Angst vor dem Tod, Familie ist sehr krank

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7 Antworten

Hallo Katy,

es ist immer schwer für solche Situationen den richtigen Rat zu geben.
Wenn man in einer Situation wie du steckt, konfrontiert mit Krankheiten in der Familie, dann ist es nachvollziehbar das du dich jetzt schon mit dem Tod beschäftigst.

Natürlich kann man sich ein leben ohne seine Liebsten nicht vorstellen. Aber vielleicht hilft es dir etwas wie ich damit umgegangen bin.
Wobei natürlich jede Person anders ist und ein dickeres oder dünneres Fell hat.

Der erste Tritt war vor längerer Zeit der Tod meines Opas. Auch er hatte eine schwere Krankheit.
Nun ist es aber so, dass ich nach einer Weile seinen Tod eher als eine Erlösung für ihn selber sah. Er war alt, hatte viel erlebt, geleistet und am Ende nur noch Schmerzen.
So hart es klingt, aber mein Halt war immer die Vorstellung, es geht ihm besser.
Ähnlich war es dann mit meiner Oma....


Dann gibt es aber natürlich Situationen in denen selbst ein Kerl wie ich in seine Grenzen stößt.
Meiner Mutter ging es immer blendend, lebte gesund und war für mich oft Ansprechpartner Nummer 1 in vielen Dingen. Also ein super Verhältnis... Nicht wie ein Muttersöhnchen, aber sie war halt mit der wichtigste Mensch in meinem Leben.

Jedenfalls vor 2 Jahren ging alles relativ schnell...Von der Diagnose Krebs bis zu ihrem Tod vergingen nur wenig Zeit.
Also war da keine Zeit um sich wenigstens ansatzweise innerlich darauf vorzubereiten...und Mitte 50 ist ja auch noch kein Alter.

Worauf ich hinaus will:

So hart es auch kommt, es geht immer weiter in solchen Situationen. Klar, es fehlt etwas, man weint, man flucht, es ist alles grau, es tut weh...aber so abgedroschen es auch klingen mag:

In meinen Augen ist jemand erst wirklich tot wenn man den Menschen vergessen hat....


Was du jetzt vielleicht machen kannst:
Konzentriere dich nicht darauf wie es ohne sie wäre, sondern freue dich über die Zeit, die du mit ihnen noch hast.

Mein Paps hat beim Aufräumen später einen Zettel von meiner Mutter gefunden, darauf stand:

Weine nicht das es vorbei ist, freue dich das es so schön war....

So kitschig es jetzt auch klingen mag, Menschen die man liebte leben immer in einem weiter.
Sie habe ihre Spuren und Eindrücke hinterlassen...Und falls bei dir so eine Situation eintritt, irgendjemand wird dich auffangen, und wenn es entsprechende Gruppen im Netz oder woanders sind.

Irgendwie danke ich dir auch für deine Frage, denn so konnte ich mir auch mal wieder etwas von der Seele schreiben.
Freue dich am Jetzt und Hier, wie schon erwähnt....auch wenn es einfach gesagt ist. Wie sagte ein großer Mann:

Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.

Marcus Aurelius

Das trifft es eigentlich wunderbar, nicht nur auf den eigenen Tod bezogen...

Alles Gute, Gruß Kasi

Hallo, ich verstehe deine ängste bei mir wars genau so. Ich dachte auch ich würde bald zusammenbrechen und sterben. Aber ich leb immernoch haha. Auch wenn dir gerade alles unvorstellbar vorkommt und du dich nicht damit abfinden kannst - du lernst damit klarzukommen. Ausserdem werden deine eltern oder grosseltern eh irgendwann sterben müssen - wenns immer schlimmer wird geh doch mal zur heilpraktikerin und sprech mit ihr!:) des wird schon:) liebe grüsse anni

Ich würde mal sagen das macht jeder hin und wieder einmal. Es ist nicht leicht geliebte Menschen zu verlieren. Wenn man damit nicht klar kommt kann man sich auch profesionelle Hilfe suchen und damit möchte ich nicht sagen das du geistig Krank bist. Aber vielen Menschen hilft es mit jmd. über seine Probleme zu reden. Ich hoffe ich konnte dir helfen und ich wünsche dir jetzt das das so schnell nicht passieren wird :D

Das ist alles kopfsache. Es gibt immer mal zeiten wo das gehirn ängste auslöst. Mach dir nichts draus. Denk nur positiv. Irgendwann gehts weg glaub mir. Nebenbei sport machen und so hilft auch:)

Ich merke am Inhalt Deiner Zeilen, dass Du wirklich noch sehr jung sein musst.

Du solltest nämlich wissen, dass das Leben einem ständigen Wandel bzw. einer fortlaufenden Veränderung unterworfen ist, wodurch wir uns weiterentwickeln und auf der "Strecke des Lebens" angenehme und unangenehme Situationen erleben und bewältigen müssen.

Zum Leben gehört nun mal "Geburt und Tod"; das ist "ganz normal" (so ist es eben!).

Mein Tipp:

Genieße fröhliche Stunden und denke dabei nicht an Unannehmlichkeiten und traurige Schicksale, und wenn diese eintreten werden bzw. sollten, ist es wichtig, sie tapfer bewältigen zu können. Ein lebenskluger und erwachsener Mensch weiß, wie man damit umgeht. Du wirst es auch noch lernen und Dich in der hierzu erforderlichen Geduld üben.

Alles Gute für Dich!

Deine Freunde usw. werden immer für dich da sein

verstehe ich gut... geht mir ähnlich

hoffe mit der zeit findet man sich damit ab. da ist nichts mehr zu retten...

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