Angst vor dem Vater werden, wie komm ich damit klar, habe ich vielleicht falsche Vorstellungen?

25 Antworten

Eltern zu werden bedeutet zunächst mal, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Die Prioritäten verschieben sich - dennoch ist keine Selbstaufgabe nötig. Lediglich größere Alleingang-Projekte, müssen ein paar Jahre verschoben oder etwas umgeplant werden , da die ersten Jahre erstmal Rücksicht aufs Kind wichtig wäre. Ihr seid jedoch weiterhin Partner und solltet Eure Paarbeziehung weiterhin pflegen - auch wenn anfänglich mit Baby ein Ohr immer beim Kind ist

Die Entwicklung der Kleinen geht jedoch rasant schnell. Die Zeit ist - bei den Meisten leider erst rückblickend - extrem kurz, vom die ersten paar Monate "dauernd " gebraucht werden, übers mehr und mehr selbständig handeln und Erfahrungen sammeln, bis zur Ablösung vom Elternhaus/Berufseinstieg, bei dem die Eltern zunehmend mehr Berater statt Erzieherfunktion einnehmen.

Ein besonders schöner und passender Sinnspruch:
Ein Kind ... das ist Liebe, die Gestalt angenommen hat. Es ist Glück, für das es keine Worte gibt. Es ist eine kleine Hand, die zurückführt in eine Welt, die man längst vergessen hat

Es gibt keine Profi-Erstlingseltern - Es ist immer Learning by Doing und Euer Kind und vor allem Euer Bauchgefühl wird euch zeigen, was richtig ist .
Allerdings sind z.B. bereits vor Geburt Kurse zur Babypflege recht sinnvoll, die u.a. das DRK / BRK anbietet, aber auch manche Volkshochschulen .

Ihr schafft das.

"Ich will jetzt doch nicht mehr" ist nicht drin. Knallhart gesagt, aber so ist es eben.

Außer du möchtest dich zu den Leuten gesellen die sich aus Verantwortung stehlen, die nur auf dem Papier als Elternteil bzw. Erzeuger geführt werden und nur in Form von Alimenten dem heranwachsenden Kind präsent sind.

Dein Gedankendurcheinander ist verständlich. Ich denke mal das es vielen Frauen und Männern so geht - egal ob sie verheiratet sind oder nicht, egal wie sie aktuell beruflich dastehen, egal wie alt sie sind. So ging es mir, so ging es meinem Mann. Mit einem grummeligen Schmunzler muss ich grade an die erste Reaktion meines Mannes denken als ich ihm vom Schwangerschaftstest berichtete.

Weißt, diese ganzen auf dich einstürzenden Gedanken sind recht normal. Sie sind auch gut. Sie sind positiv. Denn dadurch setzt man sich mit der neuen Situation auseinander. Das "sorglos in den Tag hinein leben" oder "spontan Ideen planen und verwirklichen" bekommt nun einen Beigeschmack.

Hast du Sorgen darüber ob du "bereit" bist für diese baldige Rolle des Vaters, des Vorbildes, des verantwortungsbewussten Versorgers? Man wächst hinein. Noch sind einige Monate Zeit in denen ihr euch gemeinsam in die Planung stürzen könnt. Wer macht was, wie siehts mit dem Finanziellen aus künftig. Wieviel Risiken (beruflich, privat) kann man eingehen ohne auf der Nase zu landen, welche Pufferzonen hat man als Paar um einen etwaigen crash als Familie zu verkraften (falls der angestrebte Traum platzt oder sich als Fehlinvestition herausstellt).

Ihr gemeinsam. Denk dran, du bist nicht alleine. Deine Partnerin steckt in der gleichen bzw. ähnlichen Situation. Gleich, weil ihr ein Paar seid und auch für sich sich das Leben verändern wird. Ähnlich, weil sie noch direkter betroffen ist da ihr Körper das Mobilheim ist bis zur Geburt.

Man gibt nicht "das eigene Leben" auf. Der Alltag verändert sich lediglich, die Verantwortung verändert sich/ erweitert sich.

Also erstmal rate ich dir: durchatmen. Ruhig bleiben. Wie alt bist du? Wahrscheinlich ist es relativ normal, dass sich bei einem so einschneidenden Erlebnis wie der Geburt eines Kindes erstmal Angst und Verunsicherung breit macht. Erst recht, wenn du nicht genau weißt, was dich erwartet. Aber sei unbesorgt: Ein Kind wird einen verdammt großen Platz in deinem Leben einnehmen (und sobald es einmal da ist, wirst du diesen auch bereitwillig und freiwillig einräumen, glaub mir), aber es ist genauso wichtig, dass ihr euch als Paar und du dich als Mensch dabei nicht aus den Augen verlierst. Dein Kind lernt durch Nachahmung. Was würde es lernen wenn es sieht, dass Papa sich völlig aufgibt? Keine Hobbies mehr hat? Seinen Job vernachlässigt? Doch nur, dass das eigene Ich nichts zählt. Einen solchen Wert sollte man keinem Kind vermitteln. Kinder sind der Mittelpunkt des Lebens vieler Eltern. Aber viele vergessen auch ihr eigenes Leben dabei - und das sollte auch zu Gunsten des Kindes niemand! Bezieht euer Kind in euren Alltag mit ein, lasst es teilhaben, es wird sich anpassen. Nehmt Rücksicht - auf euer Kind UND auf euch selbst! Dann wird sich alles einpendeln!

Alles Gute für euch!

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Ich bin 30 und fest im Berufsleben. Rein objektiv betrachtet ist das jetzt der richtige Moment aber es fühlt sich nicht so an wie der richtige Moment. Es ist gerade eine Gefühlssache, gefühlschaos

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@Mickerig

Es ist nie der richtige Moment. ;) Aber das Leben hat seine eigenen Pläne, das kümmert sich nicht um unsere Ängste, sondern schubst uns in genau die Situationen, die wir brauchen.

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Aber sei unbesorgt: Ein Kind wird einen verdammt großen Platz in deinem Leben einnehmen (und sobald es einmal da ist, wirst du diesen auch bereitwillig und freiwillig einräumen, glaub mir

Aus Erfahrung: Das sollte keiner verbreiten, denn dem ist nicht pauschal so. Oder was meinst du, warum viele Männer schon in der Schwangerschaft oder danach ihren vorher benutzten Schwanz einziehen? Sicher nicht aus Liebe ihrem Kind gegenüber.

Du beschreibst ein Ideal, was es nicht überall gibt.

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@Nashota

Viele Männer lassen sich einfach kopfmäßig nicht darauf ein. Sie haben Angst (vielleicht vor der Verantwortung, vielleicht vor der Veränderung, oder wovor auch immer). Und mit dieser Angst sind sie einfach zu oft allein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich vieles legt, wenn man sich als Paar auf Augenhöhe begegnet und seine Gefühle und Gedanken gegenseitig respektiert. Das lese ich hier aus fast allen Antworten nicht heraus. Sondern nur Unverständnis. Das hilft hier keinem weiter. Es ist völlig ok, Angst zu haben! Und auch Zweifel! Und es ist immens wichtig, diese auch äußern zu dürfen, ohne von anderen, denen man sein Herz ausschüttet, so "abgewatscht" zu werden! Was wollt ihr erreichen? Dass er sich wie ein Versager fühlt? Das ist doch mehr als kontraproduktiv....

@Mickerig: Rede mit deiner Frau. Erzähl ihr von deinen Ängsten und Sorgen! Ich bin sicher, ihr könnt das untereinander klären! Vielleicht geht es ihr ja ähnlich?

Und übrigens: auch für Männer gibt es beispielsweise von ganz vielen Familieneinrichtungen spezielle "Väter-Angebote", in denen auch genau solche Ängste thematisiert werden. Vielleicht wäre das eine Anlaufstelle für dich!

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@Nashota

Aus Erfahrung:

Deinen Optimismus (Sarkasmus ?) muss man einfach lieben ...

... er ist so aufbauend.

Deine negativen Erfahrungen sind nicht die Regel. Hast Du vielleicht etwas falsch gemacht, dass Du solche Erfahrungen hast ?

Es soll Eltern geben, die es besser machen. :o)

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@Nyankoshigi

Och, die armen Männchen aber auch immer wieder. Haben Sex, aber wenn es geschnackelt hat, sind sie plötzlich soooooooooooooo hilflos? Gottchen, ich such mal meine Taschentücher, denn mir kommen die Tränen.

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@Nashota

Zum Sex gehören übrigens immer Zwei... oder unterstellst du jetzt auch pauschal Vergewaltigungen, weil die pöhsen, pöhsen Männer ja nur wilde, instinktgesteuerte und nicht zu einer Beziehung fähige Raubtiere sind...? Du brauchst keine Taschentücher, sondern mal jemanden, der dich über die menschliche Psyche aufklärt...

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@Nashota

Welch ein Sarkasmus.

.... als würden Eltern geboren, nein sie werden zu Eltern. ... und jedes Erstgeborene wächst in ein Elternpaar, das es zuvor noch nicht gegeben hat.

ind sie plötzlich soooooooooooooo hilflos?

Ja, und das zunächst zur Recht. Niemand bekommt das 2. Kind vor dem Ersten.

... und Erfahrung "erbt" man nicht, die muss man selbst machen.

Und ja; es ist vollkommen i.O. wenn sich - auch wenn es nur ein Mann ist - Gedanken darüber macht.

... die Hilflosigkeit sie wird sich von Tag zu Tag legen. ... und wenn das Kind da ist wird gehandelt, ganz egal zu welchem Zeitpunkt man zuvor hilflos erschien.

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@Nyankoshigi

Mich braucht keiner mehr aufklären. Zum Sex gehören immer zwei, richtig. Und einer rennt davon. Ist es Zufall, dass es zu 99% die Männer sind? Sicher nicht.

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@Nashota
Komisch, dass Frauen nicht so wie Männer herumheulen.

Hast Du eine Ahnung. - Deine Wahrnehmung ist grenzwertig.

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@Nashota

Und das schließt du woraus genau? Dass sie sich hier nicht mit Beiträgen zu Wort melden, in denen sie von ihren Ängsten vor dem Muttersein berichten? Kennst du alle werdenden Mütter dieser Welt oder hast mit ihnen persönlich gesprochen? Sind Frauen, die vor der neuen Herausforderung Angst haben in deinen Augen also genauso "Versager" mit einer "scheizz Einstellung"? Du misst hier mit zweierlei Maß und pauschalisierst darüber hinaus, was das Zeug hält! Deine Meinung in allen Ehren, aber manchmal behält man Dinge auch einfach besser für sich...

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