Angst vor 5 Minuten Narkose?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Narkosen sind heute ausgesprochen sichere Verfahren. Bei etwa 0,04 %, also bei bei 4 von 10.000 Patienten passiert etwas ernstes und lebensbedrohliches durch die Narkose. In dieser Zählung sind aber alle Allgemeinanästhesien drin, auch die bei schwer herzkranken und sehr alten Menschen sowie den ganz großen Notfall-OPs.

Bei einer sehr kleinen OP wie der deinen und mal angenommen, du wärst gesund (würde ich bei 15 Jahren vermuten), ist das Risiko noch wesentlich niedriger.

Dennoch ist eine Narkose natürlich erst mal etwas aufregend. Du wirst an alle möglichen Kabel angeschlossen und bekommst einen Tropf in den Arm, musst also einmal gepiekst werden, wie beim Blutabnehmen. Über diesen Tropf (oder venösen Zugang) wird man dir schließlich die Schlafmittel spritzen, während du gleichzeitig Sauerstoff durch eine Atemmaske einatmest. Während der Operation und unter Narkose atmest du nicht selber (liegt an den Medikamenten), so dass der Anästhesist dich kurzzeitig beatmen muss. Dies kann mit der schon erwähnten Atemmaske passieren, oder du bekommst einen kleinen Beatmungsschlauch in den Mund eingelegt, über den dann alles läuft. Keine Sorge, von dem Ding kriegst du nichts mit, du schläfst ja. Über die ganze Zeit hinweg wird der Narkosearzt auf dich aufpassen und  dafür sorgen, dass nichts schlimmes passiert. Wenn du wieder wach wirst, sind alle Schläuche aus dem Hals raus und du wirst noch ziemlich müde sein. Du wirst dann im Aufwachbereich wieder richtig zu dir kommen, wo du auch noch erste Schmerzmittel erhalten wirst. Nach einigen Stunden wirst du nach Hause können, wenn deine OP als ambulanter Eingriff gedacht ist.

Viel Glück und keine Panik

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Erstmal vielen Dank für ihre umfassende und detaillierte Antwort!

Ich hätte allerdings noch eine Frage, und zwar: 

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Kurznarkose und einer herkömmlichen Narkose und welche Methode wird wohl bei mir angewendet ?
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@Sasha420

Im Prinzip gibt es keinen Unterschied. Narkose ist Narkose. Für kürzere Eingriffe kann man kürzer wirksame Narkosemedikamente wählen, damit du schneller wach wirst, ansonsten ist alles gleich. 

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Wichtig ist das der Narkosearzt Allergien, Krankheiten etc von dir weiß. Ich hatte an beiden großen Zehen beidseitig eingewachsene Nägel, die schon übelst entzündet waren und eiterten. Ich bekam das lokal betäubt, aber würde beim Nächstenmal glaub eher zur Vollnarkose greifen. Ich bin sicher nicht peinzig, aber fand die Betäubungsspritzen brutal......und hatte dennoch beim heraus schneiden Schmerzen.

Das Risiko ist erst da, wenn du an gewissen chronischen Krankheiten leidest. Ich hatte aber auch einen eingewachsenen Zehennagel, entzündet, Fleisch wucherte, es tat höölisch weh und Eiter überall und trotzdem - lokale Narkose.

Ich würde dir aber trotzdem die Vollnarkose empfehlen, da die Spritzen an der Oberseite des ??Zehs?? gegeben wird und das wehtut wie ein Schlagschrauber im Anus (nicht wörtlich nehmen!)

Erst bei Herzschwäche oder Durchblutungsstörungen kommen Probleme.

Keine Sorge! (PS- der Eingriff dauert locker 20 Minuten)

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Ich kenne die Prozedur und ziehe sogar den Schlagschrauber vor !!!

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@kaufi

na dann-erklärs dem arzt - zwingen darf er dich sowieso net

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