. vielleicht kann auch die IHK beraten.

Auch wenn das Ausbildungsverhältnis nicht oder nur aus wichtigem Grund gekündigt werden darf, wirst Du sicher ab Juni arbeitslos sein. 

Und ein erhobener Zeigefinger muss schon sein: Man sollte immer vorher überlegen, ob etwas, was man tut, einem nützt oder nicht. Hinterher zu lamentieren, ist nur etwas für Versager. 

Unentschuldigte Fehltage in der Schule (da hättest Du dann im Betrieb sein müssen) und Schlampereien im Berichtsheft sind nun einmal Grund genug, sich als Personalverantwortlicher Gedanken zu machen. 

Es steht Dir aber frei, sich an den Betriebsrat oder die Gewerkschaft oder den Vertrauensmann zu wenden. 

Badlifejustlife 20.01.2017, 14:06

Das ist mir recht den in diesen betrieb wo chef mitarbeiter mobbt bleib ich bestimmt nicht, möchte nur diese ausbildung hinter mich bringen und das wars!

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Inwiefern fehlten wo und für welchen Zeitpunkt von wem Unterschriften im Berichtsheft? Was für ein Datum gefiel "diesem Herrn" weshalb nicht?

Wann fanden diese Fehltage statt - wenn wurde der Ausbildungsbetrieb über diese Fehltage informiert?

Badlifejustlife 20.01.2017, 12:51

Von meinen chef fehlten unterschriften es fehlten 2 sachen die ich abhacken hätte müssen aber vergessen habe "das ich dss schon kann usw.." datum hat irgendwo gefehlt und 3 wochen hab ich nicht geschrieben. 5 tage in verschiedenen zeiträumen und ja mein chef hat ein schreiben bekommen habe es mit der lehrerin geklärt ihr meine atteste in die hand gedrückt für die tage die ich gefehlt habe aber entschuldigt  waren so 3 tage sollten es gewesen seien (ist eine alte dame) die behauptet hat angeblich das sie von nichts weiss und keine atteste für diese tage bekommen hat das heisst ich wurde als lügnerin da gestellt und diese 3 fehltage werden mir als unentschuldigt dazu gerechnet ich suche jetzt nach diesen attesten damit diese 3 tage schonmal weg sind. Aber 5 tage sind aufjedenfall nicht entschuldigt.

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wilees 20.01.2017, 13:45
@Badlifejustlife

Im Hinblick auf die Abmahnung ist nur relevant wann Dein Ausbildungsbetrieb die Information über diese Fehltage erhielt.

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EdnaImmers 20.01.2017, 18:16
@Badlifejustlife

puuuuh, wenn du das Berichtsheft in dem Stil führst wie du hier schreibst ........ dann habe ich Verständnis für den Ausbilder ( oder für den Zorn des "Herren" wie du ihn nennst)

Sachverhaltsschilderung, Rechtschreibung, Satzbau, Grammatik - selbst wenn du keine kaufmännische Ausbildung machst ..... das ist alles so schlecht - da dürftest du eigentlich keine Prüfungszulassung  bekommen 

...... und der Ausbildungsbetrieb müsste die Ausbildungserlaubnis wegen nachgewiesenem Nichtstun entzogen bekommen.

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Schon alleine wegen der Fehltage hätte er Dich fristlos kündigen können. Da hat er beide Augen zugedrückt. Ein Berichtsheft muss ordentlich geführt werden, dass kann man jetzt nicht beurteilen wie er das gemeint hat in Bezug auf das Datum. 

Krankmeldung

Wenn ein Azubi sich nicht korrekt krank meldet, kann dies unangenehme Konsequenzen haben. Laut Arbeitsrecht kann ihm eine Lohnkürzung, eine Abmahnung oder sogar die fristlose Kündigung drohen. 

Berichtsheft / Schriftliche Ausbildungsnachweise

Jeder Azubi muss während seiner Lehre ein Berichtsheft führen und dort seine Tätigkeiten vermerken . Das Berichtsheft ist der Ausbildungsnachweis. Mit ihm wird nachgewiesen, dass du an deinem Ausbildungsplatz auch deinen Beruf erlernt hast.

Der Azubi muss sein Berichtsheft regelmäßig führen. Der Ausbilder kann von ihm verlangen, dass er das Berichtsheft zu einem bestimmten Termin vorlegen muss. Kommt der Azubi dieser Pflicht nicht nach, droht ihm eine Abmahnung bzw. die Kündigung der Lehrstelle.

Der Ausbilder muss die Einträge kontrollieren. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, sollte der Azubi sein Berichtsheft trotzdem regelmäßig führen, denn er braucht vollständige Ausbildungsnachweise für die Zulassung zur Abschlussprüfung: Ein vollständiges Berichtsheft ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Badlifejustlife 20.01.2017, 12:56

Mein chef hat sich nichtmal das berichtsheft angesehn und mir wurde nichts gesagt das der typ vorbei kommt er stand da nur und meinte ja wir müssen ein gespräch führen und schaue mir ihr berichtsheft an es lag im büro die ganze zeit und der chef meinte er schaut rein deshalb habe ich das berichtsheft nicht angerührt!

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Hexle2 20.01.2017, 13:12

@blackforestlady,

Schon alleine wegen der Fehltage hätte er Dich fristlos kündigen können

Das ist Unsinn!

Bevor hier gekündigt werden kann, muss abgemahnt werden. Dies ist jetzt erst geschehen und daher ist der Kündigungsgrund "verbraucht".

Außerdem gilt es zu Bedenken, dass ein Ausbildungsverhältnis nicht mit einem "normalen" Arbeitsverhältnis gleichzusetzen ist. Hier sind die Hürden für Kündigungen sehr viel höher.

Was Deinen Einlass mit der Krankmeldung betrifft: Davon war nie die Rede, abgesehen davon stimmt Deine Antwort so pauschal auch nicht.

Was das Berichtsheft betrifft: Sein Ausbilder sollte hier abgemahnt werden und nicht der Azubi. Hätte sich der Ausbilder mal gekümmert, hätten weder Unterschriften gefehlt, noch sonst was.

Den hat das doch überhaupt nicht interessiert und wenn bei einer Ausbildungszeit von drei Jahren vier Monate vor der Prüfung einer kommt und wie die "Axt im Walde" auf den Azubi "losgeht", fehlt mir das Verständnis für Deine Antwort sowieso.

Davon mal abgesehen, dass Du in letzter Zeit immer wieder auf Arbeitnehmer und/oder Azubis losgehst, als wärst Du Arbeitgeber und wolltest Deinen Frust über geltende Arbeitsrechte loswerden ohne richtig Ahnung zu haben.

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Die erste Abmahnung war vielleicht noch berechtigt,  aber das was du beschreibst, klingt fast nach einem Rausekelversuch.

Wenn er dir wegen der zweiten Sache gleich noch eine Abmahnung gibt und er extra noch schauen will ob er noch was findet, dann drängt sich einem der Verdacht auf, dass man dich loswerden will, möglichst noch vor der Prüfung. 

Es ist dir schon vorgeschlagen, dass du dagegen vorgehen sollst,am besten tust das.

Bist Du sicher, dass Du eine Abmahnung erhalten hast? Normalerweise geht einer Abmahnung zumindest eine Ermahnung voran.

Insbesondere beim Berichtsheft hätte der Arbeitgeber Dich bezüglich der fehlenden Vorlage zuvor ermahnen müssen. Oder ist das passiert?

Badlifejustlife 20.01.2017, 12:44

Nein er hat nichtmal unterschrieben mein chef sich es nicht angeschaut und er meinte seit september haben sie 2 sachen nicht abgehackt usw und hat gesagt das sind 2 abmahnungen 

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Perlentaucher81 20.01.2017, 12:49
@Badlifejustlife

Sehr komisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nach einem Gespräch zwei Abmahnungen bekommst. Die müssen dir ja schriftlich zugehen. Bei der 3. ist das dann die Kündigung. So kurz vor den Prüfungen wäre das extrem unfair. Kommt die Kündigung, geh zu einem Anwalt.

Und lasse auch Dein Zeugnis vom Arbeitgeber anschliessend genau prüfen. Mir scheint, dass da irgendwas gegen Dich persönlich läuft.

Viel Glück!

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Badlifejustlife 20.01.2017, 12:54
@Perlentaucher81

Tuht es leider auch wurde vom chef schikaniert vor allen kunden und mitarbeitern sowie jedesmal angeschrien wenn ich krank war obwohl ich mich korrekt abgemeldet habe auch arbeit sprich um 6 uhr früh angerufen und am selben tag mein attest rein geschickt habe, ich lass mir das nicht gefallen sollte das mit der kündigung passieren! Ich habe bis gestern keine probleme gehabt sprich keine ermahnung oder abmahnung und dann von null auf nichts direkt 2 und der kerl der für auszubildende zuständig ist meinte er hatte schon seit 6ten dezember darauf gewartet auf die atteste usw dabei hat mir keiner was gesagt das er wartet oder sie haben möchte keiner hat mir was gesagt ich wusste bis zu diesem zeitpunkt nichtmal wer das ist wirklich!

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Wende dich entweder an die Handwerkskammer oder die Industrie und Handelskammer

Das mit dem Berichtsheft rechtfertigt keine Abmahnung. Gehe dagegen vor. Weiterhin kann man einem Auszubildenden nichtt so einfach kündigen.

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