Angst vor körperlich auf den 1. Blick schwachen Geschöpfen?

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15 Antworten

Also ein kleines Mädchen mit langen schwarzen Haaren alleine macht uns noch keine Angst. Ich nehme an du beziehst dich hierbei auf "The Ring". Das ist ja kein normales kleines Mädchen. Alleine das Gesicht sieht eher wie Gollum aus, als wie ein kleines Mädchen.

Der Effekt wird schon lange benutzt. Ein berühmtes Beispiel ist auch "Der Exorzist".

Wir haben eine bestimmte Erwartungshaltung an Monster. Groß, haarig, riesige Zähne, etc.. Wird diese Erwartungshaltung durchbrochen ist das erst einmal nur bemerkenswert für uns. Wird aber ein vollkommen unschuldiges Wesen von etwas abgrundtief Bösem benutzt, dann verstört uns das. Es nimmt uns in den Nachrichten auch mehr mit, wenn 50 Kinder getötet wurden, als wenn 50 Männer getötet wurden. Das Unschuldige muss beschützt werden und wenn das nicht gelingt sind wir schockiert. Was könnte unschuldiger sein als ein kleines Mädchen in einem weißen Kleidchen.

Vielleicht kommt noch hinzu, dass wir in unserem Leben noch nie ein haariges Monster gesehen haben, aber schon jede Menge kleine Mädchen mit weißen Kleidchen. Das Monster kann keine Gefahr sein, es existiert ja nicht.

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Kommentar von Panazee
27.06.2014, 12:35

P.S.:

Eine Rolle spielt auch die Musik. Es ist unglaublich was Musik ausmachen kann.

Monsterfilme sind oft mit eher schneller, aggressiver Musik untermalt. Die Filme auf die du anspielst sind fast kontinuierlich mit einer "Psycho-Musik" untermalt.

http://www.youtube.com/watch?v=SZ7PkTO0fNQ

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Kommentar von candybubbles
28.06.2014, 15:15

Super Antwort, DH!

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Das kleine Mädchen sieht zum einen schon etwas verwest aus, zum anderen demonstriert es, dass es böse ist und man sich mit ihm nicht anlegen sollte. Von daher wirken die beiden Beispiele, die du genannt hast, eher wie Monster als wie Kinder - man weiß auch bei ihnen nie, was sie als nächstes tun werden. Außerdem haben Samara und Mama auch noch eine mysteriöse Legende um sie, die auch noch ihren Teil dazu beiträgt.

Es gibt eher andere Filme wie "Orphan", "Fall 39" oder "The Children", die tatsächlich mit dieser Erwartungshaltung spielt. Dort hat man dann mind. ein süßes kleines Kind, vor dem sich anfangs keiner fürchtet, das aber ganz fies auf den Putz haut.

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wieso uns ein kleines Mädchen mit langen schwarzen Haaren oder ein abgemagertes Wesen, dass sich in unnatürlichen Positionen präsentiert, mehr gruselt als der Anblick eines riesigen Monsters.

Frag dich doch einfach mal was du tun würdest wenn dir sowas in Wirklichkeit passieren würde. Dieses Wesen wirkt aufgrund des unnatürlichen Verhaltens (für den Menschen unmögliche Verdrehungen des Körpers, laufen an den Wänden, Mordlust, dämonische Züge, etc) als klare Bedrohung. Gleichzeitig wirkt es als aus der Hölle entsprungen und damit schwierig bis gar nicht zu töten. Bzw wir assoziieren aufgrund deines dämonischen Auftretens automatisch die Gefahr die einer Ausgeburt der Hölle entspricht. Und hinzu kommt noch eine unschuldige/hilflose Komponente (ein schwaches Mädchen oder ein Kind). Meist dann auch noch eine sexuelle. Grade bei Kindern, Mädchen oder Frauen wirkt das in Kombination mit dem anderen noch schockierender (z.B. beim Exorzist, die Szene mit dem Kreuz). Kurz gesagt:

  • du musst es töten (Gefahr, Böse)
  • du kannst es nicht töten (übernatürlich, dämonisch)
  • du willst es nicht töten (unschuldiges Aussehen, zu starke Ähnlichkeit zu Gewalt gegen Schutzbedürftige - einem der schlimmsten Verbrechen die es gibt)

Was tust du?

Diese Kombination aus böse und unschuldig sorgt in dir für einen Kampf zwischen Überlebenstrieb und Gewissen. Und das macht es so viel gruseliger als ein Monster das einen Fressen will. Dort gibt es diesen Konflikt nicht, da du nichts für das Vieh empfindest. Dann kommst du schnell vom Angst-Modus in den Nicht-Nachdenken-einfach-Töten-Modus.

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Keine Erklärung, sondern nur eine Idee.

Jeder kennt das, wenn Kinder weinen oder sich tadelhaft verhalten; man steht Ihnen immer etwas hilflos gegenüber, denn sind sie ja so schwache, leicht verletzliche Geschöpfe. Man befindet sich kleinen Kindern gegenüber oftmals in einer Ohnmacht - vor allem wenn es fremde Kinder sind. Fügt man diesem Ohnmacht auslösendem jetzt noch ein böses Aussehen und eine Böse Absicht hinzu, so fühlt man sich total verloren.

Oder aber; schaut man in ein Kinder Gesicht, mit seinen harmlosen liebevollen Attributen, so erwartet man nichts Böses. Weiter noch; man sagt nur das Wort Kind, oder Kindergesicht und es tauchen viele Gefühle in einem auf, aber bloß keine Schlechten! Man hat also eine gewisse Erwartung; emotional und auch rational einem Kindlein gegenüber. Wenn der Horrofilm diese Erwartung nun komplett auf dem Kopf sstellt, dem Kindergsicht böse scharze Augen gibt und Vampirzähne so ist das für uns absolut befremdlich und dann taucht sie wieder auf; die Ohnmacht und die Furcht.

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Kommentar von schmetterlilie
28.06.2014, 11:36

sehr gute Antwort finde ich :)

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Weil es direkt gegen das logische Denken geht ^^ Ein riesen Monster macht ein Angst aber man sieht es und weiß wo es ist da es nun mal riesig ist, es kann sich nicht einfach verstecken oder durch Wände kommen geschweige denn etwas paranormales veranlassen.

Wesen die wendig, klein, skelettartig und selbst keine Gefühle zeigen sagt unser Gehirn schon das da etwas nicht stimmt. So gehen wir da mit mehr Vorsicht heran. Es war von Grundaus so das man mehr Angst vor dem Unbekannten/Unheimlichen hat als etwas was man versteht. Sicher eine großes Monster ist auch unbekannter Herkunft aber man kann es einschätzen was deren Fähigkeiten sind. Dicke Schenkel/dünne lange angewinckelte Beine -> Sprungfähigkeit, geschmeidig -> schnell, bullig -> stark ^^

Aber bei ein klein Kind mit schwarzen Haaren was nur da steht, sich merwürdig verhält, gegen die Natur weiß man halt nich was da auf ein zu kommt xD

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Das ist eine sehr interessante Frage, da les ich mir auch gleich mal die Antworten zu durch, das ist faszinierend :)

Ich glaube, das liegt daran, dass das sich menschliche Gehirn beim Anblick von riesigen, haarigen Monstern schon automatisch sagt "Ah, das ist ein Monster, das bedeutet Gefahr, Angst etc." Ein kleines, unschuldiges Mädchen dagegen weckt erstmal gewisse Beschützerinstinkte, da ein Kind normalerweise niemandem etwas zuleide tun würde, sondern im Gegenteil schutzbedürftig und harmlos ist. Wird ein solches Wegen in einem Horrorfilm als kalte, emotionslose Psycho-Killermaschine dargestellt, verstört uns das mehr, einfach weil wir darauf nicht eingestellt sind. Wir sind daran gewöhnt, vor Kindern keine Angst zu haben, sondern auf sie aufzupassen und sie zu beschützen. Ein Kind als Horrorgestalt ist einfach wider die Natur, darum schaudern wir und gruseln uns noch mehr. Außerdem kommt uns die Gefahr realer vor. Wir wissen, dass es keine riesigen Monster gibt - jedenfalls soweit wir wissen, hehe - aber theoretisch könnte jedes kleine Kind, dem wir begegnen, auch so ein Psycho sein wie in den Filmen. Das ist natürlich nicht der Fall, aber wir haben mehr Angst, weil wir zB wissen, nebenan lebt ebenfalls ein kleines Mädchen.

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Ich denke, dass die Angst da in der Unberechenbarkeit liegt. Bei einem brüllenden, großen Monster ist es offensichtlich, dass es dich gleich zu brei hauen wird. Bei so nem komischen kleinen Mädel wie aus "The Ring" o.Ä. weiß man einfach nicht, was als nächstes passieren wird.

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Eigentlich müssten wir uns doch von der Evolution her eher vor körperlich stark wirkenden Wesen fürchten, aber weswegen sieht man dann in so vielen Filmen eben das Gegenteil?>

Kommt drauf an. Warum sollte ich vor Elefanten oder Giraffen Angst haben? Und ist eine Raubkatze die drei mal kleiner ist, nicht ein viel größerer Grund sich zu fürchten? Dinosaurier könnte man auch mit Monster vergleichen, aber zu der Zeit hat kein Mensch gelebt. Zudem muss ein Monster nicht zwingend groß sein.

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Warum bringen kleine Spinnen dann so viele Menschen dazu völlig irrational zu reagieren?

Und diese "kleinen Mädchen" sind ja dann meist nicht nur kleine Mädchen, sondern sehr unfreundliche kleine reichlich angefaulte tote Mädchen, die angreifen.

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Hallo DesLinchen,

Kleine Kinder zeigen zuerst keine Ängste, weil sie sehr neurig sind und alles erforschen möchten. Sie zeigen ihre Ängste vorerst nicht. Das kommt erst später.

Nur wenn es grusselig wird und sie die Gestalten, (z.B.: Monster) nicht kennen, dann erschrecken sie sich, weil sie davor Angst haben.

Der User Panazee hat es in seinem Bericht auch sehr gut erklärt, sowi Sublexx ebenfalls.

MfG Angelika

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Kommentar von WhoreOfTime
28.06.2014, 11:57

Du hast die Frage falsch interpretiert, glaube ich.

Es geht nicht darum, wie sich Kinder fühlen, sondern darum, warum einem erwachsenen Horror-Film-Fan ein kleines, zartes Kind mehr Angst einflößt, als ein bulliges, großes Alien.

MfG

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Was ist daran so überraschend?

Machtstrukturen haben in dieser Welt seit zig tausenden von Jahren nichts mehr mit Körperkraft zu tun.

Ist mein Chef mir durch seinen Körper überlegen? Oder dadurch, dass er mich kündigen und mir darum meinen Lebensunterhalt entziehen kann?

Das ist doch alltäglichste Lebensrealität. Oder nimmst Du an diesem Leben nicht teil?

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Also auf mich trifft das nicht zu. Mir würden große stark wirkende Monster genauso Angst machen wie gruselige kleine Wesen/Geschöpfe. Es kommt halt einfach drauf an wie das Wesen aussieht und sich verhält. Wenn es unnormal aussieht oder sich unnormal verhält dann macht es uns Angst. Aber unabhängig von seiner Größe/Gestalt. Zombies in Filmen sehen ja auch unheimlich aus weil sie aussehen wie verwesende Leichen, aber sie haben ja meistens die gleiche Größe wie wir Menschen (sollen ja auch tote Menschen darstellen). Also ich würde sagen es kommt nicht auf die Größe an sondern aufs Aussehen und Verhalten.

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das ungewöhnliche an der rolle ist das was uns beunruhigt . große monster gibt es zu hauf in filmen und wir wissen das dies nur ein trick ist aber kleine mädchen die auch in der nachbarschaft leben könnten und sich nicht regelkonfierm verhalten machen uns doch angst.

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ich hab angst vor Kleinwüchsigen, sind mir schon immer unheimlich gewesen

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ich denke weils realistischer ist

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