Angst und Panik vor Tod?

15 Antworten

Ich habe mal in einem Artikel gelesen, dass ein paar Minuten NACH dem Tod das Gehirn besonders aktiv sein soll. Da wir alles nur durch das Gehirn erleben, könnte so etwas auf die positiven Nahtoderfahrungen hinweisen.

Ich habe persönlich jemanden bis zum Tod begleitet und der hat tatsächlich in seiner Sterbeminute gelächelt.

Trotzdem: Die Hoffnung sollte man mMn nicht auf das Leben nach dem Tod setzen, sondern auf das Leben vor dem Tod. Du hast ja auch keine Angst vor dem Schlaf, selbst wenn du oft aufwachst und dich an keinen Traum erinnerst, die Nacht also "weg war".

Wenn du wirklich so große Angst hast, wären eine Kurzzeittherapie oder Hypnosesitzungen, die dir diese Angst nehmen, vielleicht mal einen Gedanken wert.

Ich habe die letzten 2 Jahren jemanden begleitet, der ins Pflegeheim kam, das Bett nicht mehr verlassen konnte und im Prinzip auch eine kurze Prognose hatte (die aber nicht deutlich abgegrenzt worden war). Er lebte natürlich im Pflegeheim mit lauter sehr alten Menschen (die meisten über 80) zusammen. Gedanken an den Tod wurden dort trotzdem nicht ausgetauscht, die meisten Menschen fanden täglich noch etwas, das sie interessierte, fanden Freundschaften, feierten Weihnachten und Geburtstage - also selbst in einer Situation, in der man den Tod unmittelbar vor Augen hatte, weil man meist aus dem Pflegeheim ja nicht mehr auszieht und weiß, wie alt man ist, fanden sich, sogar in der Coronazeit/ Lockdown, noch genug Interessen, die diese Angst überdeckten bzw. in den Hintergrund drängten.

Diese Angst können dir Worte allein nicht nehmen, seien sie noch so gut gemeint und einfühlsam.

Du kannst aber versuchen, es mal von einer anderen Seite zu betrachten:

Jedes Atom, aus dem wir bestehen, existiert bereits seit dem Urknall, und Astrophysiker haben ausgerechnet, dass wir alle rein statistisch schon mal Teil eines anderen Sonnensystems waren. Und so wird es auch weitergehen. Für viele Milliarden Jahre. Ich gebe zu, als Asteroid im All oder Würmchen auf einer Welt mit Methanatmosphäre wird es vielleicht schwierig, ein Eis essen zu gehen. Aber es hat auch seine guten Seiten - z. B. gibts da weniger Stress.

Ich persönlich finde die Aussicht recht erholsam.

Mir ging es genau so und ich bin unteranderem deshalb zum Psychotherapeuten gegangen.

Wenn du dich mal schlau machen willst kannst du gerne die Gründe durchlesen um eventuell weniger Angst haben zu müssen: https://www.vernuenftig-leben.de/angst-vor-dem-tod/

Einen schönen Sonntag noch :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

welche Gründe haben dir am meisten geholfen?

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@Liebello

Tatsächlich kann ich das nicht sagen. Was ich sagen kann ist das es geholfen hat!

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Albert Einstein hat mal einer Bekannten, die kürzlich ihren Ehemann verloren hatte gesagt, dass sie nicht traurig sein müsse, da ihr Mann noch immer hier ist. Kurz vor seinem eigenen Tod sagte er, dass Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft eine Illusion sind. Mit seiner berühmten Relativitätstheorie hatte er bewiesen, dass ein Ereignis, welches für eine Person in der Vergangenheit liegt, für eine andere erst in seiner Zukunft passiert. Was bedeutet das?
Ich interpretiere das so, dass meine Geburt und mein Tod festgelegte Ereignisse in der Raumzeit sind, die sich immer wieder wiederholen. Denn wenn ich einmal existiert habe, warum sollte ich dann nicht für immer existieren, wenn unsere Vorstellungen von dem Verstreichen der Zeit reine Illusion sind?

Im Konkreten, heißt das, du würdest jeden Moment deines jetzigen Lebens noch unendlich viele Male erleben und wärst auch für immer mit deinen Liebsten zusammen.

Vielleicht hilft dir dieser Gedanke ja, mich beruhigt er zumindest ein bisschen, da er nicht auf irgendwelchen Fantasien von Religion beruht, sondern auf handfester Naturwissenschaft.

LG Lorenz

Woher ich das weiß:Recherche

Hey,

ich denke ja, dass es nach dem Tod genauso ist wie es vor deiner Geburt war. Davor gab es dich noch nicht, danach gibt es dich nicht mehr und Punkt.

Immerhin hast du dann deine ewige Ruhe und das ist doch aus etwas, oder? Schön ist, dass du dann nochmal Alles genauso machen würdest wie du es bisher gemacht hast, was zeigt, dass es für dich richtig war.

Mach dich nicht über dieses Thema verrückt und glaube mir, mit der Zeit wandelt sich deine Ansicht darüber noch sehr. Lebe und genieße dein Leben nach Möglichkeit, das Andere kannst du eh nicht ändern.

Ob etwas nach dem Tod kommt, wird dir Keiner beantworten können, da man keinen Verstorbenen fragen kann wie das ist. Aber da du von deinem Tod selbst garantiert nichts mitbekommst, kann das nichts Schlimmes sein.

Also Kopf hoch und keine Lebenszeit an eine Panik verschwendet die sinnlos ist. Hab noch einen schönen Sonntag, LG. :)

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