Angst vor dem Vergessen - Trauerphasen A bis Z

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Finde Volker3329 hat es ganz trefflich formuliert; bloß weil Du nicht mehr "ununterbrochen" an deinen Kater denkst heißt es nicht, dass Du ihn irgendwann vergisst. Ich habe vor 12 Jahren meinen geliebten Wellensittich verloren (er hatte eine chronische Krankheit und ist eingeschläfert worden). Wenn ich darüber nachdenke schießen mir heute noch die Tränen in die Augen. Aber ich weiß noch ganz genau wie er sich "gefreut" hat, wenn ich morgens in die Küche kam (da stand sein Käfig). So geht es mir noch mit einigen anderen Tieren. ich denke vielleicht nicht mehr täglich an sie, aber vergessen habe und werde ich sie nie. Immerhin hat man sie ja geliebt! Irgendwann vergisst man höchstens die schlechten Zeiten, aber die guten Zeiten und die schönen Momente bleiben, mir zumindest, für immer in Erinnerung.

Es ist auch niemand schlecht oder so, bloß weil er Trauer verarbeitet und nach einiger Zeit wieder lacht und sich vielleicht sogar ein neues Tier anschafft.

Ein Kapitel endet, ein neues beginnt!

Kopf hoch!

Und wenn Du es schaffst, psychisch, dann häng doch irgendwo ein Bild von ihm auf. Dann wirst Du täglich an ihn erinnert und vergisst ihn nie :) Und/oder schreib auf, was Du jetzt noch von ihm in Erinnerung hast. Und wenn irgendwann der Tag kommt, an dem Du glaubst etwas von ihm/euer gemeinsamen Zeit vergessen zu haben, dann liest Du es Dir durch was Du aufgeschrieben hast. Aber Achtung, ich habe sowas auch schon gemacht, wenn ich es mir heute durchlese bin ich immer zu Tränen gerührt..

Keine Angst vor dem Vergessen. Unabhängig , ob es sich um einen geliebten Kater oder einen geliebten Menschen handelt. Die Trauer verschwindet- und das ist gut so - stattdessen wird die Erinnerung an positive Begegnungen - und Marotten- und das Gefühl dafür, wie weich und schmusig Tiere sein können, immer in einem bewußt sein. Nur der Schmerz des Abschiednehmenmüssens verblasst mit der Zeit - und das ist auch gut so. Wir lieben ein Tier - und Lieben heißt Loslassenkönnen. So schwer es ist. Ich kann inzwischen auch Fotos von unserer geliebten Laffi ansehen, ohne weinen zu müssen. Und ihre Freundin (weibliche Katze) kommt regelmäßig und wird (trotz Verbot) ein wenig gefüttert - wie damals, als unsere Katze noch lebte und mit ihr den Futternapf teilte. Wenn Du eine Pflanze setzen willst; warum nicht eine Katzenminze.? Vielleicht lockt diese andere Katzen an - und Du kannst die Bewegungen wieder sehen. Das wirst Du irgendwann verkraften und wieder Freude an Tieren haben . Sie sind (ebenso wie Kinder) eine Leihgabe - kein Geschenk. Und Erinnerungen gehören Dir - und nur Dir. Die kann man Dir nicht nehmen, nicht einmal die Zeit. Jedenfalls gilt das für mich - für Dich hoffentlich auch. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn Du nicht immer an den geliebten Kater denkst. - er ist ein Teil Deines Lebens. Und wird es immer bleiben.

henrywowaltx1 18.11.2011, 11:49

Danke, sehr tolle Antwort... vielen Dank!

0

Ich habe leider schon öfter(im laufe meiner 64 Jahre) liebe Tiere verloren. Das ist schlimm und nimmt mich immer sehr mit. Aber mit der Zeit wird der Schmerz geringer und man kann auch wieder lachen.Das hat nichts mit "vergessen "zu tun. Jedesmal wenn ich im Garten bin,denke ich an sie. Ich habe ein Grablicht aufgestellt und ein Rosenbäumchen gepflanzt. Für dich alles gute und.................denk mal über eine neue Katze....Kater nach.

henrywowaltx1 18.11.2011, 10:33

Habe noch 2 andere Fellnasen.

0

Ich gehe damit immer so um dass ich mir jeden abend ein foto anschaue hilft vielleicht auch vorallem gegen diese spezielle angst

Du hast gewust,das eine Katze zwischen 10 bie 15 Jahre alt wird.Behalte Deine Katze in guter Erinnerung.Und wenn Du es noch schaffst ,hole Dir eine neue Katze dann kannst Du Dich wieder freuen.

Was möchtest Du wissen?