angst vor dem tod- was kann man da machen?

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13 Antworten

Ganz im Gegensatz zu Dir, bin ich unwahrscheinlich neugierig auf den Tod!!! Deine Ängste sind meiner Meinung nach völlig unnötig. Der Tod ist eines der wenigen Dinge, die wir letztendlich nicht verhindern können. Ob Du eine arme "Sau" oder Multi-Milliardär bist - spielt keine Mandoline, er holt uns alle. Also was tun "sprach Zeus"??? Eine meiner Lebensweisheiten ist: "Dinge, die man ohnehin nicht verhindern kann, nicht zu Feinden erklären - vielmehr versuchen, sich mit ihnen anzufreunden!" Klingt einfach - aber funktioniert hervorragend, wenn Du es mit voller, innerer Überzeugung praktizierst! Die Idee dazu kam mir vor vielen Jahren, als mir ein schlimmer Eingriff beim Zahnarzt bevorstand. Ich redete mir ein, dass ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der um 14 Uhr genau auf diesem OP-Stuhl sitzen "darf"!! Niemand anderer hätte diese Möglichkeit und das bei damals rund 3 Milliarden Menschen Weltbevölkerung. Zusätzlich habe ich mich darauf fixiert, wie das ganze wohl "technisch" ablaufen würde. Damit hatte ich meine aufkommenden "Ängste" zunächst verdrängen können und die ganze Angelegenheit war weniger schmerzhaft, als wenn ich bibbernd auf den Stuhl geklettert wäre. Meine letze "große" OP war die Entfernung der Gallenblase. Ich ging in die Klinik mit der inneren "Verfassung", wie andere ins Kino gehen!! Spannung pur!! Natürlich kann nicht jeder mit sich so umgehen. Aber glaube mir, die noch immer existierenden "Naturvölker" - auch viele Asiaten in zivilisierten Regionen, beherrschen diese Art Lebensführung und kommen damit "super" über die Runden! Dein Körper ist nur ein Bruchteil Deiner Gesamt-Persönlichkeit - und die geht nicht absolut verloren, wenn Du mal den "Löffel" abgeben musst. Was dann mit Dir geschieht, hängt davon ab, wie Du Dein irdisches Dasein gestaltest - als menschlicher Engel, oder als sprichwörtliches "Schwein"! Alles Gute, wir sehen uns wieder. Amen. C2

Meine Angst vor dem Tod verschwand in Spanien spurlos und tauchte nie wieder auf:

Ich sass einmal in einem Spanischen Zug auf dem Weg nach Granada. Zur selben Zeit sprengte die Al Quaida Züge in Madrid in die Luft. Ich erfuhr es viel später. - Und war geschockt. Hätte ich meine Reise nach Madrid verlegt und wäre von dort aus losgefahren, hätte mein Leben damals beendet sein können.

Den zweiten Schock verpasste mir die lokale Berichterstattung. Die Spanier gehen mit dem Tod offen um. Sie trauern öffentlich und die zerfetzten Leichen in den Zugwaggons gehören nach ihrem Verständnis dazu. In Zeitungen werden sie nicht wegretuschiert. Als ich mir die Bilder im El Pais ansehe, kriege ich als Mitteleuropäierin, der man üblicherweise den Anblick des Todes erspart einen Schock. Auf einem Bild über ein zerfetztes Abteil sehe ich 5 Leichen! Eine starrt direkt in die Kamera.


Die Bilder verdeutlichen mir unmissverständlich, was Helfer bei solchen Katastrophen leisten. Sie machen klar, dass die Frau (eine Lehrerin auf dem Weg zur Arbeit vielleicht?) und die 4 anderen Personen mitten aus dem Leben gerissen wurden. - Peng. Einem jungen Mädchen im kurzen Minirock wurde der Unterkörper abgerissen. - Peng.


Ich hatte Glück, ich lebe noch. :-)

So einfach ist das.

Als ich in deinem Alter war, ging es mir ganz genauso! Das hat ca. 1 Jahr gedauert. Ich dachte sogar, ich wäre todkrank. Glaub mir, das bleibt nicht so. Aber noch heute habe ich solche Momente. Nur denke ich dann, daß es 2 Möglichkeiten gibt. Entweder, mit dem Tod ist alles vorbei. Wovor also dann Angst haben? Oder es gibt "etwas" danach. Na, dann stehen die Chancen doch gut, daß man alle, die man im Leben verloren hat, wiedersieht. Fein! Bei beiden Möglichkeiten heißt das, man sollte das Leben so gut wie möglich gestalten, denn entweder hat man nur dieses eine oder aber, es spielt für "danach" eine Rolle, wie du dich benommen hast. Wenn mich aber mal richtig die Angst vor dem Ende packt, hilft nur, erstmal ablenken. Jemanden anrufen, einkaufen gehen, putzen. Auf jeden Fall etwas tun. Aber ganz wichtig: so schlimm wie die Angst jetzt ist, bleibt sie nicht! Mit 14/15 wirst du daran denken - dann melde dich mal :-). Alles Liebe!

Ich denke mal angst vor dem Tod zu haben ist völlig normal. Ich habe eher Angst vor dem, wie ich sterbe, als vor dem Sterben allgemein. Allgemein sollte man daran aber nicht zu oft denken, denn man lebt ja noch und das sollte man zu schätzen wissen und sich deas Leben so schön wie möglich machen. Von Nahtoderfahrungen heist es ja, dass es oben schön sein soll.- daran glaube ich auch

Die meisten Menschen haben keine Angst vor dem Tod, sondern vor dem Sterben, das zugegebenermaßen extrem unangenehm werden kann, aber nicht muss.

Was macht Dir denn soviel Angst? Seit ich die Bücher von Sylvia Brown gelesen habe, freue ich mich fast, irgendwann wieder "nach Hause" zu kommen.

Ich nehme an, dass du noch sehr jung bist. Viele junge Leute schreiben hier, dass sie Angst vor dem Tod haben. Es ist lustig, dass das nie von alten Menschen kommt. Die fürchten sich nicht, obwohl bei ihnen der Tod doch viel früher kommt als bei den Jungen. Denk einmal nach: Es kommt doch zum Glück nur sehr selten vor, dass junge Menschen sterben müssen. Du hast also noch lange dafür Zeit, dir darüber Gedanken zu machen.

Du brauchst keine Angst zz haben, der Tod gehört zum Leben wie das Atmen.

Leider wurde in "unserer" technisierten Gesellschaft ohne Gemeinschaft, zu sehr darauf geachtet, die Menschen nur als Konsumenten zu verbrauchen, als ihnen Möglichkeiten, Mittel und vernünftige Wege aufzuzeigen, wie sie mit ihrem unausweichlichen Schicksal und Tod umgehen könnten.

wie sagte der Soziologe John Dewey:

"Wir leben in einer Gesellschaft mit einem ungeheuren Grad an Organisation, es ist aber eine äussere Organisation, nicht eine in der die wachsende Erfahrung auf ein erfülltes Ende hin orientiert ist, welches die Lebewesen in ihrer Gesamtheit umfasst"

goodboy21 04.10.2010, 17:57

Tolle Antwort, wie immer.

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Bevor ich hierauf antworte hätte ich gerne gewußt, weshalb Du Dich mit dem Tod beschäftigtst. Wenn ich Dein Profil richtig interpretiere bist Du recht jung 13,14 Jahre? Warum ist das jetzt schon ein Thema? Ist jemand gestorben oder schwer krank? Vorab nur eins, mit dem Tod ist nicht alles zu Ende :)

Gruß Anna

Ich habe da keine Angst vor, ich freu mich drauf, denn es hat keinen Sinn, vor etwas, was man selbst gar nicht mitbekommt, Angst zu haben.

Solange ich lebe, ist der Tod nicht da und wenn er da ist, bin ich nicht mehr.

goodboy21 04.10.2010, 17:57

Schön gesagt.

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nach dem tode deines physischen körpers siehst du zuerst dein ganzes leben mit allen guten und allen schlechten taten (nun weiß deine seele alles über dich).

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danach kommst du in eine sphäre, wo du dir alle gewohnheiten und begierden, die du nur mit irdischen mittels befriedigen kannst (zigaretten, süssigkeiten, drogen usw.), abgewöhnen mußt.

hier mußt du auch alles erleiden, was andere menschen durch deine erdentaten erleiden mußten. aus der kenntnis dieser ergebnisse für dich formst du dein kommendes schicksal.


bist du von allem irdischen gereinigt, kommst du in deine geistige heimat, wo du alle kräfte, die du auf der erde kennengelernt hast, verarbeitest.


nun bist du mehr geworden, als du früher warst. wenn es wieder etwas neues für dich auf der erde zu lernen gibt, wirst du erneut geboren, um das neue kennenzulernen.

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ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.


Sajonara 04.10.2010, 15:43

"gute Informationen", nennen sie das?

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Nowka 06.10.2010, 01:11
@Sajonara

für den frager schon, aber doch nicht für dich!

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ich denke nicht an den tod sondern an das was danach kommt. heaven.und dann hat man auch keine angst

@kristall08 Am meisten habe ich angst von dem einfach nicht mehr da sein. dass nie wieder etwas ist. & @ kindergarten ja ich bin 13 :-)

Vor dem Tod muss man keine Angst haben nur vom dem Weg dahin, also dem Sterbeprozess !

mikrokosmos 03.10.2010, 14:59

Auch vor dem Sterben muss man keine Angst haben, man hat vielleicht körperliche Schmerzen, aber das geht ja auch alles wieder vorrüber.

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AllesKnower 03.10.2010, 15:02
@mikrokosmos

Ja, nur kann dieser Prozess nun mal sehr lange dauern, Fluch und Segen der Medizin liegen nun mal eng beisammen und Deutschland ist nun mal in puncto Sterbehilfe ein echtes Entwicklungsland !

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Neophyte333 03.10.2010, 15:07
@AllesKnower

@mikrokosmus: Ich finde schon dass Angst vor dem Sterbeprozess angebrachr ist, weil keiner weis, wie er sterben wird und es echt schlimm ist sich Monate vor dem Tod vor schmerzen zu krümen...- das ist meiner meinung etwas zu einfach gesagt von dir, dass alles vorrüber geht... gerade bei krebspatienten ist dieses z.B. der Fall und ich möchte mit keinem von Ihnen tauschen

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AllesKnower 03.10.2010, 15:08
@Neophyte333

Niemand muss sich wirklich vor Schmerzen krümmen, es gibt ausreichend strake Substanzen, dass Problem ist wohl mehr, dass man seiner Würde und auch der Lebensqualität massiv beraubt werden kann !

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Neophyte333 03.10.2010, 15:15
@AllesKnower

Da habe ich aber schon was anderes gesehen... gerade bei krebs schlafen nicht viele friedlich ein. Und starke medikamente haben auch starke nebenwirkungen.

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