Angst vor dem Tod wann vergeht dieser?

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11 Antworten

Tja, keiner kommt hier lebend raus.

Ich habe damit keine Probleme. weil ich mich selbst nicht für sonderlich wichtig halte. Klar gäbe es einige, die mich vermissen würden, aber es würde im Grunde ohne mich ziemlich genauso weiter laufen.

Was mich immer verwundert ist dieses massive streben vieler Menschen sich etwas aufzubauen. Wenn wir abtreten können wir eh nichts mitnehmen. Viele Menschen vergessen vor lauter "aufbauen" zu leben. Dann ist man plötzlich 60, hat ein Haus, zwei Autos, eine Frau, zwei Kinder und genug Geld, aber man stellt fest, dass man vergessen hat wirklich zu leben.

Vor allem wenn man glaubt, dass nach dem Tod nichts kommt gibt es doch nur die Option vor dem Ende ordentlich Gas zu geben. Es könnten die einzigen 80 Jahre sein, die man so einen menschlichen Luxuskörper steuern darf.

Wieso sollte man sich nichts aufbauen? Wir können nichts mitnehmen, das ist richtig, aber wir hinterlassen doch dann wenigstens etwas.

Mein Mann und ich sind noch nicht 60, haben aber ein Haus, eine Wohnung, zwei Autos, drei Kinder usw. usw. Wir haben noch keinen Tag vergessen zu leben, sonst hätten wir das nicht schaffen können.

Ab einem gewissen Alter muss man nicht mehr sparen, braucht keine Rücklagen mehr, auch das stimmt.

Bis zu einem gewissen Alter denkt man ohnehin, man selbst sei unkaputtbar, lebe ewig. Da verdrängt man den Gedanken an die eigene Endlichkeit sehr erfolgreich. Dann kann man auch so lässig darüber schreiben, wie Du es tust.

Was, wenn es Menschen in Deinem Leben gibt oder geben wird, die Dich dringend brauchen, um selbst leben zu können? Was, wenn Deine Kinder nicht ganz gesund sind und Du bis an Dein Lebensende die Verantwortung für sie zu tragen hast?

Dann stirbt es sich mit Sicherheit nicht leicht, dann sieht man sein eigenes Sterben, seine Endlichkeit doch mit sehr gemischten Gefühlen....

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Niemand stirbt. Und jeder stirbt.

Klingt paradox. Ist es aber nicht. Jeder stirbt, dass weißt schon jeder. Jedes menschliche Leben geht zuende. Den Tod haben schon so viele Menschen hinter sicht, dass es das absolut normalste auf der Welt ist. Daher erstmal keine Angst haben!

Niemand stirbt haben vielleicht noch nicht so viele gehört. Dass liegt aber daran, dass du nicht allein auf der Welt bist. Wenn du nicht mehr da bist, existierst du trotzdem weiter, in den Erinnerungen. Daher sollte man einfach sein Leben so leben, dass man auch als guter Mensch in Erinnerung bleibt. Jeder Mensch hinterlässt seine Spuren auf der Welt, manche deutlicher, manche weniger deutlich, aber niemand hinterlässt gar keine Spuren. Daher wird auch niemand sterben.

Und noch mal zu der Sache mit dem Leben nach dem Tod. Ich bin gläubig, daher glaube ich auch, dass danach etwas auf uns wartet. Aber davon abgesehen, wie wahrscheinlich ist es denn, dass nach dem Tod gar nichts passiert? Betrachten wir das ganz logisch: Es gibt einmal die Möglichkeit, dass absolut Nichts da ist. Die ander Möglichkeit besteht darin, dass danach irgendetwas ist. Nichts ist rein gar nichts! Und Irgendetwas hat unendlich viele Möglichkeiten. Also besteht die Chance, dass nach dem Tod etwas ist Unendlich:1

Liebe Grüße, Ich1995Ich

Hallo Kimikimikimi,

es gibt eine schöne Weisheit zum Tod von einem alten Griechen oder Römer, die sinngemäß lautet "Wenn ich da bin, ist er nicht da und wenn er da ist, bin ich nicht da."

Insofern ist der Gedanke, im Tod alles zu verlieren, unbegründet: Solange wir da sind, haben wir auch etwas (und können auch etwas geben).

Meine Erfahrung ist sogar, dass Menschen über den Tod hinaus mit ihrer Liebe und Weisheit und Wärme präsent sein können - besonders in Situationen, wo einem die Lebenden gerade keine Stütze sein oder Rat geben können.

Ein gutes Mittel gegen die Angst vor dem Tod (oder besser dem Verlieren) scheint es mir daher zu sein, sich zu überlegen, woher diese Menschen die Kraft und Ausstrahlung genommen haben, auf eine so erstaunliche Weise über den Tod hinaus für die Lebenden da zu sein (ja, vielleicht sogar auf eine Weise "ganz" für sie da zu sein, wie es uns im Leben, wo wir immer auch auf unseren eigenen Vorteil achten müssen, gar nicht möglich ist.)

Statt also darüber zu grübeln, was ich alles verlieren könnte, würde ich daher eher darüber nachdenken, was ich von den Menschen, die mir über den Tod hinaus nahe geblieben sind, lernen und übernehmen kann. Das ist eine schönere Beschäftigung und ich glaube, was Du dabei gewinnst, kannst Du schwerlich verlieren!

Liebe Grüße

akanthus

Von Zeit zu Zeit hat man solche "Anwandlungen", ist also alles im normalen Bereich. Aber während dieser Zeit, in der man gedanklich mit dem Tod und was wäre wenn und was wäre dann beschäftigt ist, fühlt man sich natürlich mehr als unwohl. Diese Gedanken vergehen auch wieder und werden erst in größeren Abständen wiederkommen. Du möchtest natürlich dein Kind wohlbehütet aufwachsen sehen und ohne dramatische Einschnitte. Ich denke, dass das der Grund ist, warum du an das Schlimmste denkst. Steigere dich nicht in diese negativen Gedanken hinein, sondern genieße die wunderschöne Zeit mit deinem Kind und deinem Mann. Der Tod kommt immer zu früh, auch mit 80. Und bis dahin koste deine Zeit mit deiner Familie aus!

Kanst Du Dir Kraft im Glauben suchen?

Der Tod bedeutet nicht das Ende, davon bin ich überzeugt.

Als meine Kinder noch sehr klein waren, hatte ich "Angst" zu sterben. Einfach nur deshalb, weil dann so gar keine Erinnerung an mich geblieben wäre.

Wenn ich heute stürbe, wäre ich immer noch ein Teil im Leben meiner Familie.

Tod ist nur, wer vergessen ist.

Tod ist nichts wovor man Angst haben müsste, auch nicht seine Familie zu verlieren. Bei der Wiedergeburt wird man auch immer wieder mit seinen "Angehörigen" zusammen gesetzt. Das heisst zum Beispiel das im nächsten leben deine Tochter als deine Mutter geboren werden könnt, also einfach alles in einer anderen Konstellation. Die Seele lebt ewig, nichts in der Natur geht verloren! Die meisten Menschen werden wiedergeboren weil sie einfach im Rad des Lebens bleiben wollen, Dan gibt es auch solche Seelen wie mich die nicht mehr wieder geboren werden möchten sonder nach Hause gehen wollen, in die wahre Heimat zu der Überseele, zu Gott. Bitte glaube mir diese Welt ist nicht unsere Heimat.

Was überzeugt dich davon?

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@Kimikimikimi

Lerne zu sterben während du lebst. Ganz einfach ich habe es gesehen und vieles wusste ich noch, sie die Seele erinnert sich wieder. Dass ist allen Seelen eingeboren. "O Mensch, erkenne dich selbst". Man muss sich nur ernsthaft damit befassen Kleine Kinder wissen noch woher sie kommen, die haben noch eine ganz frische Verbindung.

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@Emma60

An Reinkarnation glaube ich absolut nicht. Ein "nächstes Leben" hier auf Erden wird es nicht geben.

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Was passiert eigentlich, wenn jemand aus der Familie ein so schlechtes Karma hatte, dass er als Huhn wiedergeboren wird und der Rest der Familie als Menschen. Kann es dann passieren, dass deine eigene Familie dich isst? :D

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@Ich1995Ich

Dass ist Vegetarismus/Veganismus auf den Punkt gebracht auf den Punkt gebracht! Dafür bekommst du von mir 100 Punkte.

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Eine Nichtexistens meinerseits gab es sicherlich ja auch schon vor meiner Geburt

Was lässt dich an derartiges so fest glauben ?

Glaubst du wirklich, es war nichts da vorher und es wird nacher nichts kommen ?

Es war etwas, sonst könntest du doch nicht sein, oder ?

Der Sinn des Lebens, ist das Leben selbst... Das was du lebst, kann nicht einfach eine Nichtigkeit im Nichts sein, denn du bist doch jetzt auch ! Es ist immer etwas, es kann gar nicht anders sein, denn sonst wäre nie etwas gewesen, was wiederum ein Paradox zu deinem jetzigen sein wäre.

Der Tod ist nicht das Ende ! Es ist nur ein Wechsel von der Realität in die Wirklichkeit.

Gerne würde ich das Glauben! Aber es gelingt mir nicht.

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@Kimikimikimi

Such doch mal das Gespräch mit dem Pfarrer Deiner Gemeinde. Er wird Dir einiges dazu sagen können.

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Was lässt dich an derartiges so fest glauben ?

Vermutlich das Gleiche was dich an den Wechsel von "der Realität in die Wirklichkeit" nach dem Tod glauben lässt - Glaube. Das heißt im Falle der Fragestellerin eigentlich Nicht-Glaube.

Immer wieder nett wie Leute hier im Brustton der Überzeugung sagen können "so und so ist es und es ist ganz sicher so". Das Gefühl richtig zu liegen ist das Gleiche, egal ob man wirklich recht hat oder nicht. Man sollte einem Menschen der sagt "Ich bin mir 100% sicher, dass ...." mit viel Skepsis begegnen. Keiner ist wiedergekommen und konnte berichten. Es gibt auch keine Experimente, die irgendetwas belegen könnten.

Man kann glauben, dass es weiter geht, oder man kann es bleiben lassen, aber mit so einer Sicherheit und Ausrufezeichen "Der Tod ist nicht das Ende!" zu sagen, halte ich persönlich für mehr als gewagt.

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Ja wenns so schlimm ist , solltest du zum Psychologen! Mein Gott, was habern alle so angst davor! Wenn man Tot ist ist man Tot! Da gibts nichts... das tut nicht weh, ist nicht schlimm! Du wirst es einfach nicht merken

Wahrscheinlich ist es nicht die Angst direkt vor dem Tod, sondern eher die Angst vor dem Sterben. Vor dem WIE. Das kann sehr schlimm und sehr schmerzhaft sein.

Man braucht auch keinen Psychologen, um diese Angst in den Griff zu bekommen. Man braucht Menschen, die einen auffangen, die einem diese Angst zu nehmen verstehen. Familie....., Freunde.....

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@turalo

@turalo

Frei nach Woody Allen

"Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich will nur nicht dabei sein, wenn es passiert."

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Ich habe auch diese Gedanken. Was mich dazu bringt, alles aus dem Leben rauszuholen.

Tröstet dich vielleicht der Gedanke, das es einfach dazugehört? Das ist einfach so .. Nur der Tod ist sicher, das Leben nicht.

Angst vor dem Tod wann vergeht dieser?

Wenn Du Dich damit abgefunden hast, dass es nuneinmal Tatsache ist und es jeden einmal ereilt?

Genieße Dein Leben mit Mann und Tochter.............

Der Tod wird dich dein ganzes Leben lang begleiten...du wirst lernen...und auch lernen müssen... damit umzugehen...der Tod kann auch eine Erlösung bedeuten...:) lg blümche

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